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 Du hast also Geburtstag, Liebster? - Komm, suchen wir die Freiheit!

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Castiel Alvarez

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BeitragThema: Re: Du hast also Geburtstag, Liebster? - Komm, suchen wir die Freiheit!   Di Sep 29, 2015 6:46 pm

Ein leises Murren konnte Castiel doch nicht unterdrücken, als er Rubins spottendes Gerede vernahm. Wollte er ihn wirklich schon so kommen lassen? War es ihm nicht auch lieber, wenn sein eigenes Glied dafür verantwortlich war, dass sich Castiels gesamter innerer Druck mit einem Mal abbaute? Das Murren ging schon bald wieder in einem Stöhnen unter, was nun aber doch auch irgendwie gemervt als auch lustvoll klang. Castiel fand es gar nicht toll, dass Rubin nun wohl doch vor hatte, dies hier durchzuziehen. War das seine Strafe dafür, dass Rubin ihn hatte vorbereiten müssen? Würde sich Elias in seinem Inneren melden können, würde er wohl nicht verstehen, was Cas daran so schlimm fand. Ein Orgasmus war ein Orgasmus, richtig? Egal, wodurch er ausgelöst wurde. Castiel sah diese Sache allerdings ein wenig anders. Er liebte es, wenn Rubins Glied ihn komplett ausfüllte, ihn mit seinen Bewegungen den Verstand raubte und ihn noch williger machte, als er es eh schon war. Rubin hatte ein Talent dafür entwickelt, Castiels Orgasmus immer noch wieder ein bisschen herauszuzögern. Das machte den Jüngeren schier wahnsinnig. Wenn er dann aber kam, fühlte sich das so gut wie nie an. Warum sich also mit der einfachen Sache zufrieden geben? Wenn das hier aber wirklich eine Art Strafe war, würde er in Zukunft vielleicht sogar auf Sex verzichten, der Vorbereitung benötigte.
Erleichtert atmete er auf, als Rubin dann doch endlich von ihm abließ. Erwidern konnte er auf die Worte nichts, da sein Atem dafür noch zu schnell ging und sein Körper sich erst einmal darauf einstellen musste, doch nicht erlöst zu werden. Einen kurzen Moment schloss er seine Augen und versuchte an etwas anderes als Rubin zu denken. Es war schwer, doch es half ihm stetig dabei, sich etwas abzukühlen. Selbst wenn Rubin jetzt in ihn eindringen würde, würde er mit Sicherheit seinem Freund sofort erliegen und das sollte jetzt ja wohl noch nicht geschehen, oder? Jedenfalls wollte er es noch nicht. Als er seine Augen wieder öffnete, sah er Rubin neben sich sitzen. Er zog seine Hose + Unterwäsche aus. Castiel konnte nicht anders als seinen Freund mit heißen Blicken zu betrachten. Gott, das Wort Adonis passte nicht einmal ansatzweise zu diesem Körper, es war eine Schande Rubins Körper mit diesem Wort zu verschmutzen. Göttlich traf es da vielleicht schon eher. Immer wenn Cas seinen Freund so betrachtete, musste er selbst stark darauf achten, dass er nicht sabberte. Aber das war wirklich nicht einfach. Rubin war immer groß, hatte nicht zu viele aber genug Muskeln an den richtigen Stellen, seine kleinen Fettpölsterchen am Rücken fielen kaum auf; aber irgendwie waren sie auch niedlich, und das Bild seiner Männlichkeit war groß und lang; vielleicht sogar das Reizvollste an seinem Körper. Nein, das stimmte nicht ganz, eigentlich waren es Rubins Augen. Diese dunklen Augen, in denen man sich verlieren konnte. Und dann noch diese Lippen, die viel weicher waren als sie aussahen... Und auch Rubins rotes Haar, welches quasi seinen Namen inne trug... Innerlich seufzte Castiel. Er liebte doch einfach alles an diesem Mann!
Als Rubin sich wieder über ihm befand, vernahm er geraunte Worte. Ein Schauder erfasste seinen Körper. Er konnte nur nicken, ehe ihre Lippen sich zu einem Kuss verbanden. Kurz darauf spürte er schon Rubins Penis in sich. Während sich ihre Lippen voneinander lösten, entglitt nicht nur Rubin ein erleichtertes Stöhnen, sondern auch Castiel - obwohl das von dem Jüngeren viel lauter war. Die nächsten Lustworte wurden erstickt, als ihre Lippen erneut verschmolzen. Castiel legte seine Arme um Rubins Rücken, während sein Freund sein Becken etwas vor und dann wieder zurück bewegte. Seine Bewegungen wurden immer schneller. Castiel konnte sein Bein nicht mehr auf seiner Schulter halten, da es langsam etwas zu unbequem wurde. So ließ er es fallen und schlang stattdessen seine beiden Beine um Rubins Hüfte. Die rhythmischen Stöße machten ihn schier wahnsinnig. Oh ja, das fühlte sich doch wirklich viel besser an als nur in Rubins Hand zu kommen. Ihre Lippen lösten sich von einander, weil Castiel den Kuss nicht mehr halten konnte. War es nicht auch unnötig sich nun zu küssen? Immerhin zeigten sie ihre Liebe einander doch gerade auf andere Art. ,,Rubin...´´, hauchte er mit unschuldiger Stimme. Was für ein Kontrast zu dem, was sie taten.

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Rubina Harper

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BeitragThema: Re: Du hast also Geburtstag, Liebster? - Komm, suchen wir die Freiheit!   Di Sep 29, 2015 6:48 pm

