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 Du hast also Geburtstag, Liebster? - Komm, suchen wir die Freiheit!

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Rubina Harper

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BeitragThema: Du hast also Geburtstag, Liebster? - Komm, suchen wir die Freiheit!   Di Sep 29, 2015 6:17 pm

Er konnte verstehen, wieso viele Menschen eine Psychiatrie als Geisterklinik bezeichneten. In Momente wie diesen, den er gerade erlebte, passte diese Bezeichnung mehr als gut. Wäre er nun ein Patient, der erst eine Weile das alles hier sein neues Zuhause nennen würde und nun in den frühen Morgenstunde zu einer Therapiesitzung müsste, hätte ihm diese Stille vielleicht ein mulmiges Gefühl beschert. Diese dunklen Flure, die kleinen Lampen der Notausgänge und der Lampen, die dazu dienten, dass es eben nicht alles in vollkommener Dunkelheit gehüllt war. Nein, Angst hätte er nicht gehabt, doch angenehm wäre es auf keinen Fall gewesen. Nun war Rubin aber Niemand, der erst seit ein paar Tagen hier war. Nein, er konnte die Psychiatrie nun schon seit sieben Jahren von innen bewundern. Auch war er Niemand, den Etwas allzu leicht einschüchtern konnte.
So war es nicht verwunderlich, dass er die Gänge der Klinik entlang ging, als wäre es heller Tag. Allzu weit war es ja auch nicht mehr davon entfernt. Als Rubin die Augen geöffnet hatte, war hatte die Uhr auf seinem kleinen Nachtschrank genau sechs Uhr angezeigt. Ebene schnell geduscht und sich angezogen, ehe er sich nun auf den Weg gemacht hatte. Ganz genau wusste er nicht, wie spät es nun war, da er beim Verlassen seines eigenen Zimmers nicht mehr auf die Uhr gesehen hatte. Doch schätzen tat er darauf, dass der großer Zeiger nun auf der Sechs Stand, während der kleine sich zwischen der Sechs und der Sieben befand. Da er darauf bedacht war, leise sich fortzubewegen, könnte es sein, dass es auch schon später war. Er wollte eben nicht erwischt werden, denn im Grunde war es den Patienten verboten vor Acht das Zimmer zu verlassen. Ab Acht gab es nämlich Frühstück und um Neun fingen die ersten Sitzungen an. Doch heute war kein Tag wie jeder andere, sodass Rubin nun einmal gegen die Regeln verstoßen musste. In seinen Augen gab es dafür ja auch einen guten Grund. Und dieser Grund schlief sicherlich noch tief und fest in seinem Bett und ahnte nichts von Besuch. Eigentlich hatte Rubin es schon um Mitternacht tun wollen, doch das war ihm dann selbst doch zu früh gewesen, sodass er nun die paar Stunden nutzen wollte, die noch Ruhe hier herrschen würde.
Mit einem Grinsen erreichte er die Tür, die ihn nur noch von seinem Ziel trennte. Er betete, dass sie wie seine eigene nicht abgeschlossen war. Ein kurzer Test – und er hatte Glück. Auf leisen Sohlen betrat er das Zimmer, schloss die Tür ganz leise hinter sich und versuchte genauso leise zu dem einzigen Bett im Zimmer zu huschen. Schwarze Haare lugten unter der Bettdecke hervor. Ein leises Lachen entwich Rubin. Er legte sich hinter die noch schlafende Person, legte die Arme um den irgendwo zierlichen Körper und drückte ihn leicht an sich. Ein vertrauter Geruch umfing ihn, als er kleine Küsse auf dem Nacken des Schlafenden verteilte um ihn zu wecken.

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Castiel Alvarez

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BeitragThema: Re: Du hast also Geburtstag, Liebster? - Komm, suchen wir die Freiheit!   Di Sep 29, 2015 6:19 pm

Wenn man Geburtstag hatte, war man nicht gerade selten aufgeregt und konnte die Nacht davor nicht schlafen, weil man einfach nur gespannt darauf wartete, dass es Mitternacht war, damit man endlich ein Jahr alter war und sich der ganze nächste Tag nur um einen selbst drehte. Man wollte viele tolle Geschenke bekommen und Aufmerksamkeit von seinen Freunden und Bekannten. An diesem einen speziellen Tag, wo man das Licht der Welt erblickt hatte, wollte man gefeiert werden und der Mittelpunkt zumindest seiner ganz eigenen Welt sein. Als Kind war es Castiel auch stets so ergangen. Er konnte es kaum warten, ein Jahr älter zu werden damit er bald groß und stark war – und eben auch, um viele tolle Sachen zu bekommen. Hibbelig wie er manchmal war, hatte er vor der großen Uhr in seinem damaligen Wohnzimmer gesessen und der Uhr dabei zugesehen, wie sie auf 0:00 Uhr hoch zählte. Das waren immer aufregende Momente! Seine Eltern waren dann mit seinen Geschenken reingekommen und hatte ihm ein Geburtstagsständchen gesungen.
Seit vier Jahren war jeder Geburtstag jedoch anders, nicht mehr so schön wie damals. Seit er in ein Patient dieser Psychiatrie war und hier buchstäblich festsaß, war sein Geburtstag nichts aufregendes mehr. Er wurde älter – na und? Hier kümmerte es kaum jemanden. Sein Arzt gratulierte ihm, er bekam einen Muffin und durfte vielleicht seine Therapiesitzungen ausfallen lassen. Wenn er Glück hatte, durfte er die Psychiatrie vielleicht sogar für ein paar Stunden verlassen. Doch viel war das ehrlich gesagt nicht. Deshalb hatte er letzte Nacht auch geschlafen wie ein Stein und nicht darauf gewartet, dass er endlich 18 war.
Sein Murmeltierschlaf wurde jedoch bald gestört, da sich jemand zu ihm ins Bett legte und an sich drückte. Raue Lippen legten sich auf seine Haut und hinterließen dort sanfte Küsse. Aus seinem Schlaf heraus glitt Cas in einen Dämmerzustand. Zunächst brummte er nur verschlafen, bis ihm ein allzu bekannter Geruch in die Nase stieg – er gehörte natürlich Rubin. Wer anderes als sein fester Freund würde es wagen, sich einfach in sein Bett zu legen? Das Brummen verwandelte sich in ein leises Schnurren, ehe Cas ganz seine Augen öffnete, sich umdrehte und Rubin in der Dunkelheit ausmachen konnte. „Was machst du denn schon so früh hier?“, fragte er verschlafen, ehe er sich in die Arme schmiegte, die ihn hielten.

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Rubina Harper

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BeitragThema: Re: Du hast also Geburtstag, Liebster? - Komm, suchen wir die Freiheit!   Di Sep 29, 2015 6:19 pm

Ein breites Grinsen umspielte seine Lippen, als er das Brummen hörte, welches sein Freund von sich gab. Anscheinend schien dieser es nicht gerne zu haben, aus dem Schlaf gerissen zu werden. Im Grunde konnte Rubin den Schwarzhaarigen da gut verstehen, denn auch er selber hegte im Grunde eine gewisse Abneigung dagegen, so früh aus dem Reich der Träume gerissen zu werden. Dennoch höre er nicht auf, weitere Küsse auf dem Nacken der Person zu verteilen, die er liebte. Immer noch konnte er es nicht glauben, dass er und Castiel wirklich zusammen waren – selbst nach diesen achtzehn Monaten nicht. Es war für ihn früher einfach nie in Frage gekommen eine Beziehung zu führen, geschweige denn Jemanden zu lieben. Wieso auch? Er hasste Liebe, Zärtlichkeiten und Nächstenliebe. Dass er diese Dinge seit einer Weile mehr oder weniger mit dem Schwarzhaarigen teilte, war Rubin selber noch ein großes Rätsel, dessen Lösung er noch nicht gefunden hatte und nach der er wohl ewig würde suchen müssen. Er konnte sich eben nicht erklären, wieso er Castiel liebte, noch, was eben jener mit ihm angestellt hatte, dass er sich auf solche Geschichten wie diese Geste nun hier am frühen Morgen einließ. Früher hätte er Niemanden so geweckt, doch Castiel hatte schon immer irgendwie eine große Ausnahme gebildet. Eine Tatsache, die der Rothaarige nicht wirklich hinterfragte, da es sowieso keinen Sinn haben und nur unnötige Kraft kosten würde.
Als das Brummen sich in ein Schnurren verwandelte, brach Rubin seine Tätigkeit ab. Alleine schon, weil Castiel sich zu ihm umdrehte und ihm damit seinen Nacken verweigerte. Frech grinste der Rothaarige den Jüngeren an. „Na ja, dich wecken.“ Sanft zog er Castiel näher an sich, als dieser sich in seine Arme schmiegte. Nein, mit der Decke dazwischen war das nicht angenehm. So ließ er ihn kurz los, krabbelte unter die Decke und legte sofort die Arme wieder um seinen Freund, zog ihn nun wirklich nahe an sich. „Zudem muss ich dir doch als erster zum Geburtstag gratulieren, meinst du nicht?“, hauchte er leise. Seine Stimme war ein raues Flüstern neben Castiels Ohr. Das Grinsen, welches Rubins Lippen umspielte, verblasste keine Sekunde.

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Castiel Alvarez

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BeitragThema: Re: Du hast also Geburtstag, Liebster? - Komm, suchen wir die Freiheit!   Di Sep 29, 2015 6:20 pm

Kälte erfasste Castiels Körper, als Rubin ihn losließ. Natürlich wärmte seine Decke ihn noch, doch nur seine eigene Körperwärme zu spüren, wie sie von der Bettdecke wiedergegeben wurde, war nicht einmal halb so schön wie in Rubins Armen zu liegen, seinen Geruch einzuatmen und seinen Atem auf seiner Haut zu spüren. Nein, dieses Gefühl war einmalig, noch nie hatte Cas etwas erlebt, was diesem auch nur nahe kam – nicht einmal die Sache mit Takumi. Nur Rubin brachte sein Herz dazu, schneller zu schlagen, seinen regelmäßigen Takt zu verlassen. Dafür musste der Rotschopf nicht einmal viel tun, er musste einfach nur bei ihm sein und mit tiefer, melodischer Stimme mit ihm sprechen. Auch nachdem sie nun 1 ½ Jahre zusammen waren, hatte sich nichts an dieser Tatsache geändert. Castiel war noch immer so sehr in seinen Freund vernarrt, vielleicht war es sogar nur noch schlimmer geworden. Manchmal fragte der Schwarzhaarige sich, wie viel Liebe er eigentlich noch für Rubin empfinden können würde, wo ihm sein Herz doch jetzt schon fast vor lauter Liebe schmerzte.
Diese eisige Kälte, welche ihn erfasst hatte, war jedoch bald wieder verschwunden, denn Rubin war zu ihm unter die Decke gekommen und sofort wurde er wieder an diesen warmen Körper gedrückt. Dankbar schmiegte er sich in die starken Arme und legte seinen Kopf wieder halb auf Rubins Schulter ab. Leicht atmete er den Duft seines Geliebten ein, aber in der Hoffnung, dass er es nicht bemerkte. Sie waren in einer Psychiatrie, ja, aber man musste ihn trotzdem nicht für einen Geruchsfetischisten halten.
Castiel hob seine Augenbrauen als er hörte, warum man Rubin geweckt hatte. Das Schaudern, was von Rubins tiefer Stimmlage ausgelöst wurde, passte nicht wirklich zu diesem Gesichtsausdruck. „Mh, stimmt, da hast du Recht“, stimmte Castiel ihm dann zu, ehe er einen Moment nachdenklich aussah. Diesem Gesichtsausdruck wurde jedoch für ein Lächeln Platz gemacht. „Es reicht mir auch, wenn nur du mir gratulierst“, fügte er noch hinzu, ehe er seine Augen wieder schloss, sich leicht vorbeugte und sich auf die Suche nach Rubins Lippen machte. Der Geburtstagswunsch war ihm gerade egal, viel lieber wollte er das Feuerwerk erleben, was immer wieder durch Rubins Küsse ausgelöst wurde.

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BeitragThema: Re: Du hast also Geburtstag, Liebster? - Komm, suchen wir die Freiheit!   Di Sep 29, 2015 6:20 pm

Rubin grinste immer breiter, als er spürte, wie Castiel sich an ihm schmiegte. Er spürte den warmen Atem des Andere auf seiner Haut, als der Jüngere seinen Kopf auf Rubins Schulter legte. Kuscheln – hatte er das schon einmal vor der Beziehung mit Castiel getan? Sicherlich nicht, denn es hatte keine Beziehung vorher gegeben. Und mit seinen Eltern war er bestimmt keine so vertraute Nähe eingegangen. Wie denn auch? Er hatte zu ihnen nie Liebe aufgebaut und die Liebe, die von Instinkten her rührte, war schon früh erloschen. Wie hatte sie denn auch überleben können, wenn das Vertrauen eines Kindes ausgenutzt wurde? Seine Eltern hatten ihn auf eine absurde Art misshandelt; hatten aus ihm eine Person gemacht, die er nicht wahr. Und auch wenn Rubin so tat, als würde er darüber stehen – mehr oder weniger zumindest, außer man nannte ihn bei seinem vollen Namen -, hatte er dennoch ab und an Albträume. Seine Eltern waren wieder am Leben, er selber war wieder das kleine und hilflose Kind, welches mit Tabletten zugestopft wurde und Kleider tragen musste. Seine Haare reichten ihm wieder bis zur Rückenmitte. Auch jetzt, nach sieben Jahren, waren die Wunden seiner Kindheit noch lange nicht verheilt. Und bestimmt würden sie es auch niemals ganz. Sie waren in Teil von Rubin und ketteten ihn an die Psychiatrie. Solange er sie nicht gut behandelt hatte, der Schorf auf ihnen haften blieb, würde er hier wohl nicht raus kommen.
Er schüttelte innerlich über sich den Kopf, wollte daran jetzt nicht denken. Castiels Worte rissen ihn aus seinen Gedanken. Ehe Rubin aber etwas sagen konnte, spürte er schon die Lippen des Jüngeren auf den seinen. Sofort schloss er die Augen, ließ sich auf den Kuss ein. Dabei streichelte er über den Rücken seines Freundes, wollte so lange alles auskosten, was er kriegen konnte, bis sie zum Frühstücken würden müssen. Castiel war sein Freund, gehörte zu ihm. Es war ein berauschendes Gefühl, diese Tatsache immer wieder bestätigt zu bekommen. Natürlich machten sie beide keinen großen Wirbel daraus; versuchten es zumindest. Doch Rubin konnte es auf den Tod nicht leiden, wenn andere außer ihm selber den Schwarzhaarigen fast mit Blicken ausziehen wollte. Und das machte er – entweder verbal oder mit tötenden Blicken – deutlich; da waren seine Gefühle oft schneller als seine Gedanken.
Langsam löste er den Kuss, bearbeitete Castiels Hals mit Küssen. „Bestimmte Wünsche, Geburtstagskind?“, raunte er neben seinem Ohr, ehe er sich wieder nach vorne arbeitete und die Lippen des Jüngeren in Beschlag nahm.