Castiels Stöhnen, als er in ihm versank, war für Rubin wie Musik in seinen Ohren. Das Gefühl, immer wieder tief in ihm zu versinken, fühlte sich mehr als nur gut an. Früher hatten ihn Vereinigungen mit anderen Körpern nichts bedeutet; es war eben eine Alternative dazu gewesen, sich selber zu befriedigen. Ein kurzer Akt mit Leuten, die ihm niemals wichtig gewesen waren. Es hatte ihn damals auch nie wirklich interessiert, wie sich die anderen Körper unter ihm anfühlten; wie es sich anfühlte, sich in willigen Körpern unter ihm zu versenken. Es war ihm damals alles mehr als egal gewesen, hatte er doch nur seine Lust stillen wollen. Jetzt konnte er nicht mehr sagen, dass ihm das egal war. Zwar würde er es niemals so direkt zugeben, aber die Eindrücke, die er während er Vereinigung mit Castiel empfand, waren doch schon andere. Jedes Mal konnte er die Enge seines Freundes um seinen Penis spüren; wie sich der Jüngere vor Lust immer wieder leicht verkrampfte und damit Erregung des Rothaarigen noch weiter steigerte. Hinzu kamen eben diese Lustlaute, die der Schwarzhaarige von sich gab. Und er selber war daran schuld, dass Castiel dieser Lust erlag. Irgendwo war es eine Art Triumph, gleichzeitig war da aber auch anderes Gefühl, welches Rubin nicht ganz zu deuten wusste – und auch nicht wollte. Es waren unnötige Gedanken, die er nicht haben wollte; nicht, während er mit dem Mann schlief den er liebte. Fuck, er war echt abgöttisch in ihn verliebt.
Willig ließ Rubin es zu, dass Castiel seine Beine um die Hüfte des Rothaarigen legte. Als sein Name so unschuldig über die Lippen des jungen Mannes kam, er hier unter ihm lag, intensivierte Rubin automatisch sein Tun. Seine Stöße wurden gezielter und schneller. Castiel zu küssen kam nun nicht mehr in Frage, da dafür sein eigener Atem zu schnell ging und immer wieder Lustlaute über seine eigenen Lippen kamen, die immer lauter wurden, umso schneller er sich bewegte; umso härter er in den willigen Körper unter ihm vordrang. Ja, Rubin gab sich dem Sex genauso hin, wie Castiel es anscheinend tat; natürlich dennoch mit einem kleinen Teil darauf bedacht, die Kontrolle zu behalten. Denn die wollte er trotz allem nicht verlieren.
Es dauerte nicht mehr lange, bis er den einen empfindlichen Punkt seines Freundes traf. Ganz genau beobachtete er die Reaktion seines Freundes, wollte keinen Moment versäumen. Denn die Art, wie Castiel sich der Lust hingab und vor allem immer wieder durch seinen Einfluss einem nicht gerade schwachen Orgasmus erschüttert wurde, war einfach zu faszinierend und war auch einer seiner Top-Listen-Momente. Gleichzeitig schien er selber sein Limit erreicht zu haben, sodass er sich mit einem lauten Stöhnen dankend in dem Körper unter ihm ergoss und somit seinen wertvollen Samen in Castiel verteilte; ihn damit als sein markierte. Eine andere Funktion hatte es ja nicht, da Castiel ja nicht schwanger werden konnte.
Außer Atem zog Rubin sich aus dem Körper unter ihm zurück und ließ sich neben seinem Freund nieder. Kurz versuchte er sich noch auf seinem Ellenbogen ab zu stützen, damit er auf der Seite liegen konnte, doch er gab nach und ließ sich somit auf den Rücken fallen. Sein Herz schlug immer noch wie wild gegen seine Brust und auch sein Atem würde sich nicht allzu schnell beruhigen. „Cas...“, murmelte er leise; dennoch besitzergreifend und irgendwo sogar sehnsüchtig voller Liebe. Der Blick seiner dunkelblauen Augen haftete auf dem Gesicht seines Freundes, da er ihn keine einzige Sekunde aus den Augen lassen wollte.

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Castiel Alvarez

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BeitragThema: Re: Du hast also Geburtstag, Liebster? - Komm, suchen wir die Freiheit!   Di Sep 29, 2015 6:49 pm

Es war seltsam. Was Rubin und er hier taten war gewiss gegen die Natur. Sie waren zwei Männer und dennoch liebten sie einander. Das war falsch. Bei Mutter Natur war diese Art der Verbindung nicht vorgesehen. Sie konnten keine Kinder zeugen. Vor Gottes Augen, vor seinem Gericht, würden sie durchfallen und wohl geradewegs in der Hölle landen. Würde Satan sie mit offenen Armen empfangen? Wahrscheinlich nicht. Selbst dieser würde angewidert das Gesicht verziehen und die beiden ins Nirwana schicken, wo sie auf ewig alleine wären – aber auch zusammen. Wenn Castiel so darüber nachdachte, war das gar nicht so übel. Im Nirwana würde man sie wenigstens in Frieden lassen. Sie hätten ihre Freiheit gewonnen; wären nicht mehr in der Klapse und müssten ihre Liebe auch nicht vor der Gesellschaft verstecken. Ihre Sünden könnten sie frei ausleben. Sünden... War es wirklich eine Sünde, dass sie einander liebten, nur weil sie Männer waren? Sie konnten sich nicht fortpflanzen, na und? Machte das ihre Liebe weniger wert? Castiel empfand nicht wirklich so. Das war doch alles Schwachsinn. Nur, weil es in der Bibel stand, dass Männerliebe verboten und widerlich war, musste die Gesellschaft nicht gleich diese Werte übernehmen. Es war egal, wen man liebte. Solange die Liebe aufrichtig war, spielte es keine Rolle, ob ein Mann eine Frau oder einen Mann liebte. Castiel würde Rubin immer lieben, selbst wenn er eine Frau wäre.
„Rubin!“, entfuhr es Castiel laut als Rubin immer weiter und schneller in ihn vordrang. Er liebte es, wenn dieser Mann ihn immer weiter ausfüllte und ihn zu seinem Eigentum machte. Eigentlich sollte man nicht freiwillig denken, das Eigentum von jemandem zu sein, aber bei Rubin war es eine Ausnahme. Es war, wie Elias sagte. Rubin war ein Fehler, im Grunde vielleicht nicht besser als Takumi. Aber da Cas' Gefühle tief aus seinem Herzen kamen, frei von irgendwelchen Beeinträchtigungen, waren sie so rein, dass sie kein Fehler sein konnten. Vielleicht war er wirklich anfällig für diese Art von Typen, da konnte er Takumi zustimmen, aber Rubin war beste Fehler von allen. Diesen würde Castiel niemals bereuen – und wenn es nach ihm ginge, würde ihre Beziehung auch niemals enden. Warum sich einen großen Kopf darum machen, ob dieser Mensch einem schadete oder gut tat? Er saß doch eh in der Klapse, oder nicht?
Als Rubin diesen einen ganz speziellen Punkt in Castiels Prostata traf, drehte sich einmal seine komplette Welt. Er fuhr mit seinem Oberkörper leicht nach oben, weil er seinen Rücken einmal durchbiegen musste. Ein heiserer Lustschrei stahl sich von seinem Lippen. Seine inneren Muskeln spannten sich immer wieder an, ehe sie sich kurz wieder entspannten. Wenn Rubin diesen Lustpunkt mit einer solchen Wucht traf, hatte Castiel gar keine andere Chance, als zu kommen. Sein Sperma spritzte aus seinem Glied und verteilte sich auf den beiden erhitzten Körpern, während Cas immer noch nicht ganz wusste, was eigentlich geschehen war. So war selbst Sex mit Takumi nie gewesen. Nur Rubin schaffte es, seine Welt so aus den Fugen zu bringen und ihn komplett zu verwirren. Kurz darauf kam auch sein Geliebter tief in ihm. Castiels Innere zuckte noch einmal. Es war ein seltsames Gefühl, wenn Rubins Samen einen Eingang hinab liefen. Er konnte nicht einmal wirklich sagen, ob es angenehm war oder nicht. Das bedeutete jedoch nicht, dass er es nicht liebte. Es gehörte einfach zum Sex mit Rubin dazu – wie konnte er es also nicht lieben?
Als sein Geliebter sich neben ihm niederließ, blieb Castiel noch einen Moment mit geschlossenen Augen so liegen. Er wartete, bis sein erhitzter Körper sich wieder beruhigt. Dann drehte er sich zu einem Freund um und sah ihm liebevoll in die Augen. Ein verliebtes Lächeln trat auf seine Lippen. Das zierte sein Gesicht immer, wenn er mit Rubin geschlafen hatte. Er rückte näher an seinen Freund heran und suchte dessen Nähe. Cas verwickelte Rubin in einen zärtlichen Kuss und behielt diesen eine Weile lang bei, bis er sich langsam löste. „Jetzt muss ich wohl erst noch duschen“, stellte er fest und grinste leicht.

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Rubina Harper

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BeitragThema: Re: Du hast also Geburtstag, Liebster? - Komm, suchen wir die Freiheit!   Di Sep 29, 2015 6:49 pm

Langsam, ganz langsam beruhigte sich sein Atem wieder. Seine Brust hob und senkte sich immer langsamer; gleichmäßiger und ruhiger. Immer noch lag sein Blick auf seinem Freund, der die Augen geschlossen hatte. Hätte Rubin nicht selber ja miterlebt, was sie beide da nun eben einmal getan hatten, würde er glauben können, dass Castiel neben ihm tief und fest schlafen würde. Spätestens allerdings, als dieser die Augen öffnete, war dieser Schein verflogen. An sich nicht schlimmes, denn Rubin wäre alles andere als davon begeistert gewesen, wenn sein Freund geschlafen hätte. Es war in Ordnung, wenn Castiel vollkommen aus der Puste war und einen Moment brauchte um sich selber zu finden; immerhin war er selber ja daran schuld. Ihm war ja nicht entgangen, wie stark der Jüngere gekommen war, als er dessen ganz speziellen empfindlichen Lustpunkt getroffen hatte. Ja, es war vollkommen in Ordnung, wenn Castiel einen kleinen Augenblick brauchte um wieder einmal richtig Luft holen zu können. Rubin selber war ja gerade zu schwach um sich allzu groß zu bewegen; dabei waren sie beide ja noch harmlos bei diesem Sex geblieben. Er schob es einfach auf das verpasste Frühstück. Anscheinend konnte das schon einiges ausmachen, wenn man vor hatte mit einer anderen Person auf sehr leidenschaftliche Art und Weise zu schlafen. Im Grunde war es ja auch egal, woran es lag und wie lange sie beide nun brauchten um sich zu beruhigen. Wichtig war eben die Tatsache, dass Castiel nicht eingeschlafen war. Denn das hätte der Rothaarige irgendwo falsch aufgefasst, da sein Ego sich davon mehr als nur leicht angegriffen gefühlt hätte; es wäre vollkommen gedemütigt worden.
Castiels Blick traf den seinen und Rubin konnte es nicht verhindern, dass sein Herz schneller schlug als er den Blick seines Freundes sah. Und dieses dazu passende verliebte Lächeln. Auch wenn er diese kleinen Gesten der Liebe nicht erwiderte, gefiel es ihm irgendwo total, dass der Jüngere ihm so verfallen war. So ließ er es auch zu, dass Castiel ihm näher kam und so seine Nähe suchte. Er redete sich selber ein, dass er ihm diese Nähe gab, damit das Lächeln und die Freude in seinen Augen nicht verschwand. In Wirklichkeit aber hatte er selber eine kleine Vorliebe dafür entwickelt, ein bisschen zumindest nach dem Sex zu kuscheln und Nähe zu spenden. Natürlich würde er das niemals vor Castiel zugeben, denn allzu viel Nähe war für ihn immer noch auf längeren Zeitraum gesehen, ein vollkommen absolutes No-Go.
Für einen kurzen Moment schloss er seine Augen, während er diesen kurzen und sanften Kuss erwiderte. Als sein Freund allerdings das Wort erhob, schlug er seine Augenlider wieder auf und hob leicht fragend eine Augenbraue. Langsam stand er auf, stellte sich vors Bett und musterte seinen Freund, der ja immer noch auf der Matratze lag „Du hattest aber nicht vor alleine zu duschen, oder?“ Ein breites Grinsen umspielte seine Lippen. Er legte einen Arm unter Castiels Knie und den anderen um seinen Oberkörper und hob ihn somit in seine Arme. „Davon wäre ich nämlich gar nicht begeistert....“ Damit klaute er sich noch einen kurzen Kuss, ehe er mit seinem Freund in das anliegende Badezimmer verschwand um zu duschen.

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BeitragThema: Re: Du hast also Geburtstag, Liebster? - Komm, suchen wir die Freiheit!   Di Sep 29, 2015 6:50 pm

Castiel verdrehte seine Augen. Natürlich wollte Rubin mit ihm duschen, was denn sonst? Wenn der Rotschopf mitbekam, dass Castiel duschen wollte, kam er immer sofort angelaufen wie ein Hündchen, welches mit dem Schwanz wedelte. Einerseits, weil er es liebte sienen Freund nackt zu sehen und ihm nahe zu sein und andererseits wohl, weil das dann oft Sex für ihn bedeutete. Das konnte Cas schon irgendwie nachvollziehen. Doch machmal war ihm doch einfach danach, alleine zu duschen, damit er in Ruhe das Wasser genießen und sich entspannen konnte. Das war nicht wirklich möglich, wenn Rubin bei ihm war, da sein Freund doch nur selten die Finger von ihm lassen konnte. Castiel ging es dann meistens aber leider auch so, also war irgendwie klar, dass es dann auf Sex hinauslief, oder nicht? ,,Ich würde doch niemals ohne dich duschen ~´´, meinte er nur mit süffisanter Stimme, so dass sofort klar war, dass er das nicht ernst meinen konnte. Dennoch ließ er sich gerne von Rubin hochheben und mit zur Dusche tragen lassen. Dort verbrachten sie ein paar Minuten in Zweisamkeit, ehe sich beide wieder anzogen.

Kurz danach hatte Castiel zu seinem Therapeuten gemusst. Es war keine richtige Therapiestunde, sondern viel mehr ein Gratulieren zum Geburtstag. Er hatte nicht nur seinen Muffin bekommen, sondern hatte auch wirklich die Erlaubnis, raus zu gehen - ganz alleine, ohne Fußfessel! Danach ging allerdings die Diskussion los, ob Rubin auch mitkommen durfte. So wurde aus einem eigentlich fünf Minuten - Gespräch eines, was eine halbe Stunde ging. Castiel hatte einen Vorteil, sein Therapeut wusste bereits, was Rubin und Castiel füreinander fühlten, und dass sie ein Paar waren. Das war wirklich nur äußert hilfreich. So bekam Castiel nun doch die Erlaubnis dafür, dass Rubin mit ihm raus durfte! Damit war dieser Geburtstag toll, es musste einfach toll werden - das stand in Castiels Augen schon fest. Gut, Rubin brauchte eine Fußfessel, aber das würde sein Schatz schon überleben. Hauptsache, sie konnten diesen Wänden, diesem Gefängnis endlich mal entfliehen.
Mit einem breiten Grinsen kam Castiel zurück zu seinem Geliebten, welcher noch in seinem Zimmer wartete. Ohne etwasn zu sagen kniete er sich hin und machte die Fußfessel an seinen Fuß dran. Bestimmt würde Rubin sich aufregen und fragen, was das nun für eine Art von Fesselspielchen werden sollte. Auf solche Fragen und auf Rubins Wut hatte Cas keine Lust, weshalb er seinen Freund nur eine Sekunde später aufklärte: ,,Das ist eine Fußfessel. Damit kann die Klinik dich immer aufspüren, egal wo du bist. Zum Beispiel in einem Café oder im Kino!´´ Das Grinsen wurde breiter, wirkte nun richtig glücklich. ,,Ja, du hast richtig gehört! Wir dürfen zusammen raus! Wir haben sogar fünf Stunden Zeit!´´, verkündete er und schloss seinen Geliebten in die Arme. ,,Ist das nicht toll? Das wird der beste Geburtstag aller Zeiten!´´, ein vergnügtes Kichern Castiels folgte. Oh ja, der Kleine war aus dem Häuschen, was man hier in dieser Klinik jedoch nur relativ selten sah. Es gab sonst auch fast nichts, woran Castiel sich erfreuen könnte, vielleicht benahm er sich auch jetzt deshalb wie ein kleines Kind. Weil er so glücklich war, küsste er seinen Rubin überschwänglich. Die Glücksgefühle waren im Kuss förmlich zu spüren.