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BeitragThema: Re: Du hast also Geburtstag, Liebster? - Komm, suchen wir die Freiheit!   Di Sep 29, 2015 6:22 pm

Ah, endlich bewegten sich Rubins Lippen gegen seine eigenen. Sofort schloss Castiel seine noch halb geöffneten Augen und gab sich dem Kuss hin. Sein Herz beschleunigte sein Schlagen gleich und brachte ihn mal wieder dazu, seinem Freund zu verfallen. Es war nur ein einfacher Kuss, doch dieser reichte schon aus, um Castiel völlig die Sinne zu rauben. Oh, wusste Rubin eigentlich, was er da stets in dem Jüngeren für Gefühle auslöste? Wahrscheinlich nicht, denn obwohl der Schwarzhaarige dazu stand, dass er sehr in seinen Freund verliebt war, rieb er ihm nicht immer direkt unter die Nase, was er dachte und fühlte. Manche Dinge wollte er auch einfach mal für sich behalten. Seine Beziehung mit dem Rotschopf sollte einfach ganz anders sein als die, die er mit Takumi gehegt hatte. Rubin und Takumi waren nicht zu vergleichen, obwohl sie in manchen Dingen ähnlich sein mochten. Beide waren sehr eifersüchtig und auf Castiel fixiert – aber anders als Takumi würde Rubin ihm niemals wehtun, wenn man vom Sex mal absah; aber damit war der Jüngere dann ja auch einverstanden. In so vielen Punkten war Rubin besser als Takumi für Castiel, vielleicht akzeptierte Elias ihn auch deshalb. Obwohl man es vielleicht doch eher „tolerieren“ nennen sollte…
Als ihre Lippen sich von einander lösten, beschloss Rubin ihn wohl noch weiter zu liebkosen und beschäftigte sich mit seinem Hals. Castiel biss sich auf die Lippen. An dieser Stelle war er ein wenig empfindlich, das wusste Rubin und nutzte es immer wieder gerne aus. Sein Herzschlag wurde noch schneller und hämmerte inzwischen gegen seine Brust, ebenso wie sein Atem sein Tun beschleunigt hatte. „Wünsche…?“, wiederholte er Rubins Worte und dachte einen Moment nach. Bevor er jedoch noch antworten konnte, spürte er schon wieder diese wunderbaren Lippen auf seinen. Willig schloss er wieder seine Augen und drückte sich mehr an den Körper, den er so liebte. Eines seiner Beine schlang sich um Rubin, um sich so noch näher an den Älteren zu drücken.
Mit einem Mal änderte sich jedoch die Art, wie Castiel ihn küsste. Der Kuss wurde von seiner Seite aus beherrschender, rauer. Ein Knurren entwich Castiels Kehle. Nein, eigentlich war es nicht Castiel, es war sein düsteres Ich, was mal wieder die Vorherrschaft übernahm. Warum sollte Elias Cas nicht auch an seinem Geburtstag mal ein bisschen ärgern? Das zweite Ich drehte sich so, dass es nun auf Rubins Hüfte saß und den Älteren quasi unter sich fest pinnte. Ihre Lippen lösten sich von einander und Elias grinste breit. „Na, hast du mich vermisst, Schatzi?“, fragte er mit Hohn in seiner Stimme.
In Castiels Körper war der eigentliche Besitzer nun gefangen. Es war, als befände er sich in einem Raum, wo einfach alles schwarz war. Hier war nichts, nur gähnende Leere. Dennoch konnte er, wenn er seine Augen schloss, sehen, was Elias tat. Nun knurrte der Schwarzhaarige wirklich. Sein Blut geriet in Wallung – Eifersucht war bei so einer Szene vorprogrammiert. Auch wenn es sein eigenes zweites Ich war, hatte niemand das Recht, Rubin zu küssen oder auf ihm zu liegen!
„Geh von Rubin runter, du Wichser!“, knurrte Cas seinem düsteren Ich zu; wissend, dass nur er ihn verstand. Elias verdrehte darauf hin die Augen, ehe er wieder breit grinste. „Keine Lust, als sei still, Cas“, meinte er und wollte Rubin gerade wieder küssen.

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Rubina Harper

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BeitragThema: Re: Du hast also Geburtstag, Liebster? - Komm, suchen wir die Freiheit!   Di Sep 29, 2015 6:24 pm

Er konnte auf die Frage seines Freundes nicht mehr antworten, selbst wenn er es gewollt hätte. Es war einfach zu verlockend, den Kuss beizubehalten, als das er ihn für eine Antwort würde lösen. Später konnte er immer noch darauf antworten; obwohl, musste er das überhaupt? Hatte er mit seiner eigenen Frage nicht klar gemacht, dass Castiel einen Wunsch offen hatte? Immerhin war der Jüngere nun endlich achtzehn geworden – wenn man die Volljährigkeit in einer Psychiatrie als endlich ansehen konnte. An einem Ort, wo Alter im Großen und Ganzen keine wichtige Rolle spielte. Jedes Jahr, das man hier älter wurde zeigte einem doch nur, wie sinnlos das eigene Leben doch war. Was hatte es einem denn gebracht wenn man unzählige Jahre hier verbrachte. Wenn es wenigstens schon einen Job gab, den man einmal ausgelebt hatte, könnte man dort sein neues Leben versuchen anzuknüpfen. Aber für Leute wie Castiel, oder auch Rubin selber, war das so gut wie unmöglich. Sie beide waren noch Kinder gewesen, als man sie in diese Klinik hier eingewiesen hatte. Zwar bekamen sie Schulunterricht, aber wer würde schon gerne etwas mit komischen Leuten zu tun haben wollen, die unzählige Jahre in einer Psychiatrie saßen? Rubin selber war damals zwölf Jahre alt gewesen, als er hier her gekommen war – vor genau sieben Jahren. Er kannte an sich nichts mehr groß, außer die Wände der Klinik. Er hatte nie gearbeitet, war in den Augen der Therapeuten und Ärzte ein Mörder. Wie sollte so einer wie er eine Zukunft haben?
Um eben von solchen dunklen Gedanken fort zu kommen, wollte er seinem Freund wenigstens an seinem achtzehnten Geburtstag einen schönen Tag bescheren. Nicht, dass es ihn ansonsten bei anderen Menschen interessieren würde, aber wie immer bildete Castiel bei ihm ja die mehr als nur große Ausnahme.
Von seinen Gedanken etwas abgelenkt, merkte Rubin erst langsam, dass der Kuss sich verändert hatte. Ehe er reagieren konnte lag er schon auf dem Rücken. Die Lippen des Rothaarigen hatten sich dadurch von denen des Jüngeren gelöst, welcher nun mit einem Grinsen zu ihm hinab sah. Dieses Grinsen und die Art, wie er die nächsten Worte aussprach, machten Rubin schnell klar, wen er da vor sich hatte. Nach eineinhalb Jahren Beziehung und all den Jahren der Freundschaft und Affäre davor wusste er langsam die beiden Seiten seines Freundes zu unterscheiden. Spätestens als die beiden Seiten wohl wieder mit sich selber diskutierten, hatte Rubin seine Bestätigung bekommen. „Und wovon träumst du Nachts, Elias?“, gab Rubin mit einem Knurren zurück. „Und nenn' mich gefälligst nicht Schatzi!“ Ihm war klar, dass seine wütende Reaktion Elias gefallen würde, immerhin hatte dieser es geschafft den Älteren somit zu ärgern. Und an sich hatte Rubin auch nichts dagegen, ein wenig mit Elias mal zu knutschen, immerhin war dieser ja mehr oder weniger sein Freund. Doch eben letzteren wollte er jetzt lieber um sich herum haben, sodass er bei dem Versuch von Elias ihn zu küssen einfach nur den Kopf zur Seite drehte, während er versuchte sich gegen ihn zu stemmen. Er hatte zwar etwas die Kontrolle gegenüber Castiel gelernt abzugeben, doch der Drang eben jene zu besitzen war vor allem Elias gegenüber so stark wie eh und je.

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BeitragThema: Re: Du hast also Geburtstag, Liebster? - Komm, suchen wir die Freiheit!   Di Sep 29, 2015 6:25 pm

Amüsiert hob Elias seine Augenbrauen und musterte den Mann, der unter sich lag. Er durfte ihn also nicht „Schatzi“ nennen? Das war doch nicht fair! Bei Cas würde es ihm bestimmt auch nicht gefallen, aber er würde es eine Weile lang dulden, einfach weil er mit Castiel nicht so nachsichtig war. Der Schwarzhaarige durfte fast alles bei ihm, wenn Rubin dabei grob das Ruder in der Hand behielt. Leider war Elias niemand, der anderen gerne das Ruder abgab. Im Grunde waren er und Rubin sich da sehr ähnlich – zu ähnlich, vielleicht gerieten sie deshalb immer aneinander. Unfair war es dennoch. Cas und er teilten sich denselben Körper, warum durfte er dann „ihren“ Freund nicht auch so ansprechen, wie ihm das beliebte? „Ach nicht?“, hakte er nach und schmollte dann leicht – so, wie Castiel es immer tat, „Das ist gemein!“ Rubin zu küssen, ließ er sie trotzdem nicht nehmen, allerdings schien dieser davon nicht begeistert zu sein und dachte gar nicht daran, dass sich ihre Lippen in diesem Zustand berührten – wohl erst, wenn Cas wieder er selbst war. Das gefiel Elias nicht!
Die dunkle zweite Seite von Castiel knurrte auf. Er spürte die Kraft, von unten kam. Ja, Rubin wollte sie umdrehen oder Elias gar von sich werfen. Das konnte er nicht zulassen! So stemmte er sich mit aller Kraft gegen den Rothaarigen, was gar nicht so einfach war, da a) Castiels Körper viel kleiner und b) viel schwächer war als der Rothaarige. Cas war nicht ganz schwach, aber gegen Rubin gesehen halt schon. Allerdings wäre Elias ja nicht Elias, wenn er nicht die Schwächen eines Mannes auszunutzen wusste. Besonders bei Rubin war das einfach. So beugte er sich leicht vor und raunte ein „Rubin“ mit verführerischer Stimme in sein Ohr, so dass er beinahe wie Castiel klang. Zeitgleich griff er einfach schamlos zwischen seine Beine und massierte den Rotschopf dort.
Castiel war derzeit immer noch in seinem Inneren gefangen und beschimpfte Elias wüst, mit allen Beleidigungen, die ihm gerade so einfielen. Dieser interessierte es jedoch nicht besonders, da er genau spürte, dass sich seine Aufmerksamkeit gerade gänzlich auf Rubin richtete. Cas spürte einen Stich in seinem Herzen. Das hier wäre alles nur halb so wild, wenn er wüsste, dass Elias nicht auf Rubin stehen würde – doch dem war leider nicht so. Elias hegte genau dieselben Gefühle für Rubin, wie er. Das machte diese Situation ja eben schier unerträglich! Er konnte es nicht mitansehen, wie jemand anderes Rubin küsste und berührte!
Diese Wut reichte aus, um Elias zurückzudrängen. Seine zweite Seite mochte manches Mal ja stärker sein als er, doch wenn es um Rubin ging, gewann Cas meistens die Oberhand. „Spinnst du?!“, knurrte Elias ihm zu, doch Castiel ignorierte ihn wie er ihn zuvor. Er zog seine Hand von Rubins Körpermitte weg, legte sich auf den Rücken und zog seinen Freund einfach über sich; wissend, dass dieser sich in der Position wohler fühlte. Er hob seinen Kopf leicht an und raunte dem Rotschopf etwas ins Ohr: „Du hast also nicht vergessen, dass du nur mir gehörst.“ Es klang sehr besitzergreifend, ja, aber man konnte auch die Gefühle heraus hören, die in Castiels Stimme mitschwangen. Mit eben jenen Gefühlen verwickelte er, Rubin wieder in einen Kuss, ach was, nein, er drückte seine Lippen fast schon besitzergreifend auf die des Älteren.