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Rubina Harper

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BeitragThema: Re: Du hast also Geburtstag, Liebster? - Komm, suchen wir die Freiheit!   Di Sep 29, 2015 6:52 pm

„Gleich wieder da – na klar.“ Rubins Stimme glich einem wütenden Knurren, während er diese Worte so vor sich hin murmelte. Nachdem sie zusammen duschen waren und sich dann auch wieder angezogen hatten, war Castiel zu seinem Therapeuten verschwunden. Er selber hatte sich es auf dem Bett seines Freundes bequem gemacht, da es sicher nicht lange dauern würde, bis dieser wieder bei ihm war. Immerhin hatte Castiel heute Geburtstag. Da würde man sicher mit ihm keine richtige Therapiesitzung abhalten. Nein, Rubin war davon ausgegangen, dass sein Freund nun einmal nach einer kleinen Weile wieder hier war. Doch seit Castiel aus dem Zimmer verschwunden war, war schon eine gefühlte Ewigkeit vergangen; zumindest war es dem Rothaarigen so vorgekommen. Wo blieb der Jüngere denn nur? Hatte man ihn vielleicht doch noch festgehalten, um eine ernste Sitzung zu führen? Nein, an sich konnte das nicht möglich sein. Das würde allem widersprechen, was sonst immer ablief, wenn man Geburtstag hatte. Rubin selber hatte keine Ahnung, was die Klinik einem dann vielleicht schenkte oder von einem wollte. In den ganzen Jahren, die er nun schon hier war, hatte er nur die Chance genutzt, einer weiteren nervigen Therapiesitzung zu entkommen; alles andere war ihm mehr als egal gewesen. So war ihm eben bekannt, dass diese an sich ausfielen. Wo zum Teufel blieb Castiel also nun? Das war doch mehr als nur merkwürdig.
Kurz spielte Rubin schon mit dem Gedanken aufzustehen und zu seinem Freund zu gehen. Er wollte nur nach ihm sehen, nachschauen wo er blieb. Er hasste es zu warten und genau das musste er auf den Schwarzhaarigen nun schon viel zu lange. Doch kaum hatte er den Entschluss gefasst, da wurde die Tür zum Zimmer geöffnet und Castiel betrat das Zimmer. „Na endlich! Wo hast -“ Doch weiter konnte er nicht reden. Mit einer gehobenen Augenbraue beobachtete er seinen Freund, wie dieser sich vor ihm hin kniete und ihm irgendeine komische Fessel seine Fußknöchel legte. „Was zur Hölle ist das?!“ Zeitgleich, wo er diese Frage ausstieß, antwortete Castiel ihm schon. Fußfesseln?! Was hatte sein Freund vor? Ehe seine Gedanken aber eine zweideutige Richtung annehmen konnten, fuhr der Jüngere vor. Es dauerte einen Moment, bis die Worte ganz Rubins Bewusstsein erreicht hatten. Kino...Café... Moment, bedeutete das etwa...? Es schien so.
Überrascht riss der Ältere seine Augen auf und legte seine Arme um seinen Freund, der ihn ja mehr oder weniger regelrecht ansprang. „Wir dürfen raus? Fünf Stunden? Willst du mich auf dem Arm nehmen?!“ Auch wenn er versuchte seine Stimme ruhig klingen zu lassen, konnte Rubin seine Freude doch nicht ganz verbergen. Was auch immer sein Freund angestellt hatte, sie beide durften diese Hölle wirklich verlassen. Zwar nur für fünf Stunden, aber es war besser als gar nichts. Und so glücklich, wie sein Freund gerade wirkte, war das alles kein Scherz. Sie würden wirklich gehen können. „Dürfen wir jetzt schon los? Jetzt sofort?“, hakte er nach; immer noch versuchte er seine Freude zu verstecken, sie nicht zu sehr zu zeigen. Doch dieses Glück, was Castiel ausstrahle, war ansteckend, sodass zumindest Rubins Augen voller Aufregung leuchteten. Sofort erwiderter er den Kuss, den sein Freund ihm schenke und auch seine Glücksgefühle, die er ansonsten nicht so zeigte, waren darin versteckt.

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Castiel Alvarez

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BeitragThema: Re: Du hast also Geburtstag, Liebster? - Komm, suchen wir die Freiheit!   Di Sep 29, 2015 6:54 pm

Er liebte es, von diesen herzlichen Armen empfangen zu werden. Rubin drückte seinen Freund an sich. Eigentlich brauchte Castiel nicht gerade unbedingt Nähe, dennoch liebte er es, so bei seinem Freund zu sein – seine Freude mit ihm zu teilen. Geteiltes Leid war halbes Leid, geteilte Freude war doppelte Freude. Castiel konnte diesen Worten nur zustimmen. Es stimmte! Für ihn war es schön, Ausgang zu haben und das sogar auch noch fünf Stunden lang. Er konnte diesen Mauern hier entfliehen und sich mal wieder ein wenig in der Stadt umsehen. Das letzte Mal war gewesen, als er mit den Pflegern einkaufen gegangen war. Rubin hatte nicht mitgedurft, deshalb hatte Castiel ihm etwas mitgebracht. Soweit Castiel sich erinnerte, durfte Rubin nur sehr, sehr selten raus – deshalb war heute eine sehr große Ausnahme, ein Tag, der so bald nicht wieder kommen würde. Oh ja, Castiels Freude stieg ins Unermessliche, weil sein Liebster mit durfte. Er konnte sich nicht nur alleine frei bewegen, sondern sogar mit Rubin! Das war Wundervoll. Ein besseres Geschenk konnte Castiel sich gar nicht wünschen.
Rubins nächste Worte folgten, als stünde er unter Strom. Doch wirklich, Castiel erlebte es selten, dass Rubin so aufgeregt war. Der Rotschopf versuchte es zu verstecken, doch das scheiterte kläglich. Castiel wusste nicht, ob es daran lag, dass er seinen Freund so gut kannte, oder daran, dass es einfach offensichtlich war. Wie dem auch war, die Hauptsache war doch, dass Rubin glücklich und aufgeregt war – wie er es sonst nur manchmal bei Sex war. Nein, eigentlich stimmte das nicht. Das hier war mehr eine kindliche Aufregung. Wenn Castiel ehrlich war, gefiel diese ihm noch viel besser, als wenn Rubin ihn nur lüstern ansah. Ob er heute auch endlich mal Rubin das erste Mal lachen hören würde?
„Jap! Jetzt sofort!“, verkündete Castiel mit einem breiten Grinsen. Er löste sich von seinem Freund und zog sich andere Sachen an. Die, die er vorher getragen hatte, waren nicht schick genug dafür um mit seinem Freund die Klinik zu verlassen. So zog er sich eine dunkelblaue Jeans, ein schwarzes, eng anliegendes T-Shirt und eine seiner schwarzen Sweartshirtjacken an. Dazu trug er schwarzweiße Chucks. Sein Haar stand wirr in alle Richtungen. Das war jetzt vielleicht nicht wirklich das, was man unter „Styling“ verstand, doch für Castiel genügte es. Dieses Outfit stand ihm gut, das wusste er. Es war leger, aber irgendwie auch schick. Nichts, womit man overdressed, aber auch nicht underdressed war. Eigentlich machte sich Castiel sonst keine Gedanken über sein Äußeres, doch heute war einer der seltenen Tage, wo er raus durfte, und dann auch noch mit Rubin – das war das erste Mal! Natürlich war er da aufgeregt.
„Komm, komm!“, rief Castiel, aufgeregt wie ein kleines Kind und griff nach der Hand seines Liebhabers. Als sie draußen waren, löste er sich von ihm. Immerhin gab es immer noch seine Beziehung zu verstecken, oder nicht? Castiel war sich aber schon lange nicht mehr sicher, ob sie wirklich noch so geheim war. Ob sein Therapeut wohl geplappert hatte? Nun ja, heute war es ihm egal. Castiel steuerte den Ausgang der Klinik an und ging mit einem breiten Grinsen an allen anderen Patienten vorbei. Als er am Tor ankam, musterte der Pförtner ihn. Dann lächelte er jedoch. „Alles Gute zum Geburtstag, Castiel“, bemerkte er. Castiels Grinsen wurde breiter. „Danke!“ Der Pförtner musterte Rubin. „So so, und ihr beide habt jetzt also fünf Stunden Ausgang? Wie nett. Rubin trägt seine Fußfessel, gut, dann wüsste ich nicht, was noch dagegen spricht, euch hier zu behalten. Aber seid bitte dann um 18 Uhr pünktlich wieder da, ja?“, erinnerte er die beiden, lächelte aber. Castiel nickte und grinste breit. „Natürlich, John“, antwortete er schnell, „Bis später dann!“ Nun konnte er es sich doch nicht mehr nehmen lassen, nach Rubins Hand zu greifen. Wie ein Wirbelstand preschte er durch das Tor und zog Rubin dabei hinter sich her in die Freiheit.