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Rubina Harper

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BeitragThema: Re: Du hast also Geburtstag, Liebster? - Komm, suchen wir die Freiheit!   Di Sep 29, 2015 6:27 pm

Und wie er es hasste untergraben zu werden. Er hasste es die Kontrolle zu verlieren – Elias wusste das. Ja, auch die andere Seite seines Freundes wusste das und dennoch hielt er ihn hier so fest. Rubin machte sich nicht die Mühe auf die Worte des Schwarzhaarigen zu reagieren, etwas zu antworten. Lieber war er damit beschäftigt, irgendwie unter dem Anderen weg zu kommen. Sein Herz raste, seine Atmung beschleunigte sich; dieses Mal allerdings nicht, weil ihm irgendwas besonders gut gefiel, sondern aus leichter Panik. Und um diese Panik zu verdrängen knurrte er Elias an. Was bildete sich dieser Kerl eigentlich ein?! Wer glaubte er bitte, wer er war?! Nein, Rubin hatte keine Lust darauf mit Elias aneinander zu geraten – nicht heute. Er wollte Castiel bei sich haben, nicht dessen andere Seite. Das hier war alles nicht sein Plan gewesen. Wieso musste Elias nur so einen dicken Sturkopf haben? So ein richtig verdammtes Eigenleben? Das war alles mehr als nur zum verzweifeln.
Immer lauter Knurrte Rubin, da die Panik in ihm immer mehr heran wuchs. „Verschwinde, Elias!“, gab er bissig zurück. Als Antwort bekam er aber nur ein Knurren von Seiten des Dunkelhaarigen, was Rubin nicht gerade beruhigte. Ehe er aber noch etwas tun oder sagen konnte vernahm er seinen Namen dicht neben seinem Ohr. Elias war gut darin, seine Stimme so zu verstellen, als würde Castiel es sagen. Und alleine bei dem Gedanken, sein Freund hätte nun seinen eigenen Namen direkt so neben seinem Ohr geraunt, spürte Rubin wie sein schnell schlagendes Herz sein Tempo ein wenig veränderte. Es schlug immer noch schnell, aber für einen kurzen Moment nicht mehr aus der Panik heraus, die Elias in ihm hervor rief. Doch dieser Moment hielt nur wirklich für den Bruchteil einer Sekunde.
Erschrocken zog er die Luft ein, als er die Hand des Jüngeren dort spürte, an dieser einen bestimmten Stelle. Verdammt, Elias sollte seine schmutzige Hand von seinem besten Stück nehmen. Ohne es verhindern zu können, kam ein leises Keuchen über Rubins Lippen, welches sich sofort wieder in ein Knurren verwandelte. Irgendwie musste es doch wohl möglich sein Elias von sich zu drängen. Nein, auf Sex war er selber erstaunlicher Weise heute nicht aus gewesen. Ein wenig wildes Knutschen wäre nicht schlecht, aber nein, Sex stand nicht auf dem Programm und war nicht in seinem Plan abgespeichert gewesen – zumindest nicht für heute Morgen. Wie die Dinge heute Abend oder heute Nacht aussahen war da noch eine ganz andere Geschichte.
„Elias! Du -“, setze er an um sich gegen den Anderen zu wehren, als sich die Hand von seiner Körpermitte plötzlich entfernte. Und mit einem Mal änderte sich auch die Liegeposition. Nein, er lag nicht mehr unter sondern über dem Schwarzhaarigen. Sofort entspannte Rubin sich wieder. Die Panik in seinem Inneren flachte langsam ab, sein schneller schlagendes Herz beruhigte sich allerdings ganz und gar nicht, denn schon vernahm er die nächsten Worte an seinem Ohr. Und dieses Mal war es wirklich sein Freund, der da zu ihm sprach. „Cas...“, war alles, was Rubin von sich geben konnte, ehe er die Lippen spürte die versuchten ihn besitzen zu wollen. Und ein wenig ließ er dies auch zu, konnte das bei Castiel ja. So rieb er seine Lippen genauso besitzergreifend gegen die des Jüngeren, wollte seinen Mund leicht erobern. So strich er über die Lippen des Schwarzhaarigen; wollte, das dieser sie öffnete. Ja, es sollte nicht auf Sex heraus laufen, aber eben die wilde Knutschgeschichte, die Elias unterbrochen hatte.

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Castiel Alvarez

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BeitragThema: Re: Du hast also Geburtstag, Liebster? - Komm, suchen wir die Freiheit!   Di Sep 29, 2015 6:29 pm

Ah, da war wieder dieses Gefühl, wenn Rubin ihn mit dem gleichen Eifer küsste, wie er ihn. Nein, Rubins Küsse waren doch noch eine Spur Besitzergreifender. Ein wenig fragte sich Castiel, woran das lag. War er einfach derjenige, der das Eigentum von irgendjemandem war? Damals hatte er Takumi gehört und heute gehörte er Rubin. Gab es da einen Unterschied? Natürlich! Takumi hatte ihn wirklich nur besitzen wollen, hatte sich einen Dreck um seine Gefühle geschert – bei Rubin war es anders. Der Rotschopf kümmerte sich sehr um Castiel, vielleicht auch nicht ganz so, wie es ein fester Freund sollte, aber er war auf jeden Fall für Cas da. Niemals würde er ihm etwas antun, niemals würde er ihn vergewaltigen. Dessen war der Schwarzhaarige sich sicher. Denn der Unterschied zu seiner Beziehung mit Takumi war der, dass er Rubin nicht nur gehörte, nein, er gehörte ZU ihm. Das war etwas, was er selbst beschlossen hatte. Denn so wie er zu Rubin gehörte, gehörte auch er zu ihm. Das, was zwischen ihnen war, war wirklich Liebe.
Elias hörte von diesen Gedanken und knurrte auf. Ja, obwohl er schon lange von Castiels Gefühlen wusste und sein zweites, helles Ich auch schon 1 ½ Jahre mit dem Rotschopf liiert war, zweifelte Elias immer noch an Rubin. Das würde er wohl immer tun. „Du bist so was von naiv, Cas“, knurrte er seinem zweiten Ich zu, was Castiel jedoch konsequent ignorierte.
Cas öffnete willig seine Lippen und ließ die freche Zunge Rubins gewähren. Sofort bahnte diese sich einen Weg in seinen Mund und erkundete die Landschaft, so wie sie es meistens tat, wenn die beiden sich mit Zunge küssten. Wenn Castiel ehrlich war, mochte er das allerdings nicht so wirklich. Lieber hatte er es, wenn ihre Zungen miteinander tanzten, sich umschlangen. So stupste er Rubins Zunge an und zog sie in ein leidenschaftliches Spiel. Er wusste nicht genau, wie lange sie dort lagen und sich einfach nur küssten, doch es fühlte sich viel zu kurz an, als der Schwarzhaarige sich wieder löste.
„Du hast mich ja nach meinen Wünschen gefragt“, wiederholte er Rubins Worte und schenkte seinem Freund ein sanftes Lächeln, „Wenn ich Ausgang bekomme, geh mit mir. Ich möchte mit dir normale Dinge machen, wie Essen oder ins Kino gehen.“ Er beugte sich leicht vor und raunte ihm dann noch mit heiserer Stimme etwas ins Ohr: „Und heute Abend… kannst du dir denken, was ich möchte…~“ Er ließ sich zurück in die Kissen fallen und sah seinem Freund tief in die Augen.

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BeitragThema: Re: Du hast also Geburtstag, Liebster? - Komm, suchen wir die Freiheit!   Di Sep 29, 2015 6:30 pm

Er war mehr als nur froh Castiel wieder bei sich zu haben; also, wirklich Castiel, nicht Elias. Von der anderen Seite wollte er heute gefälligst nichts mehr hören. Rubin wollte heute an der Seite seines Freundes sein, immerhin hatte Castiel Geburtstag und nicht Elias. Konnte Elias überhaupt Geburtstag haben? Oder war er einfach da, hatte keinen bestimmten Tag und 'alterte' irgendwie wenn Castiel alterte? So ganz hatte er nicht verstanden, wie das nun bei einer multiplen Persönlichkeit so war. Natürlich wusste er, was es war, aber über den Geburtstag einer solchen Seite hatte er doch keine Ahnung. Gab es überhaupt Jemanden, der das wusste? Es würde Rubin nicht verwundern, wenn sich noch keiner mit dem Geburtstag und dem Alter einer multiplen Persönlichkeit auseinander gesetzt hatte. Wieso denn auch? Wen interessierte das denn bitte genug, damit er sich damit beschäftigen würde? Den Rothaarigen persönlich jedenfalls kümmerte es im Grunde so viel, wie die Leben seiner Mitmenschen – von Castiel abgesehen – und dabei wären wir dann bei einem kleine Wort angelangt: nichts.
Zu gerne vergaß Rubin alle Gedanken an Elias als Castiel seinen Mund öffnete und seiner eigenen Zunge damit Zugang gewährte. Rau und doch irgendwo erstaunlich sanft erkundete er die Mundhöhle des Jüngeren, die ihm langsam doch schon irgendwo vertraut war. Er strich über jede einzelne Stelle, die seine Zunge erreichen konnte, bis dann etwas frech den Gast an stupste. Mit einem leisen Knurren, welches aber nicht aggressiv oder beleidigt klang, ließ Rubin sich auf den Tanz ein, wobei er versuchte die Führung nicht abzugeben. Und er war sich sicher, dass Castiel auch nicht versuchen würde sie ihm ganz zu nehmen. Gegen ein wenig rebellieren hatte Rubin nichts einzuwenden, mochte er es – auch wenn er es nie offen und vor allem nicht vor sich selbst richtig eingestehen würde -, wenn Castiel ein wenig Konter bot. Würde der Schwarzhaarige zu allem was Rubin tat und machte nur 'amen' sagen, hätte das auch keinen Reiz mehr. Solange der Ältere am Ende die gesamte Kontrolle behielt, konnte Castiel auch gerne den Rebellen spielen wenn er wollte.
Sein Atem ging etwas schneller, als sie ihren doch schon recht leidenschaftlichen und besitzergreifenden Kuss lösten. Oh ja, solche Küsse liebte der Rothaarige. Kurz schloss er die Augen und konzentrierte sich darauf tief Luft zu holen, als sein Freund schon die Stimme erhob. Neugierig öffnete Rubin also nun die Augen und sah in die dunkelblauen Iriden der Person, die er liebte. Ja, die Wünsche; danach hatte er ihn gefragt, stimmt. Ein Grinsen umspielte Rubins Lippen, allerdings verblasste es schnell wieder. Castiels Stimme nahe neben seinem Ohr, was ihm einen Schauer über den Rücken jagte, machte die Situation nicht besser.
Mit kalter Miene löste Rubin sich von seinem Freund und setzte sich an dessen Bettkante. „Das heute Abend könnte ich dir geben...“ Oh ja, er wusste was Castiel gemeint hatte und er würde es ihm auch geben können; kein Thema. Nur allzu gerne würde er das. Nur die andere Sache... „...nur das andere wird nicht funktionieren.“ Nicht, weil er daran zweifelte, dass man Castiel Ausgang gewährte. Sein Freund würde sicher ein paar Stunden bekommen, die er endlich einmal auserhalb der Psychiatrie verbringen konnte. Was ihn selber anging allerdings... „Glaubst du echt, die geben mir Ausgang?“ Ein fast schon verächtliches Schnauben entwich ihm. Es war allerdings nicht gegen den Jüngeren gerichtet, sondern gegen alle anderen vollkommenen Idioten in dieser Klinik, die ihn seit gut sieben Jahren schon hier festhielten.

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Castiel Alvarez

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BeitragThema: Re: Du hast also Geburtstag, Liebster? - Komm, suchen wir die Freiheit!   Di Sep 29, 2015 6:31 pm

Mit einem Knurren kommentierte Castiel das, was Rubin da tat. Es war nicht direkt wütend, nur ein wenig anklagend, weil Rubin sich einfach von ihm gelöst und sich weggesetzt hatte. Er liebte die Nähe des Anderen sehr und würde manches Mal am liebsten 24 Stunden lang nur in Rubins Armen sein. Dieser Wunsch beherrschte ihn auch in diesem Moment, weshalb er es gar nicht akzeptieren wollte, dass Rubin einfach ihre Nähe aufgab. Das konnte Cas nicht so auf sich sitzen lassen! Gerade als er sich wieder zu seinem Freund begeben wollte, sprach dieser weiter. Die Worte des Rotschopfes ließen Castiel in seiner Bewegung inne halten. Stimmt! Er hatte gar nicht daran gedacht, dass man Rubin keinen Ausgang geben könnte. Er war gefährlich, hatte sogar schon einen Pfleger hier in der Klinik umgebracht. Da würde man ihn wohl eher nicht nach draußen lassen. Das war ziemlich unwahrscheinlich. Ein leises Seufzen folgte von seinen hellen Lippen. Er vollführte seine Bewegung ganz und kniete so hinter seinem Freund. Sofort legte er seine Arme von hinten um seinen Nacken und streichelte Rubins Brust. Zeitgleich verwöhnte er seinen Nacken mit kleinen, bissigen Küssen – etwas anders, als Rubin es ein paar Minuten zuvor gemacht hatte.
„Ich lasse mir schon etwas einfallen“, begann er, ehe er einen neuen Kuss auf die Haut seines Geliebten setzte, „Du wirst auf jeden Fall mitkommen, denn ohne dich brauche ich auch keinen Ausgang.“ Seine Stimme war lieblich. Er mochte es nicht, wenn Rubin so erzürnt war. Dann versuchte er ihn wie jetzt zu beruhigen, was ihm auch sehr oft gelang. Niemand außer Castiel hatte Rubin so gut unter Kontrolle. Er legte es nicht darauf an, aber er kannte und liebte seinen Freund nun mal sehr, da wusste er die ein oder anderen Tricks, wie man den Rotschopf besänftigen konnte. Castiels bloße Anwesenheit reichte da manches Mal sogar schon aus. Wenn jemand anderes auf Rubin eine solche Wirkung gehabt hätte, hätte Castiel das auch niemals zugelassen, dass diese Person auch nur bis auf einen Meter in Rubins Nähe kam. Gut, vielleicht wollte er ihn doch ein wenig kontrollieren, aber er wusste sehr gut, dass sein Liebster es nicht mochte, die Situation nicht im Griff zu haben. Deshalb ließ es Castiel wohl nur unterbewusst so aussehen, als hätte Rubin die absolute Kontrolle. Das stimmte jedoch nicht. Der Schwarzhaarige hatte Rubin immerhin auch in der Hand.
„Wenn, dann gehen wir zusammen“, fuhr er fort, „Immerhin habe ich heute Geburtstag und meine Wünsche sollen erfüllt werden! Außerdem möchte ich an meinem Geburtstag nur bei dir sein, den ganzen Tag und die ganze Nacht ~.“ Er beugte sich leicht vor, damit Rubin sein Lächeln sehen konnte, ehe er ihm einen Kuss auf die Wange drückte. Dann umspielte ein Grinsen leicht seine Lippen. „Du hast mir überings noch gar nicht gratuliert“, meinte er dann noch, vielleicht auch um ein bisschen das Thema zu wechseln.