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Rubina Harper

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BeitragThema: Re: Du hast also Geburtstag, Liebster? - Komm, suchen wir die Freiheit!   Di Sep 29, 2015 6:54 pm

Jetzt! Sie würden jetzt die diese nervigen Wände dieser Klinik hinter sich lassen. Na gut, nicht ganz. Zumindest für fünf Stunden würden sie frei sein können. Aber nach sieben verfickten Jahren waren fünf Stunden mehr als sich Rubin jemals erträumt hatte. Selbst ein paar Minuten wären für ihn schon wie der Himmel auf Erden. Und nun? Nun durfte er fünft Stunden mit seinen Freund raus in die Freiheit und die Zeit genießen. Gut, er musste dieses blöde Ding tragen was sich Fußfessel nannte, aber irgendwie war ihm das gerade auch recht. Irgendwie hatte er dieses komische Etwas da an seinem Knöchel schon fast vollkommen vergessen, während er den Jüngeren dabei beobachtete, wie er sich umzog und in andere Klamotten schlüpfte. In anderen Momenten hätte Rubin einen bissigen Kommentar von sich gegeben, doch gerade fiel ihm nichts ein. Zu sehr konnte er die freudige Aufregung des Schwarzhaarigen verstehen, brannte sie doch auch in seiner eigenen Brust. Sein Herz raste und seine dunkelblauen Augen leuchteten. Ihm selber war seine eigene Kleidung im Moment mehr als nur vollkommen egal. Fuck, er wollte einfach nur hier raus und endlich wieder die Welt da draußen sehen. Er wollte endlich einmal als er selbst erleben, wie die Welt außerhalb der Klinik war. Zuletzt war er als Rubina dort umher gewandelt, ehe das alles hier sein neues Zuhause war. Nun würde er zum ersten Mal als Rubin durch die Gänge eines Geschäfts gehen oder irgendwo etwas essen. Dabei fiel ihm ein: hatte er jemals in einem Restaurant gegessen? Oder gar in einem Fast Food Laden? Vielleicht, aber das spielte nun keine Rolle mehr.
Heute war heute. Heute war er Rubin Harper. Und er würde sein erstes Date mit seinem Freund haben.
Castiel riss ihn aus seinen Gedanken, als er ihn aufforderte mitzukommen und dann nach seiner Hand griff. Gemeinsam verließen sie das Zimmer und in dem Moment wurde Rubin bewusst, dass er sich gar nicht umzuziehen brauchte; selbst, wenn er es noch vorgehabt hätte. Castiel schien ihn so mitnehmen zu wollen wie er war. Wieso sollten sie sich auch füreinander schämen? Auch störte es den Rothaarigen nicht, dass Castiel seine Hand los ließ. Er selber hielt nichts davon, ihre Beziehung an die große Glocke zu hängen und war mehr als nur froh darüber, dass es seinem Freund anscheinend genauso ging. Oder hatte Castiel einen anderen Grund, wieso er die Hand des Älteren losgelassen hatte?
Richtig zuende denken konnte Rubin darüber nicht, denn mit einen Mal blieb sein Freund stehen. Was war denn nun los? Kurz blinzelte er, merkte dann aber, dass sie schon so gut wie draußen waren. Castiel unterhielt sich mit dem Pförtner; Rubin hielt sich bewusst raus. Auf die Worte, die ihn betrafen, schnaubte er nur und verschränkte die Arme vor der Brust – ach ja, die blöde Fußfessel. Einen Teufel würde er tun und zugeben, dass er sie jetzt schon bis eben vergessen hatte. Dieses Ding wog nichts, sodass er es kaum wahrnahm. Oder aber, die Vorfreude darauf gleich in Freiheit zu sein, ließ sie sich nur so leicht anfühlen. Wie man es auch drehte und wendete, er hatte sie bis eben vergessen. Würde er das auch in den nächsten fünf Stunden können? Bestimmt....oder? Fuck, wieso dachte er jetzt darüber nach? Verfickte Scheiße, das war doch gerade mehr als nur egal. Castiel schien genauso zu denken, denn genau in dem Moment spürte Rubin, wie seine Hand ergriffen wurde. „War-“, doch das 'warte' kam nicht ganz über seine Lippen, da wurde er schon mit gezogen. Raus in die Freiheit.
Nach ein paar Metern blieb Rubin stehen und sah sich um. Seine Augen funkelten wie bei einem kleinen Kind, was gerade das größte Geschenk zu Weihnachten ausgepackt hatte. Er konnte es nicht verhindern, dass die Freude, endlich draußen zu sein, die Überhand gewann. „Sieben Jahre....“, murmelte er leise vor sich hin, während er nicht wusste, wohin genau er seinen Blick richten konnte. Für einen Moment war der junge Mann neben ihn vergessen, während er nur ganz langsam einen Fuß vor den anderen setzte, als sei er ein Kleinkind, welches gerade erst das Laufen lernte. Castiels Hand ließ er dabei nicht los, nutzte ihn so mehr oder weniger als Stütze. Dann holte er einmal tief Luft und zwang sich dazu, eine gleichgültige Maske aufzusetzen; oder zumindest wieder etwas kühler zu wirken, doch seine Augen leuchteten immer noch. „Also, was wollen wir zuerst machen?“ Auch seine Stimme klang nicht so kühl wie sonst, während er sich an seinen Freund wendete. Immerhin war es immer noch dessen Geburtstag.

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Castiel Alvarez

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BeitragThema: Re: Du hast also Geburtstag, Liebster? - Komm, suchen wir die Freiheit!   Di Sep 29, 2015 6:56 pm

Der Ausdruck in Rubins Augen war unbeschreiblich. Castiel hatte noch nie gesehen, dass sein Freund so strahlte – nie. In der Psychiatrie gab es auch keinen Lichtblick. Sie hatten nur einander, einzig und alleine Sex ließ ihre Sinne verschmelzen und sie vergaßen vielleicht für den Moment auch, wo sie waren – aber ansonsten? Immer wieder machten ihnen die tristen, weißen Wände, die sterile Einrichtung, die Pfleger und die Ärzte bewusst, dass sie Gefangene waren, dass sie krank waren. Das war kein schönes Gefühl. Natürlich war eine Psychiatrie noch ein wenig hübscher als ein Krankenhaus, aber ein Krankenhaus hatte der Klapse eines voraus: Man konnte schneller wieder gehen und war in Freiheit. Aus den Fängen der Psychiatrie konnte niemand so einfach fliehen. Doch heute hatten sie es geschafft. Sie konnten entkommen! Es mochten zwar nur fünf Stunden sein, doch Castiel würde sie mehr als genießen. Sie hatten noch nicht viel unternommen und Rubin war jetzt schon ganz aus dem Häuschen. Würde er vielleicht dieses Mal endlich aus vollem Herzen lachen?
„Was wir zuerst machen...?“, wiederholte Castiel leise die Worte seines Geliebten. Ein ehrliches, warmes Lächeln legte sich auf seine Lippen. Er wusste genau, was er als aller erstes machen wollte. Das hatte er sich schon überlegt, seit er mit Rubin zusammen war. Castiel kam seinem Freund näher und reckte sich leicht zu ihm hoch. Er ließ seine Hand los, verschränkte dafür aber seine Arme hinter Rubins Nacken und umarmte ihn so. Dann legte er seine Lippen auf die seines Geliebten und so verschmolzen sie zu einem Kuss. Anders als ihre sonstigen Küsse war er nicht leidenschaftlich, sondern viel mehr zart, weich wie Butter. Normalerweise mochte Castiel solche Küsse auch nicht besonders, aber weil er Rubin so glücklich gesehen hatte, konnte er nicht anders. Dies hier fühlte sich fast wie ihr allererster Kuss an, so unschuldig war er.
Als Castiel sich wieder löste, sah er für einen Moment benommen aus. Dann blinzelte er ein paar mal und entkam diesem Trancezustand. Dieser Kuss war wirklich trotz der Zärtlichkeit einfach „Wow“ gewesen, ein anderes Wort dafür fand Castiel nicht. „Ich hab Lust auf einen Cheeseburger!“, verkündete der Schwarzhaarige dann und grinste breit. Anders als sonst, hatte er heute nicht vor, seine Beziehung mit Rubin zu verstecken – obwohl das vielleicht besser gewesen wäre. Es war verpönt, wenn man homosexuell war – aber die beiden Verliebten waren halt Querdenker, Castiel interessierte das nicht und Rubin ging das wohl am Arsch vorbei. Er würde sogar wohl eher ungehalten werden, wenn man seine Beziehung zu Castiel in den Dreck ziehen würde. Es war bisher noch nie vorgekommen, aber Jüngere vermutete das einfach.
Cas hielt Rubins Hand fest und bewegte sich langsam in Richtung der Innenstadt. Von den Pflegern wusste er, wo sie war und wusste auch, wo es den besten Fastfood-Laden gab. Fastfood war natürlich kein gesundes Essen, aber wenn man sonst immer nur Psychiatriepampe bekam, war man froh um jeden Krümel von etwas, was nicht das Küchenpersonal in der Klapse hergestellt hatte. Außerdem wollte Castiel seinem Geliebten ganz viel zeigen. Es war vielleicht sein Geburtstag, aber irgendwie wollte er doch lieber seinem Freund ein Geschenk machen. Wenn dieser nämlich lachen würde, wäre es für Cas die größte Freude. Was wollte man an seinem Geburtstag mehr?
Bald schon kamen sie bei einem Fastfood-Laden an. Es war nicht sehr voll, lediglich ein paar Teenager saßen an den Tischen und unterhielten sich über irgendwelche Sachen. Castiel schenkte ihnen keine Aufmerksamkeit, sondern er steuerte direkt auf den Tresen zu, wo man die Bestellungen aufgeben konnte. Er ließ Rubins Hand los, um zu bestellen. Sein Freund hatte sich schon auf einen Stuhl gesetzt, anscheinend wollte er nicht mit der fröhlich grinsenden Dame sprechen, weshalb Castiel die Bestellungen aufgab. Für sich selbst zwei Cheeseburger und eine Cola und dann noch das, was Rubin haben wollte. Als er mit dem Tablett zurück kam, sah er zwei der Teenagermädchen neben seinem Freund stehen und mit ihm flirten. Ihre Blicke zogen seinen Geliebten fast schon aus. Castiel biss die Zähne zusammen und spürte, wie sein Puls auf 180 trieb. Dieses widerliche Gefühl der Eifersucht machte sich in seinem Inneren breit und er knurrte leise.
Mit zügigen Schritten ging er auf den Tisch zu und knallte das Tablett darauf. „Huh?!“, entfuhr es einem der Mädchen erschrocken und sie musterte Castiel, „I-Ist das ein Freund von dir?“ Das Mädchen sprach mit Rubin, während das andere den Schwarzhaarigen unsicher musterte. „Ich bin nicht ein Freund, ich bin sein Freund!“, knurrte er als Antwort und baute sich vor den Mädchen auf, was nicht schwer war, da er größer war als diese beiden Glucken. Was erlaubten sie sich eigentlich seinen Freund so dämlich anzubaggern?! „Seid ihr etwa schwul?!“, entfuhr es nun dem einen Mädchen, was vorher so unsicher drein geschaut hatte. Castiel setzte sich auf den Stuhl und biss von seinem Burger ab. „Problem damit?“, fragte er nur und klang dabei fast gleichgültig. Die Mädchen nuschelten nur irgendetwas und verschwanden dann. Castiel warf ihnen giftige Blicke hinterher.

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BeitragThema: Re: Du hast also Geburtstag, Liebster? - Komm, suchen wir die Freiheit!   Di Sep 29, 2015 6:57 pm