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Rubina Harper

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BeitragThema: Re: Du hast also Geburtstag, Liebster? - Komm, suchen wir die Freiheit!   Di Sep 29, 2015 6:32 pm

Es war frustrierend zu wissen, dass er keinen Ausgang haben würde. Dabei wusste er nicht, wieso er an sich frustriert war. War es einfach die Tatsache, dass er seit sieben Jahren keinen Fuß mehr vor die Klapse gesetzt hatte und Castiel es ihm damit wieder einmal vor die Augen geführt hatte? Oder lag der Ursprung vielleicht darin, dass er seinem Freund keinen Wunsch erfüllen konnte? Immerhin konnte er den Schwarzhaarigen mehr als nur gut verstehen. Die Klinik konnte genauso gut mit einer Höhle verglichen werden; und sie waren die eingesperrten Menschen weit unter der Erde. Natürlich bekamen sie auch das Sonnenlicht mit und den Regen, wenn dieser vom Himmel fiel. Aber der Garten der Psychiatrie konnte man natürlich nicht mit der Welt außerhalb dieser Klinik vergleichen. Rubin war noch nie im Kino gewesen und er hatte seinen Freund auch noch nie zum Essen ausführen können. An sich war Rubin ja niemand, der auf Kitsch und allzu romantische Dinge stand. Aber einmal, nur einmal solche Dinge tun wie 'normale' Pärchen es taten, das war auch sein Wunsch; selbst wenn er es vor seinem eigenen Freund niemals zugeben würde. Es war für ihn allgemein schon mehr als nur verwirrend, wie sehr Castiel ihn in der kurzen Zeit verändert hatte. Da musste er ihm nicht aufbinden, dass er sich so sehr nach der Freiheit sehnte und nach 'normalen' Aktivitäten von Paaren auf Dates wie der Jüngere auch. Zwar würde Castiel das niemals gegen ihn verwenden, doch was war mit Elias?
Ehe seine Gedanken zu weit gehen und seine Wut sich ins unermessliche steigern konnte spürte er Arme um sich und sanfte Streicheleinheiten auf seiner Brust. Zudem konnte er spüren, wie Castiel sanfte Küsse und Bisse in seinem Nacken verteilte. Sofort entspannte sich Rubin etwas, wenn auch nicht vollkommen. Natürlich war seine Wut nicht sofort ganz verschwunden, dennoch beruhigte er sich allmählich ganz leicht. Castiel tat an sich nicht viel, doch einfach die Art wie er eben das tat, was er nun einmal tat, hatte eine beruhigende Wirkung auf den rothaarigen jungen Mann. Nur bei Castiel wurde er zum Schmusekätzchen; was ihn selber immer wieder mehr als nur verwunderte.
Schweigend hörte er den Worten seines Freundes zu, gab vielleicht gelegentlich ein schwaches Schnauben von sich. Er kannte Castiels Dickkopf, doch würde das reichen? „Und wie genau willst du das anstellen?“, gab er murmelnd von sich; die Wut war ihm immer noch anzuhören. Da half es auch nicht, dass sein Freund sich zu ihm vorbeugte und zuversichtlich anlächelte. Auch der Kuss auf seiner Wange beruhigte ihn nicht genug, dass er der ganzen Sache zuversichtlich gegenüberstehen konnte. In den Augen der Ärzten war er eben eine Gefahr für die Welt da draußen – verfickter Mist. „Wir werden nicht zusammen gehen können, das heißt wir werden den Tag hier verbringen müssen, Süßer...“
Wider seiner Worte, die immer noch deutlich machten, wie gefrustet er war, umspielte auch seine Lippen ein leichtes Grinsen; einfach, weil er sich von Castiel anstecken ließ. Dieser Kerl hatte wirklich keinen guten Einfluss auf ihn. „Dann jetzt eben: Alles Gute zum Geburtstag und willkommen in der noch bescheuerten Welt der Erwachsenen.“ Mit diesen Worten legte er seine Lippen für einen kurzen Kuss wieder auf die von Castiel, ehe er sich erneut löste und erneut die Wand vor sich fixierte; immer noch wütend auf die verfluchte Situation.

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Castiel Alvarez

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BeitragThema: Re: Du hast also Geburtstag, Liebster? - Komm, suchen wir die Freiheit!   Di Sep 29, 2015 6:32 pm

Wieso half es nicht? Normalerweise entspannte Rubin immer sofort, wenn Castiel seinen Nacken oder auch generell seinen Körper so bearbeitete. Der Schwarzhaarige schloss daraus, dass sein kleines rothaariges, wildes Kätzchen noch wütender war als sonst. Das war nicht gut. Heute sollte eigentlich ein schöner Tag werden – und nicht nur für Castiel, weil er Geburtstag hatte, sondern auch für den Menschen, den er am meisten liebte. Er wollte etwas zusammen mit seinem Liebsten etwas unternehmen, ihn auch einmal aus vollem Herzen lachen hören. Wenn Castiel sich zurück erinnerte, hatte es so eine Situation noch nie gegeben. Rubin lachte nie. Er grinste – auf fiese, dreckige oder auch anzügliche Art – und schenkte ihm vielleicht mal ein sanftes Lächeln, aber ein richtiges Lachen hatten seine Ohren noch nie vernommen. Vielleicht ein fieses, welches voller Hass und Ironie gefüllt war, ja, vielleicht auch sogar eines, was sehr sadistisch klang – aber keines war von Freude erfüllt. Castiel fragte sich, wie Rubins Lachen wohl klingen musste. Heute war so ein Tag, wo er es hören würden können. Diese Chance musste er nutzen! Vielleicht würde das Lachen seines Geliebten erklingen, wenn sie im Kino waren oder etwas essen gingen. Diesen Tag musste er nutzen! Und diese gottverdammte Klinik würde ihm keinen Strich durch die Rechnung machen!
Auch als Castiel seinem festen Freund versichern wollte, dass sie hier raus kämen, klang er nicht gerade begeistert. Der Schwarzhaarige konnte Rubin einfach nicht überzeugen. Dennoch ließ er sich davon nicht entmutigen, schon gar nicht an so einem Tag wie heute. „Das lass mal meine Sorge sein, wie genau ich das anstelle“, antwortete er auf Rubins gemurmelte Frage, „Das bekomme ich schon hin. Du weißt doch, wenn ich etwas will, dann schaffe ich das auch!“ Ein beinahe schon selbstsicheres Grinsen legte sich auf Castiels Lippen – ein seltener Anblick. Doch er musste es sein, sonst würde er wohl seine eignen Worte nicht glauben.
Rubin war ein elendiger Pessimist. Sofort verdunkelte sich Castiels Miene, als Rubin immer und immer wieder dagegen sprach. Er trat seine Hoffnungen und Träume einfach mit Füßen. Heute sollte ein toller Tag sein, wo beide Freude empfanden. Wieso musste Rubin sich dann mit seinem Dickkopf dagegen stellen und immer so realistisch sein?! Castiel ballte seine Hand zu einer Faust und boxte Rubin gegen die Schulter. „Gott, sei doch nicht immer so pessimistisch!“, knurrte er schon beinahe. Dann verschränkte er seine Arme vor der Brust und setzte sein schmollendes Gesicht auf. Das hatte Rubin jetzt davon!
Die nächste Worte Rubins machten alles aber wieder gut. Niemand außer dem Rotschopf hatte die Fähigkeit, Castiels negative Gefühle mit einer Geste oder ein paar Worten zu vertreiben. Sofort fand sich wieder ein Grinsen auf seinen Lippen. Es wirkte beinahe schon amüsiert. „Oh, in der Welt der Erwachsenen bin ich schon lange“, konterte er nur und erwiderte den Kuss, welcher Rubin ihm schenkte, nur zu gerne. Dennoch war er für Castiels Geschmack viel zu schnell vorbei. Er beobachtete, wie sein Schatz aufstand und die Wand fixierte. Herr Gott, war er immer noch wütend? „Sein Jähzorn bringt ihn irgendwann noch mal ins Grab“, flüsterte Elias in Castiels Kopf hinein, dieser ignorierte diesen Satz jedoch einfach. Stattdessen stand er von seinem Bett auf und umarmte seinen Freunden von hinten. Es war Zeit für Castiels Geheimwaffe, die Rubin sofort wieder auf andere Gedanken bringen würde. Ja, dann würde auch seine Wut verfliegen, da war Castiel sich sicher. Zudem würde Rubins Sehnsucht nach ihm steigen, so wie er seinen Freund kannte. Das war doch auch nur hilfreich, oder nicht?
Castiel bewegte seine Hüfte leicht aufreizend an Rubins Oberschenkel. Jeder andere hätte sich wohl direkt dem Gesäß zu gewendet, doch es gab einfach Stellen an Rubins Körper, die nicht berührt werden sollten. Die hatte er inzwischen auch schon fast alle herausgefunden. Man spürte wie Castiels Glied sich etwas versteifte und so gegen Rubins Bein drückte. „Du hast mich doch in die Welt der Erwachsenen eingeführt“, säuselte er in sein Ohr, ehe dieses erotische Schnurren erklang, auf das Rubin so stand. Castiel hauchte ihm einen Kuss auf den Hals, ehe er sich löste und sich von Rubin abwand. „Und jetzt gehen wir frühstücken“, legte er fest, grinste breit und wandte sich seinem Kleiderschrank zu. Er suchte sich ein einfaches T-Shirt und eine Jeans heraus, welche er anzog. Dann verließ er sein Zimmer und machte sich auf den Weg in den Frühstückssaal.

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Rubina Harper

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BeitragThema: Re: Du hast also Geburtstag, Liebster? - Komm, suchen wir die Freiheit!   Di Sep 29, 2015 6:34 pm