Eine richtige Antwort bekam er auf seine Frage nicht – zumindest nicht sofort.
Das erste, was Rubin wahr nahm, war das ehrliche und warme Lächeln, welches Castiels Lippen umspielte. Dann, wie sich eben jene Lippen auf die seinen legten. Castiels Arme, die sich um seinen Nacken legten, nachdem der Schwarzhaarige ihre verschränkten Hände gelöst hatte. Der Kuss war so sanft; so richtig ungewohnt sanft und weich. Die Art von Kuss eben, welche Rubin normalerweise verabscheute. Ebenso wie Castiel normalerweise. Aber irgendwie war heute nicht wie immer; wie denn auch? Castiel hatte Geburtstag und sie beide durften für fünf Stunden sich frei bewegen. Na ja, so mehr oder weniger frei. Aber die blöden Fußfesseln schaffte Rubin leicht aus seinem Gedächtnis zu löschen. Gut, löschen war dann doch ein wenig übertrieben, aber er schaffte es gut sie zu verdrängen. Zu sehr nahm ihn Castiel gerade ein. Und ob Rubin es wollte oder nicht – es gefiel ihm.
Als Castiel sich wieder löste, brauchte auch Rubin einen Moment, bis er sich wieder gefangen hatte. Diese ganzen Eindrücke hier draußen, die so auf ihn einschlugen nach sieben Jahren, machten ihn schon völlig fertig und brachten ihn dazu, so eine gewisse Vorfreude und Spannung zu spüren. Und dann war da dieser Kuss gewesen. Dieser sanfte Kuss der auch ihn dieses Mal leicht aus der Bahn geworfen hatte. Verfickte Scheiße! So dauerte es auch einen Moment, bis er Castiels Aussage ganz wahr genommen hatte. Einen Cheesburger essen? So richtig Fast Food essen? Etwas, was er nie hatte haben dürfen. Seine Erzeuger hatten es ihm verboten, da es sich für eine Lady nicht gehörte, dass sie so eine Mahlzeit zu sich nahm. Eine Lady hatte so etwas nicht zu essen. Oder eher ein Mädchen. Aber nie war er ja ein Mädchen oder gar eine Lady gewesen. Er war immer der Junge gewesen, der andere Kinder darum beneidet hatte, dass sie eben so etwas hatten essen können. Auch in der Psychiatrie hatte er so etwas ganz sicher niemals zu essen bekommen. Wie denn auch? Da gab es nur so komische Pampe, die er nach gut sieben Jahren mehr als nur satt hatte. Da würde er langsam lieber seinen eigenen Urin trinken. Aber nein, nein doch lieber nicht. Obwohl, nicht selten hatte er mit dem Gedanken gespielt, so sehr hasste er das Essen in der Psychiatrie. Obwohl, nein, nicht sein Urin. Wenn hätte er mehr Blut gewollt, selbst wenn er kein Vampir war. Alles, wirklich alles war besser als dieses komische Zeug was sie in der Klinik 'Essen' nannten. Es würde Rubin nicht wundern, wenn dieses 'Essen' irgendwann Beine bekommen würde und anfing zu laufen.
„Ch-cheesburger?“, brachte er nur leicht stotternd hervor. Rubin konnte nicht anders als Castiel zu folgen, welcher schon einmal vorging. Natürlich kratzte es ihn kein bisschen, dass sie mit dem Händchenhalten allen zeigten, dass sie ein Paar waren. Er stand zu seinem Freund – mehr oder weniger. Er rieb es Niemanden provozierend unter die Nase, dass sie zusammen waren, aber gerade störte es ihn eben auch nicht, dass sie – wie schon gesagt – Händchen hielten.
Warum sollte es das auch?
Erst als sie zusammen den Laden erreichten ließ er die Hand des Jüngeren los. Und das nur, weil er keine Lust hatte, sich etwas selber zu bestellen. Oder eben mit diesen komisch lächelnden Leuten zu reden. Nein, darauf hatte er selbst heute keine allzu große Lust. „Kannst du mir eine große Pommes, eine Cola und...mh...zwei Hamburger mitbringen?“ Den Cheesburger würde er einfach bei Castiel probieren. Da würde sein Freund doch sicher nicht nein sagen.
So suchte Rubin sich schon einmal einen Platz während er auf seinen Freund wartete. Die komischen Teenager hatte er kaum wahr genommen. Wieso auch? Was interessierten ihn so komische Kinder die keine Ahnung hatten, was es hieß zu leben aber es eben behaupteten? Sie hatten ein Luxusleben! Sie wussten nicht, was es hieß im Leben zu leiden – zumindest nicht so wie Rubin und Castiel.
Erst, als er von zwei Mädchen angesprochen wurde, nahm der Ältere sie war. Kurz sah Rubin um, wendete sich aber schon keinen Moment später mehr als nur genervt ab. Nein, der Rothaarige hatte sicher keinen Bock sich mit diesen Weibsbildern zu unterhalten. Sie waren nicht einmal attraktiv. Und selbst wenn, seit er mit Castiel zusammen, war er auch wirklich treu. Ja, selbst wenn diese Weiber attraktiv gewesen wären, wäre er ganz sicher nicht auf ihre Versuche mit ihm zu flirten eingegangen. Genervt begann er schon die Zähne zusammen zu pressen. Verfickte Scheiße, gingen die ihm auf die Nerven! Konnten die nicht einfach die Klappe halten. Augen schließen! Vielleicht hilft das ja! Ha, falsch gedacht! Sie hörten und hörten einfach nicht auf.
Ehe er aber etwas sagen konnte, nahm er wahr, wie ein Tablette auf den geknallt wurde. Erschrocken zuckte auch Rubin zusammen als er die Augen öffnete und seinen Freund musterte, der mehr als nur eifersüchtig aussah. Moment – Castiel und eifersüchtig?! Gab es das wirklich? Also, dass der Schwarzhaarige so eifersüchtig war?! Das hatte Rubin ja noch nie erlebt! Und wenn er ehrlich war, dann gefiel ihm das irgendwie. So betrachtete er das Wortgefecht – welches sein Freund klar gewann und führte – nur mit einem breiten Grinsen und nahm sich in Ruhe seine Sachen. Hach, da hatte er ja seine zwei Hamburger, die Pommes und auch die Cola! Einfach nur verfickt genial!
Als die Weiber sich verzogen, beugte Rubin sich zu seinem Freund und legte seine Lippen auf die seinen; egal, dass Castiel gerade schon seinen Cheesburger aß. Wie auch schon vorhin war dieser Kuss wieder so sanft. Was war heute nur los?! „Ich wusste gar nicht, dass du so eifersüchtig sein kannst.“, raunte er leise. „Sehr sexy.“ Mit diesen Worten biss er frech von Castiels Cheesburger ab, ehe er sich zurück lehnte. Genüsslich schloss er die Augen und ließ den Geschmack auf seiner Zunge zergehen. Das schmeckte echt lecker! Mehr als nur lecker! Immer noch die Augen geschlossen nahm er die Cola und trank etwas davon. Ja, das alles war hier wie ein Traum – ein wundervoller Traum!

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BeitragThema: Re: Du hast also Geburtstag, Liebster? - Komm, suchen wir die Freiheit!   Di Sep 29, 2015 6:57 pm