Dein Dickkopf in allen Ehren, Cas... Aber einen Mörder lässt die Klinik dennoch nicht nach draußen... Bei diesem Gedankengang hatte Rubin zum ersten Mal das Gefühl, dass er seine Morde bereuen würde. Nicht unbedingt den Mord an seine Eltern, aber vielleicht den an diesen komischen Pfleger. Gut, im Grunde war dieser ja selber schuld gewesen; hätte er ihn eben nicht Rubina nennen sollen. Aber was hätte er denn sonst tun sollen? Er war damals eben noch empfindlicher bei diesem Namen gewesen als jetzt noch. Auch jetzt würde er noch auf Menschen los gehen und sie am liebsten mit seinen eigenen Händen köpfen; von Castiel abgesehen, aber dieser hatte ja schon immer einen gewissen Welpenschutz noch gehabt. Natürlich war er kein Welpe in dem Sinne, denn Rubin war ja mit keinem kleinen Kind zusammen. Man könnte auch einfach sagen, dass Castiel bei dem Rothaarigen besondere Rechte hatte, die es ihm ermöglichten so manchen Wutausbrüchen von Seiten Rubins irgendwie stand zu halten; davon abgesehen, dass der Schwarzhaarige auch nach den knapp achtzehn Monaten Beziehung wusste, wie sein Freund so tickte. So blieb Castiel so manches Leid erspart und Schmerzen beschränkten sich bei ihnen beiden nur auf sehr gewagte Sexspielchen, zu denen aber der Jüngere ja nie nein sagte. Natürlich setzte Rubin da seinen Willen durch und versuchte seine Sehnsucht danach, anderen Schmerzen zuzufügen und deren Blut zu sehen, zu stillen, dennoch würde er Castiel niemals zu etwas zwingen, was dieser nicht wollte. Sobald er aber die Chance witterte, dass Castiel selber sich versuchte von etwas abzuhalten, konnte er doch schon einmal geschickt ein paar Hebel umlegen und Maschen aufziehen, die immer wirkten; und sofort war Castiel in seinen Armen hilflos gefangen und ihm vollkommen erlegen. So wie er selber auch gerne einmal dem Schwarzhaarigen erlegen war...
Langsam schüttelte Rubin den Kopf. So langsam kam er bei seinen eigenen Gedankengängen nicht mehr mit. An sich nichts schlimmes, denn spätestens als Castiel eine Geste vollführte, die den Rothaarigen völlig aus der Bahn warf, waren alle seine Gedanken an das eben vergessen; für den Moment zumindest. „Fuck, Cas! Was sollte das denn?!“ Es hatte nicht gerade weh getan, dieser Fluch war eher ein Ausdruck von Rubins Verwunderung. Seit wann boxte sein Freund ihn? Erhob sozusagen mehr oder weniger die Hand gegen ihn? Ein leichtes Knurren entwich ihm und am liebsten wollte er noch etwas sagen, als er bemerkte, wie sein Freund nun da saß. Die Arme vor der Brust verschränkt und die Lippen zu einem sehr gekonnten Schmollmund verzogen. In anderen Momenten hätte Rubin sich jetzt einmal über die Lippen geleckt und wäre dann – mehr oder weniger – über seinen Freund hergefallen. Vor allem, wenn Castiel so vor ihm saß, wurde Rubin meistens schwach. Diese bockige und widerspenstige Art hatte einen richtig verruchten Touch an sich; etwas, was Rubin verdammt liebte. Natürlich gab es noch unzählige andere Wege, wo er Castiel attraktiv und verführend fand; diese Art gehörte allerdings zu seinen Top Five. Aber wie gesagt, um eben jetzt über ihn herzufallen und den Sex nun vorzuziehen, müsste die Situation eine andere sein. Just this moment verdrehte der Ältere nur die Augen. „Ich bin nicht pessimistisch, sondern einfach nur realistisch. Ehrlich, Cas, du könntest dich als männliche Schlampe diesen Wichsern verkaufen und sie würden mich nicht gehen lassen; gib es auf....“ Und mit einem Knurren fügte er hinzu: „Davon abgesehen, dass sie alle einen Kopf kürzer wären, wenn sie dich so erleben würden, wie nur ich es darf...“ Denn Castiel gehörte zu ihm. Und ja, auch wenn Rubin es nicht direkt und offen sagte wusste er es selber, dass er alleine zu dem schwarzhaarigen jungen Mann gehörte.
Auch auf die nächsten Worte verdrehte er nur die Augen; dieses Mal aber mit einem leichten Grinsen, welches seine Lippen umspielte. Anstelle aber zu antworten konzentrierte er sich auf den Kuss, den er aber schon bald wieder löste und seine Aufmerksamkeit der Wand gegenüber schenkte. Jedoch blieb er nicht lange sitzen, da die Wut ihn wieder einholte. Erneut knurrend stand Rubin auf und fuhr sich verzweifelt durch seine roten Haare. Diese Wut war immer noch nicht ganz verraucht, was ihn irgendwo noch wütender machte; ein verfickter Teufelskreis.
Von einer Sekunde auf die andere aber wurde seine Wut wie auf Knopfdruck abgestellt. Dafür spürte er ein Verlangen in sich, welches nach und nach immer mehr an zustiegen schien. Schuld daran war sein Freund, der die Arme von hinten um ihn gelegt hatte und sein kostbares Glied gegen den Oberschenkel des Rothaarigen drückte; eine Stelle, wo Rubin mehr als empfindlich war, sodass ihm ein leichtes Keuchen entwich, dicht gefolgt von einem tiefen Knurren. Der Kuss an seinem Hals verstärkte die Lust, die immer mehr durch den schon leicht erregten Körper jagte. Doch ehe er selber etwas tun konnte, hatte sich Castiel wieder von ihm gelöst und schien ihn mit den nächsten Worten verspotten zu wollen. Frühstück? War das jetzt sein ernst? Nachdem er angefangen hatte die Lust in ihm auf einen kleinen wundervollen Fick zu wecken? Natürlich war Castiel für ihn mehr wert, als nur eine kleine Nummer zwischendurch; nicht umsonst wären sie beide ein Paar. Aber der lang ausgeführte Sex, mit allen kitschigen und blutigen Anhang sollte ja erst heute Abend stattfinden, oder nicht? Da wäre das nun einmal ein kleiner Fick gewesen; so kurz vor dem Frühstück. Fassungslos starrte Rubin aber nun seinen Freund an, welcher sich ein T-Shirt und eine Hose anzog, ehe er das Zimmer verließ und sich wahrscheinlich auf den Weg zum Speisesaal befand. Kopfschüttelnd folgte Rubin seinen Freund, während er seine Hände in den Hosentaschen versteckte. Er brauchte nicht lange, bis er zu dem Schwarzhaarigen aufgeholt hatte. Geschickt packte er dessen Handgelenk, hielt ihn fest, während er ihm mit rauer Stimme ins Ohr raunte: „Noch ein wenig mehr und ich könnte nicht versprechen, dich nicht vor allen anderen beim Frühstück flach zu legen...“ Damit ließ er ihn los, versteckte seine Hände wieder in den Hosentaschen, ehe er nun voran ging um das Ziel – den Speisesaal – zu erreichen.

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Castiel Alvarez

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BeitragThema: Re: Du hast also Geburtstag, Liebster? - Komm, suchen wir die Freiheit!   Di Sep 29, 2015 6:38 pm

Bitte was?! Castiel blinzelte und musterte seinen Freund. Er brauchte einen Moment, um die Worte des Rotschopfes zu begreifen. Männliche... Schlampe...? Er erstarrte sofort, als die Worte sich in seinem Kopf erneut gebildet hatten. Castiel sah sich selbst, mit 14 Jahren unter Takumi liegen. Hände glitten über seinen Körper, kratzten ihn. Er hörte sein eigenes Keuchen. Ob es erregt klang? Nein, bestimmt nicht. Viel mehr war es mit Anstrengung gefüllt. Castiel musste sich zusammenreißen, um nicht zu schreien. Körperliche Schmerzen fühlte er schon lange nicht mehr. Sein Körper war taub geworden für das, was Takumi ihm antat. Es war eine Erleichterung, sicherlich, aber viel besser machte es die ganze Situation nicht. Castiel war gebrochen. Takumi hatte seine Seele in viele kleine Teile aufgespalten, wie ein zersplittertes Stück Glas; welches gerade zu Boden gefallen war. An ihm gab es nichts mehr, was man noch hätte kaputt machen können. Warum, warum tat es dann dennoch so weh? Warum hörte es nicht endlich auf?! Mit einem Mal schrie Castiel, als Takumi tief in ihm kam und erneut seine Spuren auf dem schon geschändeten Körper hinterließ. Oh ja, dieser Schrei hatte seinen Peiniger einem Höhepunkt beschert, mal wieder. Es war nichts Neues. Castiel hob seinen Blick und musterte seinen „Freund“. „Oh, deine Schreie sind das beste“, säuselte er in sein Ohr, „Meine kleine, süße Schlampe...“
Abrupt brach die Erinnerung ab, sehr zu Castiels Erleichterung. Dennoch hatte sie dafür gesorgt, dass sein gesamter Körper zitterte. Rubins Worte waren mehr oder weniger doch an ihm vorbei gerauscht – nur das „männliche Schlampe“ war hängen geblieben, ein Auslöser für diese Erinnerung. Rubin war Schuld, auch wenn er es wohl nicht bewusst getan hatte. Castiels verängstigter Blick suchte den Rubins. Wusste sein Freund, was er dem Schwarzhaarigen mit diesen Worten angetan hatte? Bevor Cas jedoch noch irgendetwas zu seinem Geliebten sagen konnte, mischte Elias sich ein. Wenn es etwas gab, was Elias noch mehr aufregte als wenn man Castiel falsch anfasste, dann waren es die Erinnerungen an Takumi. Castiels Augen veränderten sich in jenem Moment. Das helle Blau, welches so tief wie die Meere zu sein schien, wurde dunkler – fast schon so wie das Meer bei Nacht.
„Spinnst du eigentlich?!“, kam es auf einmal knurrend aus Castiels Mund. Castiel? Nein, es war Elias, der nun sprach. Er konnte das nicht auf sich sitzen lasen, was Rubin seinem Schützling angetan hatte. „Du bezeichnet Cas als ,männliche Schlampe'? Du verfickter, kleiner Bastard!“ Elias packte Rubin an seinem Kragen und zog ihn dicht zu sich heran. „Wage es nicht noch einmal, Castiel so anzusprechen, oder du endest wie Takumi, haben wir uns verstanden, du kleiner Flachwichser?!“, gab er Rubin mit bedrohlicher Stimme bereit. Castiel, tief in im Inneren seiner Seele gefangen, hatte sich inzwischen wieder etwas gefangen. Dass Elias ihn nun so dumm von der Seite anmachte, passte Castiel nicht. Ja, selbst in solchen Momenten meldete sich der Besitzanspruch auf Rubin. Es war sein Freund, er war der Einzige, der ihm zeigen durfte, was er falsch gemacht hatte. Niemand sonst, schon gar nicht diese verfickte psychische Störung, die auf den Namen „Elias“ hörte. Da mochte er sonst noch viel Macht über Castiel haben, wenn es um Rubin ging, verlor er diese in einem Augenblick auf den nächsten. „Zieh dich zurück!“, zischte Cas in Gedanken und versuchte somit den tollwütigen Elias zurückzupfeifen. Elias musterte Rubin nur noch hasserfüllt, ehe er dann doch Castiels Befehl befolgte.
Castiels Körper entspannte sich wieder, seine Gesichtszüge wurden weich. Der eigentliche Besitzer dieses Körpers war zurück. Er lehnte sich leicht an seinen Freund, suchte Halt bei dem Mann, der ihm den eigentlich nicht geben konnte. Eine Weile lang herrschte Stille, ehe Castiel zu sprechen begann: „Es ist nicht deine Schuld... Du kannst nicht wissen, dass … dass er mich manchmal ,seine kleine, süße Schlampe' genannt hat. Aber da du es jetzt weißt, sag das bitte nie wieder, ja?“ Für einen Moment war seine Stimme brüchig. Er atmete einmal tief ein. Rubins Geruch stieg in seine Nase. Ja, das beruhigte ihn. Dennoch brauchte er noch ein wenig von Rubins Nähe, um sich ganz zu beruhigen. Er löste sich wieder von seinem Freund. „Es ist wirklich nicht deine Schuld“, setzte er nach, ehe er sich vorbeugte und seinem Freund ein fast schon keusches „Ich liebe dich“ ins Ohr hauchte. Wenn man bedachte, was sein Inneres in den letzten Momenten durchgemacht hatte, waren diese Worte noch sehr viel mehr wert als sonst.
Als sie sich auf dem Flur befanden, hatte Rubin ihn sehr bald schon wieder eingeholt. Ein verwunderter Ausdruck kam über seine Lippen, als Rubin nach seinem Handgelenk griff und es festhielt. Bald schon befand er sich in der Nähe seines Geliebten und hörte dessen rauchige und dunkle Stimme direkt an seinem Ohr. Wenn Rubin solche Sachen sagte, musste Castiel sich das alles unwillkürlich vorstellen. Er sah sich selbst unter Rubin liegen. Hände glitten über seinen Körper, kratzten ihn. Moment, war das nicht dieselbe Situation wie mit Takumi? Nein, etwas war anders. Der Ausdruck ins Rubins dunklen, verführerischen Augen glich nicht dem Takumis. Rubin liebte ihn, Takumi hatte es nie wirklich getan. Das war der Unterschied daran. Deshalb, und auch nur deshalb, fand Cas diese Vorstellung mehr als erregend. Besonders, da in seiner Fantasie noch andere zusahen. Es war irgendwie pervers, ja, aber es hatte auch einen gewissen Reiz, erwischt und beobachtet zu werden. Wäre Castiel nicht so schüchtern, zumindest was so etwas in der Öffentlichkeit betraf, hätte er Rubin vielleicht gewähren lassen. Aber nein, es ging nicht. Nicht dort im Speisesaal.
Castiels erregter Schauer, der über seinen Körper glitt, machte ihm dennoch das Denken schwer. Mit einem Mal gefiel es ihm nicht mehr, dass sein Freund in Richtung des Speisesaals ging. Gut, er hatte selbst gesagt, dass sie jetzt frühstücken würde, aber mal ehrlich? Wenn er die Wahl zwischen dem heißen Körper seines Freundes und einem schlabbrigen Käsebrötchen hatte, würde er auf jeden Fall immer Rubin wählen. Verdammt noch mal! Wenn Rubin so etwas sagte, war Castiel doch sofort schwach, war ganz Sein. Das wusste Rubin. Cas war sich sicher, dass er das mal wieder ausnutzte, aber ändern konnte er daran jetzt nichts. Er musste einfach seinen Gefühlen folgen!
So griff er nach Rubins Hand, zog ihn direkt hinter sich her, zurück in sein Zimmer. Er schloss die Tür ab und entledigte sich sofort seiner Klamotten, die er gerade eben eigentlich erst angezogen hatte. Doch sie brauchte er gerade nicht. Seine Augen verdunkelten sich ein wenig, aber nicht, weil Elias die Kontrolle hatte, sondern weil Castiel wollte, dass Rubin seine Worte in die Tat umsetzte – mehr oder weniger. „Dann leg mich doch einfach flach“, raunte er dem Größeren zu und sah zu ihm hoch – mit diesem gewissen Blick, den er immer hatte, wenn er mehr von Rubin wollte.

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BeitragThema: Re: Du hast also Geburtstag, Liebster? - Komm, suchen wir die Freiheit!   Di Sep 29, 2015 6:39 pm

Das seine Worte seinen Freund verletzt hatten war dem Rothaarigen nicht sofort klar gewesen. Wie denn auch? Natürlich wusste er von Castiels Exfreund, diesem Takumi, aber dennoch hatte er nicht gewusst, dass seine Worte eine Erinnerung an eben jenen ausgelöst hatten. So blinzelte er erst nur verwirrt, als Castiel ihn erst mit geweiteten Augen ansah und dann dessen Körper anfing zu zittern. Was hatte das denn jetzt zu bedeuten? Ehe er aber reagieren konnte hatte sich Elias schon eingeschaltet. In anderen Momenten hätte er sich gegen das zweite „Ich“ seines Freundes gestemmt, doch dieses Mal war es ihm einfach unmöglich. Es war das erste Mal – und wohl auch das letzte Mal -, dass Rubin in Elias Fängen willenlos war, sich nicht wehrte. Und es war auch das erste Mal, dass man an seinen Schuldgefühlen appellierte. Elias Worte rauschten an ihm vorbei, dennoch nahm sein Unterbewusstsein sie wahr – mehr als nur gut. Was hatte Takumi seinem Freund angetan, was Rubin nicht wusste? Er kannte die Geschichte, wie Elias entstanden war; wusste, dass der Kerl, der Exfreund von Castiel, ein verfickter Mistkerl gewesen war. Doch irgendetwas musste ja jetzt gewesen sein, dass Elias so gereizt hatte, dass er sich seit langen wieder gegen den Rothaarigen gewendet hatte. Was hatten seine Worte 'männliche Schlampe' mit Takumi zu tun? Davon abgesehen, dass Rubin es nicht so gemeint hatte. Für ihn war Castiel das nicht, kapierte Elias das nicht? Es war Rubin selber ja auch noch ein Rätsel wieso es so war, aber er liebte den schwarzhaarigen jungen Mann; abgöttisch und mit allem, was er hatte. Auch, wenn er es diesem noch nie so gesagt hatte, war es nun einmal war. Wieso sonst hätte er, der sich noch nie etwas aus zwischenmenschlichen Beziehungen gemacht hatte, sich sonst auf eine feste Beziehung zu einer bestimmten Person eingelassen? Wieso sonst wären Castiel und er schon seit 1 ½ Jahren liiert? Das würde er gerne einmal von Elias wissen, konnte diesen aber nicht fragen. Zu sehr nagten Schuldgefühle an ihm, die es ihm gerade unfähig machten irgendetwas zu tun oder zu sagen; eben deshalb war er ja auch in Elias Fängen mehr als nur gefangen. Verfluchte Scheiße!
Langsam kehrte wieder Leben in den Körper zurück. In Rubin wuchs der Wunsch, sich gegen Elias zu stemmen, denn wenn er eine Sache hasste, dann war es die, wenn er so gehalten wurde; so, als wären ihm die Zügel aus der Hand genommen worden. Und genau das hatte Elias ja auch für diesen ganz kurzen Augenblick ja auch getan – ihm die Zügel aus der Hand genommen. Und er? Er hatte sie ihm gegeben, hatte sich nicht wehren können. Doch nun, wo er dazu bereit war die Zügel wieder an sich zu nehmen veränderten sich Castiels Gesichtszüge; nun war es wirklich Castiel, der da vor ihm stand. Fast schon automatisch legte Rubin seine Arme um den Körper seines Freundes. Castiel suchte Halt, das spürte er. Doch konnte er ihm das geben? Natürlich wollte er es versuchen, doch konnte er das? War er nicht – laut Elias zumindest, und dieses Mal könnte der Rothaarige dem anderen „Ich“ seines Freundes sogar glauben – schuld an dieser seltsamen Situation, die ihn zum ersten Mal wieder vollkommen aus der Bahn geworfen hatte?
Ehe er etwas sagen konnte sprach Castiel zu ihm. Anstelle einer Antwort gab Rubin ein Knurren von sich, ehe er seinen Freund enger an sich drückte. „Er hat – was?!“ Nun konnte er Elias Wut verstehen. Nein, er hatte nicht gewusst, dass Takumi seinen Freund so bezeichnet hatte. Und das letzte, was Rubin wollte, war wie Takumi zu sein. Nein, er wollte bestimmt nicht mit dieser Missgeburt verglichen werden. Wo wären sie denn dann gelandet? Nein, es gefiel ihm nicht, dass er etwas getan hatte, was dieses Arschloch damals gemacht hatte. Schweigend hörte er Castiel zu, hörte sich auch dessen Liebesgeständnis an. Zwar konnte er es nicht erwidern – auch nach der langen Zeit ihrer Beziehung noch nicht -, aber ihm entging nicht, dass die Worte dieses Mal eine noch ernstere Bedeutung hatten als sonst schon. Nur deshalb, und wahrscheinlich wirklich nur deshalb, brachte er Worte zustande, die er sonst niemals gesagt hätte: „Es tut mir dennoch leid, Cas....so leid...“

Das letzte, womit Rubin gerechnet hatte, war ein Sinneswandel seines Freundes. Castiel war so überzeugt gewesen, dass er nun Frühstücken gehen wollte, dass Rubin nicht damit gerechnet hatte, dass sein Freund nach seinen Worten das Frühstück würde vergessen können. Es war ja auch nicht gemeint gewesen, dass er ihn jetzt ohne wenn und aber flach legen wollte, aber es war nun einmal der Ausdruck dafür gewesen, dass Castiel in ihm schon die Lust geweckt hatte. So war er natürlich verwundert gewesen, als er am Handgelenk aufgehalten und von dem Schwarzhaarigen wieder zu dessen Zimmer gezogen wurde. Schnell hatte er verstanden, was Castiel vorhatte und ganz sicher würde er dazu nicht nein sagen. Auch wenn das nicht wirklich der Plan gewesen war, diese Planänderung gefiel ihm ungemein.
Grinsen schloss er die Tür, schloss sie sogar ab; immerhin sollte sie ja keiner stören. Sein Blick glitt über den entblößten Körper seines Freundes. Dass sie vorhin noch von Takumi genau an dieser Stelle gesprochen hatten, war für diesen Moment vollkommen vergessen; für sie beide anscheinend. Castiels Worte waren das gewesen, was Rubin hatte hören wollen. Mit ein paar zügigen Schritten war er bei seinem Freund, zog ihn nahe zu sich heran. Seine Lippen, die er kurz darauf mit denen von Castiel verschloss, bewegten sich sowohl begehrend als auch besitzergreifend auf denen des Jüngeren. Seine Hände strichen über den Körper seines Freundes, versuchten jede Stelle zu berühren, an die er so nun heran kam. Ja, das gefiel ihm viel besser als das Frühstück, welches sie hier nun serviert bekommen hätten. Langsam drängte er den anderen Körper zurück an die Kante des Bettes und drückte sich so gegen Castiels Körper, bis dieser nach hinten fiel. Den Kuss nicht lösend kniete Rubin sich über seinen Freund, während seine Hände weiter den Körper berührten und erkundeten, den er so liebte; welcher zu dem Mann gehörte, den er liebte.

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BeitragThema: Re: Du hast also Geburtstag, Liebster? - Komm, suchen wir die Freiheit!   Di Sep 29, 2015 6:40 pm

Bald schon bekam Castiel das, was er wollte. Oder war es das, was Rubin wollte? Castiel konnte es nicht genau sagen, vielleicht war es auch einfach, dass sie beide wollten. Das war sowieso das Beste. Sex war nur gut und in Ordnung, wenn beide ihn wollten. Der Schwarzhaarige hatte oft genug welchen gehabt, wo er nicht gewollt hatte – doch daran wollte er jetzt nicht denken. Stattdessen musterte er seinen Freund, der ihn in diesem Moment besitzergreifend an sich zog und ihn genau so küsste. Sofort war ein Feuer in Castiel erwacht, welches er selbst nur zu gut kannte. Nur Rubin konnte der Auslöser dafür sein, zumindest kannte Cas es nicht anders. Der Kuss wurde sofort heiß von dem Schwarzhaarigen erwidert, welcher seine Arme um Rubins Nacken legte und diesen bei dem Kuss leicht kraulte. Zeitgleich drückte er seinen Körper an den des Größeren, passte sich diesem perfekt an. Rubin schien es zu gefallen, denn auch er drängte sich seinem Schatz immer mehr entgegen. Warme Hände bahnten sich einen Weg über den schon entblößten Körper, fanden die Spur über Castiels Rücken direkt bis zu seinem Hintern. Castiel löste den Kuss sofort und zischte leicht auf. Oh, musste er ihn unbedingt da berühren? Rubin wusste genau, dass das einer von Castiels erogenen Zonen war. Wenn man ihn dort berührte, war er sofort willig und ließ beinahe alles mit sich machen.
„Das ist nicht fair!“, rief er beinahe schon empört aus, konnte jedoch nicht länger widerstehen, als Rubins Finger nicht von ihm ließen. Castiel konnte nicht anders als leise zu stöhnen. Oh ja, in Rubins Händen war er wirklich wie Wachs, nur der Rotschopf brachte Castiel so zum schmelzen. Nur zu gerne ließ er sich von seinem Freund auf das Bett drücken. Erneut vereinten sich ihre Lippen, spielten ein Spiel miteinander, welches sie nur zu oft spielten. Wurde es nicht irgendwann mal langweilig? Oh Gott, nein. Castiel wollte es eigentlich öfter und immer, immer mehr davon. Es sollte niemals aufhören. Für den Rest seines Lebens wollte er unter Rubin stöhnen, wimmern und schreien – und auch nur seinen Namen. Nie wieder sollte ein Anderer über seine Lippen kommen.
Als Rubin auf ihm lag, spürte er, wie dieser sich seinen Brustwarzen zu wandte – seine zweite, sehr erogene Stelle. Castiel löste ihre Lippen von einander und musterte ihn, beinahe schon strafend. „J-Jetzt auch noch da?“, fragte er nach und hob beide Augenbrauen, „Heute spielst du wirklich mit unfairen Mitteln, Schatz.“ Das ,Schatz' klang doch ein wenig ironisch. Nein, Castiel war nicht unbedingt der Typ für Kosenamen. Weiter konnte er sich allerdings nicht dazu äußern, da Rubin seine Tat fortsetzte. So stöhnte Castiel erneut leise auf. Die Behandlung ließ er sich genießend über sich ergehen. Zeitgleich hob er allerdings sein Knie, nicht, um es Rubin in die Weichteile zu rammen, sondern um es geschickt daran zu reiben.

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BeitragThema: Re: Du hast also Geburtstag, Liebster? - Komm, suchen wir die Freiheit!   Di Sep 29, 2015 6:41 pm

Es gefiel Rubin mehr als nur gut, wie willig Castiel auf seine Berührungen reagierte. Sowohl auf die ersten Berührungen, die er an dessen ersten empfindlichen Stelle, seinen verdammt heißen Hintern, anstellte, als auch dann die, wo er die Brustwarzen seines Freundes verwöhnte. Auf die Worte seines Freundes antwortete er wieder beim ersten, noch beim zweiten Mal. Eher wurde das Grinsen, welches seine Lippen langsam umspielte, immer breiter. Man konnte es nicht als fies oder gemein bezeichnen, sondern eher lasziv. Seine Augen leuchteten gefährlich und strahlten dieselbe Dunkelheit aus, welche auch die blauen Iriden von Castiel bedeckte; es war eben ein Blick der puren Lust. Und das erlebte er ja nun einmal nur, wenn er mit dem Schwarzhaarigen zusammen war. Klar hatte er schon mit anderen Leuten geschlafen, aber niemand war interessant genug gewesen um für mehr als eine Nacht hin zu halten. Gut, manche hatten doch schon für den zweiten oder dritten Sex hergehalten, aber keiner war eben so wie Castiel gewesen; vielleicht lag es auch daran, dass er vorher noch nie verliebt gewesen war. Zum zweiten Mal heute wunderte er sich sehr über sich selber, wie er sich so hatte verändern können; in seinen Augen doch irgendwo negativ. Natürlich war er für alle anderen in dieser bekloppten Anstalt noch immer das verdammte Arschloch, was ein Herz aus Stein hatte. Doch Castiel hatte aus ihm eben dieses Schmusekatze gemacht, welches er von selbst niemals geworden wäre. Früher hatte er Kuscheln gehasst, die Zeit zu weit. Es war nicht so, dass dieser klischeehafte, kitschige Teil zu seinen Favoriten gehörte, dennoch ließ er zu neunzig Prozent über sich ergehen, wenn er seinen Freund damit glücklich machen konnte. Man, war Liebe ein bescheuertes Gefühl. Wieso gab es das überhaupt?
Castiels Lustlaute machten es für den Rothaarigen schwer allzu genau darüber nachzudenken. „Ich spiele nicht mit unfairen Mitteln, Liebster, ich spiele doch nur auf meine Art – so wie du auch gerne spielst.“ Genau wie Castiels 'Schatz' klang auch dieses 'Liebster' ebenso ironisch. Frech biss Rubin seinem Freund in dessen Brustwarzen, musste es aber kurz darauf wieder lösen, weil er einmal laut aufstöhnen musste. Castiels Knie hatte sich gegen seine Körpermitte gedrückt und simulierte Rubins Penis nun durch die Hose hindurch. Ein erregtes Knurren entwich seiner Kehle, während er lüstern zu dem willigen Körper unter sich herunter sah. „Willst du mich so sehr reizen, dass ich dich sofort vögel?“ Ihnen war beiden klar, dass diese Aktion – zumindest für Castiel – mit starken Schmerzen verbunden sein würde. Natürlich liebte Rubin es, wenn sein Freund Laute des Schmerzes von sich gab; aber nur, wenn sie mit der gleichen Prozentzahl von Lustlauten vermischt waren. Wenn Castiel nur reinen Schmerz fühlte, dann machte es Rubin keinen Spaß. Bei anderen wäre es ihm egal. Bei anderen hätte er seinen Penis auch schon längst in dessen After versenkt, wäre längst weiter als nun mit dem Jüngeren. Aber wie immer war Castiel eine Ausnahme. „Es liegt in deiner Hand...“, raunte er, beugte sich vor und biss in die Schulter seines Freundes; er wollte doch schon Blut mit im Spiel haben; wenn auch nicht so viel, aber ganz ohne konnte er eben nicht.

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Castiel Alvarez

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BeitragThema: Re: Du hast also Geburtstag, Liebster? - Komm, suchen wir die Freiheit!   Di Sep 29, 2015 6:41 pm

Spielen? Oh ja, Rubin spielte definitiv mit ihm. Dieses Glitzern in seinen Augen, welches beinahe schon bedrohlich wirkte, war ein Anzeichen dafür, dass der „Tiger“ in ihm erwacht war. Rubin war nicht nur Castiels Schmutzekätzchen, welches es liebte, mit ihm zu kuscheln und ihn zu küssen – sondern auch eine Art Tiger, Raubkatze, was auch immer, was es liebte, Castiel zu jagen und sich ihn einzuverleiben. Gut, ganz passte diese Metapher nicht, da immerhin Rubin derjenige war, der in Cas eindrang, aber von seinem Verhalten her stimmte es alle male. Castiel war aber gerne seine Beute, von jemand anderem wollte er es nicht sein, niemals. Ein amüsiertes, wenn auch erotisches Schnurren folgte, es klang doch auch ein wenig wie ein Lachen. Manchmal konnte man sich wohl fragen, wer von den beiden hier eigentlich die Katze war. Wahrscheinlich war wirklich Rubin der große, weiße Tiger, der das kleine schwarze Kätzchen Cas jagte. Oh ja, dieses Bild passte schon viel mehr auf die beiden. „Spielen, ich? Wie kommst du denn auf so etwas, mein Geliebter~?“, hauchte er fragend mit einer unschuldigen Stimme, während er einmal seinen Arm hob und mit sanften Fingerspitzen über Rubins Brust, welche noch von einem T-Shirt eingekleidet war, strich.
Ein weiterer Lustlaut stahl sich über Castiels Lippen, als Rubin in seine Brustwarze biss. Oh, das war einfach nur gemein. Wieso musste er ihn immer an den Stellen reizen, wo er so empfindlich war? Das war nicht fair, aber noch einmal würde er sich da nicht zu äußern. Das würde einfach nichts bringen. Rubin war ja immerhin ein Sturkopf. Castiels Aktion schien aber die richtige Rache zu sein, immerhin musste sogar Rubin aufstöhnen. Oh, wie Cas dieses Geräusch liebte! Stets jagte es ihm eine Gänsehaut über den Körper, so auch in diesem Moment. Eigentlich wollte er einen frechen Spruch loslassen, aber Rubins Worte ließen ihn inne halten. Cas wusste, wenn Rubin sich jetzt in ihm versenken würde, dass er vor Schmerzen aufschreien würde. Sicher, er hatte sich ein wenig daran gewöhnt und es tat nicht mehr ganz so weh wie am Anfang und ein wenig masochistisch war er ja auch, aber sie hatten heute immerhin noch viel vor. Da musste er ohne Probleme laufen können.
Gerade als er antworten wollte, biss Rubin ihn schon wieder in die Schulter. Statt einer Antwort keuchte er nur auf. Er spürte, wie sein Blut durch die Wunde lief. Leicht verdrehte er seine Augen, während er zeitgleich durch das rubinrote Haar strich. „Kleiner Vampir...“, murmelte er ihm nur zu, während er Rubin aber doch von sich wegdrückte. „So gerne ich es auch sofort wollen würde, heute können wir uns das nicht leisten“, erinnerte er seinen Freund, „Wir wollen heute noch raus, da muss ich laufen und sitzen können.“ Bevor Rubin etwas erwidern konnte, massierte Castiel wieder mit einem Knie Rubins Körpermitte. „Und jetzt widersprich mir nicht, sonst ruinierst du mir meinem Geburtstag“, fügte er mit einem seichten, fast schon unschuldigen Lächeln hinzu.

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Rubina Harper

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BeitragThema: Re: Du hast also Geburtstag, Liebster? - Komm, suchen wir die Freiheit!   Di Sep 29, 2015 6:42 pm

Ja, wie kam er darauf, dass Castiel ein Spieler war? An sich war die Frage leicht, denn sie beide liebten das Spiel mit dem Feuer und auch mit den Gefahren; mit Schmerzen und der verbundenen Lust. Wären sie beide nicht irgendwo Spieler, hätte ihre Beziehung dann überhaupt eine Chance? Hätten sie das solange ausgehalten schon zusammen? Davon abgesehen stellte Rubin sich diese Frage wirklich oft, oder eher formulierte er sie um: wie hatten Castiel und er es schon so lange aushalten können? Sie waren ans ich zwei totale und vollkommene Gegensätze. Vielleicht lag es daran, dass sie beide sich so akzeptierten, wie sie waren; mehr als nur geschundene Seelen, welche die Schattenseiten eines Lebens mehr als nur gut kannten. Was wenn sie sich beide in einer 'heilen' Welt kennen gelernt hätten? Würden sie dennoch so gut harmonieren und den psychisch gestörten Teil in dem jeweils andere akzeptieren? Es war nicht zu verneinen, dass sie beide wirklich einen an der Klatsche hatten; wieso sonst sollten sie hier fest sitzen? Hätten sie beide ein vollkommen normales Leben geführt, hätten sie einander wohl nicht einmal mit dem Arsch angesehen; zu schaden wäre das gewesen. Nein, sie waren zwar unterschiedlich und dennoch irgendwo gleich; mehr oder weniger. Auf Castiels Frage antwortete er nicht, denn an sich konnte sein Freund sich das doch auch irgendwo noch zusammen reimen, oder nicht? Zudem wäre das zu viel reden und zu viel reden war wieder abtörnend; zumindest wenn es so lange Sätze und Erklärungen waren. Ab und an ein paar kleine Wörter oder der ein oder andere Satz war in Ordnung; aber so eine gesamte Erklärung als würde man sich jetzt eine ganze Geschichte anhören? Nein, das konnte er nicht wirklich leiden, sodass er auf die Frage seines Freundes schwieg und sie damit überging.
Bei Castiels Berührung richtete Rubin sich nun auch auf und zog sein eigenes Oberteil aus; war es doch nervig noch die Kleidung zu tragen. Seine Hose würde auch gleich noch folgen, doch das hatte noch etwas Zeit. Erst einmal wollte er seinen Freund noch etwas reizen und ihm jetzt schon vollkommene Lust schenken, während er ja auch noch auf die Antwort wartete, wie er denn nun vorgehen solle. Natürlich würde er sich schon liebend gerne sofort in seinem Freund versenken und ihn vollkommen ausfüllen, doch wenn Castiel heute andere Pläne hatte würde Rubin ihn nicht zwingen können; es ging einfach nicht. Auch wenn es ihn frusten würde, würde er Castiel nicht einfach so flach legen, wenn dieser lieber die Vorbereitung für Blümchensex haben wollte. Denn ansonsten würde sein Freund total verkrampfen und es würde für sie beide ein mehr als nur unschönes Erlebnis werden; dann war sowieso alles dahin. So lauschte er den wundervollen Lustlauten, die der Jüngere von sich gab, als er ihm erst in die Brustwarzen und dann in die Schulter biss. Er ließ es zu, dass Castiel ihm durch seine Haare fuhr; das bisschen an Kontrolle gab er an den Schwarzhaarigen ab. An sich hatte ja er selber die Fäden immer noch in der Hand, denn Castiel war ihm ja, so wie er unter ihm lag, willenlos ausgeliefert. „Ich bin jetzt ein Vampir?“, murmelte er gegen die Haut seines Freundes, als er sich wieder von der Schulter löste und das heraustretende Blut ableckte. Es war zwar nicht so viel Blut im Spiel wie er es sonst gerne gehabt hätte, aber es war für diesen Moment immer noch besser als gar nichts, sodass er damit lebte, dass es nur dieser kleine Biss an der Schulter gewesen war. Heute Abend würde das definitiv anders ablaufen, da war Rubin sich sicher.
Als Castiel ihn etwas nach hinten drückte, richtete Rubin sich zwar auf, sah aber mit gerunzelter Stirn zu seinem Freund runter. Was sollte das denn jetzt werden? Die Antwort folgte sofort. Mit einem genervten Knurren kommentierte Rubin diese Aussage, wissend, dass sein Freund ja Recht damit hatte. Wenn er ihn jetzt wirklich für einen kleinen harten Sex vor dem Frühstück jetzt einfach so nehmen würde, würde Castiel den Rest des Tages nicht mehr sitzen können. Zwar glaubte Rubin immer noch nicht daran, dass sie beide Ausgang bekommen würden – Castiel ja schon, er selber auf keinen Fall -, dennoch widersprach er dem Schwarzhaarigen nicht; hatte er auch gar nicht die Chance dazu. Denn noch ehe er den Mund aufmachen konnte spürte er, wie Castiels Knie seinen noch eingesperrten Penis wieder durch die Hose hindurch massierte, was dem Rothaarigen wieder ein erregtes Stöhnen entlockte. „Hab ja schon verstanden...“, gab er knurrend von sich. Er rutschte von seinem Freund etwas runter und hielt ihm zwei Finger hin. „Dann befeuchte du sie wenigstens so, wie du sie haben willst...“ So stellte er sicher, dass Castiel ihm später nichts würde vorhalten können, er hätte es nicht gut genug gemacht. Zudem war der Anblick mehr als nur erregend, dem der Jüngere ihm dann bieten würde. Wieso also nicht beides dann verbinden?

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BeitragThema: Re: Du hast also Geburtstag, Liebster? - Komm, suchen wir die Freiheit!   Di Sep 29, 2015 6:43 pm

Ein erregtes Schaudern erfasste Castiels Körper. Rubins Stöhnen... Gab es etwas Schöneres? Zumindest gab es nichts Erregendes für den Jungen. Selbst der Körper seines Freundes, und meine Güte war das ein Traumbody, erregte ihn nicht so, wie die Lustlaute seines Geliebten. Castiel konnte sich vorstellen, dass es ähnlich erregend für Rubin war, wenn er vor Schmerzen und vor Lust schrie. Er wusste, dass sein Freund ein Sadist war. Viele mochten sich fragen, warum er dann noch mit ihm zusammen war. Manchmal fragte Castiel sich das selbst. Rubin war nicht wirklich der perfekte Freund, den man gerne seinen Eltern vorstellte. Er war nicht nur ein Sadist, er war auch fies und gemein, liebte es wenn andere litten, vielleicht würde er sogar nach kleinen Kindern treten, wenn sie weinend am Boden lagen. Wieso liebte Castiel ihn dann? Wieso erregte ihn niemand sonst so wie Rubin? Eine sehr gute Frage, auf die Castiel keine Antwort hatte. Aber warum auch groß darüber nachdenken? Er liebte Rubin, aufrichtig. Liebe war etwas Wunderschönes, was er nicht zerstören und schon gar nicht hinterfragen wollte.
Ein zufriedenes Grinsen schlich sich auf Castiels Lippen, als Rubin nachgab. Oh, er hatte wirklich schlagkräftige Argumente. Und wenn Rubin sich daneben benahm, konnte er ihm wirklich immer noch das Knie zwischen die Beine rammen. Dann hatte er wirklich „schlagkräftige“ Argumente! Aber nein, das würde er wohl niemals machen. Er wollte ja nicht, dass das Prachtexemplar von seinem Freund nicht mehr funktionierte. Ja, auch Castiel war sehr an Sex interessiert, er liebte Sex. Wenn Rubin nicht mehr konnte, musste er sich wohl selbst einen runter holen und das wollte er auch nicht wirklich. Sex mit Rubin war Bombe, aber alleine mochte er es nicht so besonders.
Als Rubin ihm die Finger vor die Lippen hielt, verdrehte er nur seine Augen. Er wusste, dass sein Freund darauf abfuhr, wenn er die Finger befeuchtete und nicht Rubin selbst. Was war daran bitte so erotisch? Castiel konnte sich keinen Reim darauf machen. Er stand irgendwie auch nicht drauf, wenn Rubin es tat. „Bitte“, gab er etwas genervt nach, setzte sich aber jedoch etwas auf, ignorierte so Rubins Finger. Stattdessen küsste er seine Lippen feurig. Er ließ den Kuss in einen Zungenkuss übergehen. Nach einem kurzen Kämpfen löste er sich jedoch wieder. Er grinste zufrieden und nahm dann Rubins Finger in den Mund. Sein glühender Blick lag auf Rubin, während er an dessen Fingern saugte und sie leicht mit seiner Zunge umkreiste. Dabei fasste er sich leicht selbst an und fuhr an seinem Glied auf und ab. Er wusste genau, dass dieser Anblick seinem Freund gefiel, es ihn schier wahnsinnig machte, dass Castiel sich selbst anfasste und daran beinahe zugrunde ging und nicht er dafür verantwortlich war. Ein wenig gemein war das schon, oder nicht? Er ließ bald jedoch wieder von den Fingern und seinem Glied ab und lächelte. „Jetzt bist du wieder dran ~“, hauchte er ihm mit unschuldiger Stimme zu und wirkte dabei fast schon keusch.

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BeitragThema: Re: Du hast also Geburtstag, Liebster? - Komm, suchen wir die Freiheit!   Di Sep 29, 2015 6:43 pm

Ihm war klar, dass Castiel von seiner Aufforderung nicht begeistert sein würde. Aber er selber hätte auch keine Lust darauf sich Vorwürfe von seinem Freund anzuhören, wenn er ihn nicht genug vorbereitet hätte. Und wenn Castiel das hier nun selbst übernahm, hatte er die Vorbereitung zumindest etwas in der Hand. So kommentierte Rubin das Augen verdrehen seines Geliebten mit einem breiten und dreckigen Grinsen. Wenn dieser die blöde Vorbereitung haben wollte, dann musste er eben auch mit den Konsequenzen leben. Wenn es nach dem Älteren selber ginge, hätte er seine Hose schon längst verloren und seinen Penis tief in dem willigen Körper unter ihm versenkt. Er hätte diese wundervolle Enge spüren können und seinem Freund gleichzeitig diese wundervolle Mischung aus den Lauten des Schmerzes und der Lust entlockt. Und nun? Nun würde er diesen Blümchensex bekommen – wundervoll. Doch beschweren tat Rubin sich nicht, wäre es noch schlimmer, wenn Castiel jetzt alles zurückziehen würde. Da nahm er dann eben den Blümchensex in kauf und würde seinen Freund so gut es ginge auf das bevorstehende Ereignis vorbereiten; aber nur, weil er heute Geburtstag hatte. Er wollte Castiel seinen wichtigen Tag auf keinen Fall verderben. Auch wenn er selber etwas gegen seinen eigenen Geburtstag hatte, so würde er doch nicht deswegen den Tag von seinem Freund ruinieren. Bei anderen Menschen wäre ihm das doch vollkommen egal wie diese ihre Geburtstag verbringen würden. Aber er liebte verfickt noch einmal diesen jungen Mann und nur deshalb tat er das alles für ihn. Himmel, hatte die Liebe ihn wirklich so willig gemacht? So...aufopferungsvoll? War ja schon irgendwo widerlich!
Sein Grinsen verschwand etwas als Castiel sich zwar aufrichtete, aber nicht sich den Fingern des Älteren zuwendete. Eher spürte Rubin die Lippen seines Freundes auf den eigenen. Wieder entwich ihm ein Keuchen, als er auf den Kuss einging und auch zu dem feurigen Zungenspiel nicht 'nein' sagte. Wieso sollte er auch? Es entfachte nur noch mehr Leidenschaft in ihm, sodass seine eh schon dunkelblauen Augen nun schon fast schwarz wirken mussten, als er seinen Freund betrachtete. Dieser nahm nun endlich die Finger in den Mund und bearbeitete sie so, wie er es sollte. Doch nicht nur das. „Fies!“, gab Rubin zischend von sich, während er mehr als nur fasziniert zwischen den Tätigkeiten des Jüngeren hin und her sah. Er konnte sich nicht entscheiden, was ihn gerade mehr fesselte und erregte. War es die Art, wie Castiel die Finger des Älteren befeuchtete oder eben die Art, wie er gerade sich selber genau da anfasste, wo Rubin selber lieber seine Hand bei seinem Freund liegen haben würde. Gefrustet darüber, dass er genau das eben jetzt nicht tat, knurrte er einmal auf; wenn auch gleich mit deshalb, weil ihn das alles immer mehr erregte. Sein Penis, der noch sowohl in der Boxershorts als auch in der Jeanshose gefangen war, drückte sich immer mehr gegen seine Gefängniswand, was dem Rothaarigen schon leichte Schmerzen verursachte; und seine Erregung noch mehr steigerte. Zwar liebte er Schmerzen bei anderen Menschen mehr, aber bei sich selber konnte er es auch teilweise ertragen, sodass er nicht wimmerte oder sonstige klagende Laute von sich gab.
Fast schon war er irgendwo erleichtert, als Castiel von sich selber abließ und auch seine Hände wieder frei gab. Sofort grinste er wieder breit. Anstelle auf die Worte seines Freundes etwas zu sagen – wie konnte er dabei nur so keusch klingen? - drückte er dessen Oberkörper ganz zurück und spreizte seine Beine etwas. Das eine Bein des Schwarzhaarigen legte er sich über die Schulter, sodass er besser auf den versteckten Eingang zugreifen konnte. Ganz langsam ließ er einen Finger nach den anderen in genau diesem Eingang versinken, bis alle drei Finger so tief verschwunden waren, wie es nur ging; bewegte sie nacheinander vor und zurück und auch leicht scherenartig auseinander. Gleichzeitig nahm er seine andere Hand und war nun derjenige, der den Penis seines Freundes mit der Hand bearbeitete; so wie Castiel vor kurzen bei sich.

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BeitragThema: Re: Du hast also Geburtstag, Liebster? - Komm, suchen wir die Freiheit!   Di Sep 29, 2015 6:44 pm

Ein breites Grinsen zierte Castiels Lippen. Er hatte das erreicht, was er hatte erreichen wollen. Er brachte Rubin um den Verstand. Nicht nur der Rotschopf liebte es, den Jungen seines Verstandes zu berauben und ihn willig zu machen, sondern auch der Schwarzhaarige selbst. Er liebte einfach diese begehrende Blicke Rubins, die ihn beinahe zu verschlingen schienen. Wenn Cas seinen Geliebten nämlich auch seines Verstandes beraubte, ihn reizte, sorgte er dafür, dass Rubin für einen Moment alles um sich herum vergaß und nur noch Augen für Castiel hatte. Alles andere war dann unwichtig - seine als auch Castiels Vergangenheit, Elias, dass sie in der Klapse waren; nur dass sie einander liebten zählte dann. So konnte Castiel auch noch zusätzlich ein Stück seines Geliebten für sich beanspruchen, auch wenn es nur diesen Sex oder auch nur für den Bruchteil einer Sekunde war. War es falsch, seinen Geliebten ganz für sich haben zu wollen? Vielleicht, doch es war ihm egal. Um bei Rubin bleiben zu können und auf ewig seine Liebe behalten zu können, würde Castiel sogar einen Pakt mit dem Teufel eingehen und seine Seele verkaufen.
Dass Rubin dieser Sex nicht besonders gefiel, war Castiel klar. Der Rotschopf war nun einmal ein richtiger Sadist und hatte auch noch eine seltsame Vorliebe für Blut entwickelt, ganz besonders für das von Castiel. Natürlich wusste der Schwarzhaarige davon, immerhin waren sie schon seit 1 1/2 Jahren liiert. Jeder andere hätte soforot die Flucht ergriffen, wenn er von Rubins Vorlieben erfahren oder sie am eigenen Leib erfahren hätte. Jeder andere, aber nicht Castiel. Liebe machte bekanntlich blind - und wie blind Castiel war. Der Unterschied war nur, dass er es slebst wusste, aber es störte ihn kein bisschen. Für Rubin war er gerne blind. Eigentlich mochte er den richtigen Sex, so brutal er auch war, mit Rubin ja. Castiel war ein kleiner Masochist und schrie für Rubin auch gerne vor Lust und Schmerz, aber da sie heute noch etwas vor hatten, war das einfach nicht drin.
Endlich fühlte Castiel die heißen Finger in sich. Eine ebenso heiße Hand legte sich um sein Glied. Sofort stöhnte er entzückt auf. ,,Das... ist ... ah ... fies!´´, kommentierte er das Tun, konnte sich ja jedoch nicht weiter groß zu äußen, da ihm sein Kopf bereits vor Lust schwirrte. Hatte je ein anderer Mann ihn so um den Verstand gebracht, wie Rubin es in diesem Moment tat? Gut, vielleicht übertraf sich Rubin manches Mal selbst, aber ansonsten? Diese Frage konnte Cas eigentlich sehr gut mit Nein beantworten. Wen hatte es denn außer Rubin je gegeben? Takumi, ja, aber diesen war es nicht darum gegangen, dass Castiel Spaß am Sex empfand. Er wollte den Schwarzhaarigen nur brechen und ihn beschmutzen. Auch Rubin tat ihm weh, aber es war ein Unterschied. Rubin liebte ihn, Takumi hatte es nie getan.
Kurz fielen Castiel noch die Anderen ein, mit denen Elias etwas gehabt hatte. An diese ganzen Male hatte Castiel aber kaum Erinnerungen, deshalb zählten auch nur die mit Rubin. Die mit Takumi verdrängte er lieber. Apropos Elias... Was war eigentlich mit ihm? In diesem Moment wurde Castiel irgendwie klar, dass Elias immer verschwand, wenn er mit Rubin schlief, beziehungsweise dabei war, es zu tun. Das verwunderte ihn ein wenig. Es war ja fast schon so, als wäre Rubin die Heilung für Elias. War dem so? Hatte Rubins Liebe wirklich die Macht alle von Castiels Wunden zu heilen? Weiter darüber nachdenken konnte er nicht, denn Rubins Finger und auch seine Hand bewegte sich immer schneller. Castiel wurde immer heißer. Sein Stöhnen wurde lauter, sein Atem ging stoßweise. Wenn es so weitergehen würde, würde er wohl bald kommen. Aber das wollte er nicht, nicht so! ,,R-Rubin... ah... N-Nicht so...´´, gab er stockend von sich, ,,Fick mich richtig...´´ Seine Stimme war nur noch heiser.

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BeitragThema: Re: Du hast also Geburtstag, Liebster? - Komm, suchen wir die Freiheit!   Di Sep 29, 2015 6:46 pm

Ein heiseres, irgendwo leicht gehässiges Lachen entwich ihm, als sein Freund erneut aufstöhnte und ihn beschuldigte, wie fies das doch sei, was er da tat. „Fies? Ich nenne das ausgeglichene Gerechtigkeit...“, gab er nur von sich und spielte damit auf die Folter an, welcher Castiel ihn eben unterzogen hatte. Ja, in seinen Augen war es nur gerecht, dass er nun den Penis des Jüngeren so verwöhnen durfte, während seine Finger den Ort weiteten, wo sein eigenes Glied gleich sich wie Zuhause fühlen würde. Da gab es nichts, was unfair war; es war nur gerecht. Vor allem, da er selber es kaum noch aushalten konnte. Wie denn auch? Castiels Handlung von vorhin hatte eine große Auswirkung auf den Drang nach Erlösung bei dem Rothaarigen gehabt. Es fiel ihm echt schwer, überhaupt seine Finger brav in dem Körper unter sich zu bewegen, um ihn eben auf all das, was nun noch kommen würde, vorzubereiten. Es war einfach nur nervig und kostete Zeit, aber was tat man nicht alles, damit der eigene Freund einen nicht schmollend und gefrustet ansah. Obwohl, er hatte ja heute morgen schon festgestellt, dass Castiels Schmollmund zu seinen Top Five gehörte; auf der Liste der Dinge, die ihn an seinem Freund antörnten. Und der Schmollmund gehörte nun einmal dazu. Aber nein, dennoch durfte er ihn jetzt nicht riskieren. Denn auch wenn er den verführerischen Schmollmund bekommen hätte, wäre mit dieser einher gegangen, dass der Schwarzhaarige ihm für den Rest des Tages in einem mehr als nur anklagenden Ton vorgehalten hätte, wie bescheuert es doch war, dass er nicht richtig sitzen konnte. Vor allem, wenn sie dann zusammen irgendwo in einem Restaurant oder auch nur einfachen Café sitzen würden. Moment – stopp. Fing er jetzt schon wie sein Freund an daran zu denken, dass sie vielleicht doch beide Ausgang bekommen würden? Nein, das war verrückt, diese Hoffnung wollte er nicht in sich aufkommen lassen. So sehr er sich auch selber danach sehnte, endlich einmal die Außenwelt wieder sehen zu können und Dinge zu tun, die andere in ihren Alter machten, wollte er sich nicht unnötige Hoffnung machen. Es reichte schon, dass Castiel so naiv war und an das gute in diesen mehr als nur kranken Therapeuten glaubte; Rubin würde es niemals tun.
Die Stimme seines Freundes riss ihn aus seinen Gedanken. Er hatte nicht bemerkt, wie er sein Tun und Handeln leicht intensiviert hatte; etwas mehr als leicht. Anscheinend war sein Freund kurz davor zu kommen. Wieder grinste Rubin breit; fast schon spottend. „Nicht so? Soll ich dich nicht so kommen lassen? Wie schade....“ Wieder lachte er dieses gehässige Lachen, zog aber seine Finger aus dem willigen Körper zurück und ließ auch von dem Glied des Jüngeren ab. Nun musste er sich von seiner eigenen Kleidung – zumindest der Hose – befreien, sonst könnte er nicht weiter machen. So schnell er konnte öffnete er den Knopf seiner eigenen Hose. Um es leichter zu machen nahm er Castiels Bein von seiner Schulter und setzte sich so neben seinen Freund, dass er seine eigene Hose – plus Unterhose – mit einem Mal ausziehen konnte. Grinsend kniete er sich dann wieder zwischen die Beine seines Freundes und legte dessen Bein wieder über seine Schulter. „Dann eben so, das willst du doch, oder?“, raunte er, während er sich vorbeugte und die Lippen des Jüngeren mit seinen eigenen versiegelte. Gleichzeitig drang er mit seinem Penis in Castiels versteckten Eingang vor und fing sofort an sich in ihm zu bewegen. Nur kurz löst er den Kuss, versiegelte aber Castiels Lippen erneut, nachdem ihm ein erleichtertes Stöhnen entwichen war. Endlich konnte er diese heiße Enge wieder fühlen, die er so liebte. Er hatte sich auf die Vorbereitung eingelassen; ja, das schon. Allerdings hieß das nicht, dass er auch jetzt noch sehr, sehr langsam alles anstellte, während er selber schon kurz davor stand zu kommen. Wieso musste dieser Kerl ihm so den Verstand rauben?

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