Lange Zeit sich über die zwei Weiber, die seinen heiß geliebten Freund so schamlos angegraben hatten, aufzuregen, hatte Castiel nicht. Ihm war bereits aufgefallen, dass Rubin diese eifersüchtige Seite zu gefallen schien, aber das konnte er ihm nicht verübeln. Auch er konnte es sehr gut leiden, wenn sein Freund besitzergreifend seinen Arm um Castiels Hüfte legte und den anderen, der Cas angemacht hatte, zurecht wies. Seine Stimme war dabei immer so unglaublich tief und vibrierend. Ja, das war sehr attraktiv. Dass Rubin das ähnlich sah, ahnte Castiel zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Zunächst spürte er nur die Lippen seines Freundes auf seinen. Den Kuss erwiderte er gerne sofort, doch er warf ihn gleich wieder aus der Bahn, so dass er auch sogar einen Moment brauchte, um seine Lippen gegen Rubins zu bewegen. Verdammt, dieser Kuss war schon wieder so sanft!
Der Kuss dauerte nicht lange, dafür raunte Rubin seinem Liebsten aber etwas ins Ohr. Wäre der Kuss vorher nicht so sanft und zärtlich gewesen, hätte sich wohl unweigerlich Castiels Kopfkino angestellt und er hätte mit Rubin auf die Toilette gemusst – sofort. Doch das war – zum Glück für alle Anwesenden und zu Rubins Pech – nicht der Fall. Stattdessen erschauderte er nur und grinste dann leicht. „Tja, du weißt halt nicht alles von mir“, gab er zu, doch das Grinsen verschwand sofort, als Rubin einfach frech von einem Burger abbiss, „Ey!“ Castiels Beschwerde blieb unbeachtet, so dass er schließlich nur seufzte und dann mit den Augen rollte. Rubin war schon manchmal ein wenig seltsam. Aber er schien sich sehr zu freuen, dass sie hier waren.
Castiel hatte zwar auch schon lange kein Fastfood gehabt, aber sein Freund hatte wohl noch nie welches gegessen – zumindest sah es so aus. Seine Augen leuchteten, als er den Hamburger biss, der Pappe hätte ähneln können, und auch sogar, als die labbrigen, ungesalzenen Pommes in seinem Mund verschwanden. Das sah Castiel wirklich gerne, verstehen konnte er es aber nur minimal. Im Gegensatz zu dem Essen in der Psychiatrie war das hier ein fünf Sterne Restaurant, aber dennoch blieb es immer noch das, was es war – ein Fastfood-Laden. Nun gut, solange Rubin sich freute, freute sich auch Castiel. Alles andere interessierte ihn gerade nicht. So nahm er auch einen seiner Cheeseburger und legte ihn auf Rubins Tablett. „Kannst ihn ruhig haben“, verkündete er und lächelte seinen Freund an.
Obwohl Rubin das Essen sehr genoss, blieben sie nicht allzu lange. Immerhin hatten sie heute noch einiges vor. Cas hatte sich allerdings keinen richtigen Plan zusammengelegt. Mh, was konnte man machen? Schwimmen gehen, Kino, Minigolf und GoKart fahren? Ja, diese Sachen fielen ihm spontan ein, aber er musste abwägen, was Rubin gut gefallen würde. Kino war vielleicht keine so gute Idee, weil ein Film ihnen schon viel Zeit nahm. Nein, das war also gestorben. Eigentlich hörte sich das mit dem Schwimmen gehen gut an. Das würde er seinem Freund gleich mal vorschlagen. Allerdings kam Castiel nicht dazu, denn gerade als sie den Fastfood-Laden verlassen hatten und etwas weiter gegangen waren, blieb der Schwarzhaarige plötzlich stehen. Auf einem großen pinkfarbenen Neonschild stand „Love XXX“ groß über dem Geschäft – ein Erotikladen. Einen Moment lang musterte Cas ein wenig fasziniert, aber auch etwas irritiert das Geschäft.
So etwas hatte er schon öfter gesehen, natürlich, aber er war noch nie in so etwas drin gewesen. Allerdings wollte er auch schnell weiter. Denn wenn Rubin diesen Laden sah, wollte er da bestimmt rein und irgendwelche Spielzeuge kaufen, sie für Castiel viele neue Abenteuer bedeuten würden. Da hatte er an sich nichts dagegen, aber ein wenig Angst hatte er schon davor, was Rubin kaufen würde. Zu seinem Leidwesen hatte der Rotschopf den Erotikshop allerdings schon erblickt. Wieder leuchteten seine Augen. Oh nein... „Willst du da wirklich rein?“, erkundigte Castiel sich bei seinem Freund und seufzte dann, „Na gut, ich warte aber hier.“ Nein, da wollte er wirklich nicht rein. Sollte Rubin doch einfach kaufen, was er wollte. Es war ja nicht so, als müsse Castiel allem zustimmen, auf was für seltsame Ideen Rubin auch immer kam.
Es dauerte etwa zehn Minuten bis Rubin das Geschäft wieder verließ. In seiner Hand hielt er eine diskrete, schwarze Tüte. Ein wenig neugierig war Cas nun doch schon geworden, so dass er nicht seinen Freund ansah, sondern die Tüte, die er in der Hand hielt. „Sag mal, was hast du gekauft?“, wollte er dann wissen und zeigte mit seinem Kopf in Richtung der Tüte. Kurz nach Rubins Antwort beschloss Castiel, ihm vorzuschlagen, was sie jetzt also nächstes machen konnten. Die letzten 4 ½ Stunden mussten ja gut genutzt werden! „Ich dachte vielleicht, dass wir noch schwimmen gehen könnten und danach vielleicht noch GoKart fahren. Dann kann man immer noch mal wieder ein Schnellrestaurant ausprobieren, was meinst du?“, verkündete Cas seinen „Tagesplan“.

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BeitragThema: Re: Du hast also Geburtstag, Liebster? - Komm, suchen wir die Freiheit!   Di Sep 29, 2015 6:58 pm

Castiels Beschwerde ignorierte er, indem er lieber seine Aufmerksamkeit auf sein Essen richtete. Natürlich wusste auch Rubin, dass es noch besseres und leckeres an Essen gab, als hier in diesem Fastfood-Laden. Aber für Jemanden wie ihn, der das zum ersten Mal vorgesetzt bekam, schmeckte es einfach nur verfickt geil und lecker. Seinem Freund schien das auch aufgefallen zu sein, denn auf einmal lag ein weiterer Burger eingepackt auf seinem Platz. Rubin, der gerade von seinem zweiten Hamburger abgebissen hatte, blinzelte ein paar Mal verwirrt und musterte seinen Freund einen Moment lang gar skeptisch. Was hatte das denn jetzt bitte zu bedeuten? „Bist du dir da sicher?“. War sofort die Gegenfrage, doch eine direkte Antwort bekam er darauf nicht. Alles, was Castiel machte, war ihn anzulächeln; mehr nicht. Aber dieses Lächeln sagte wohl mehr aus, als eine verbale Antwort es hätte tun können. Er durfte diesen leckeren Cheesburger wirklich haben! Verfickte Scheiße, war das genial!
Mit einem breiten Grinsen verschlang er schon mehr oder weniger seinen Hamburger, um sich dem Geschenk zu widmen und dieses dann mit viel Genuss zu verspeisen. Ihm war klar, dass er im Grunde nicht allzu viel Zeit hatte, aber man musste das Gute irgendwo genießen, nicht wahr?
Als sie beide fertig waren, räumten sie noch das nervige Tablette weg, ehe sie gemeinsam den Laden verließen. Unbewusst nahm Rubin von sich aus wieder die Hand seines Freundes. So ganz nahm er die Geste selber gar nicht wahr, während sie nebeneinander her gingen um sich nach etwas neuem umzusehen, was man so in der letzten Zeit alles erledigen konnte. Viele Dinge gab es da nicht, denn ihre Zeit war ja immer noch begrenzt. Doch auch wenn sie noch so an die acht Stunden zur Verfügung hätten – es wäre immer noch mehr als nur zu wenig gewesen. Würde man sie beide frei lassen, dann wäre alles mehr als gut und nur super klasse verfickt toll. Aber nein, er sollte sich ja nicht beschweren. Er selber hatte ja seinen ersten Ausgang seit sieben Jahren und da waren fünf Stunden schon eine ganze Menge. Wie viel Zeit blieb ihnen allerdings noch? Und vor allem, was hatten sie jetzt vor? Ihm selber fiel nichts ein, nahmen in die ganzen Eindrücke, die da so auf ihn einschlugen, doch viel zu sehr ein, als dass er diesbezüglich einen klaren Gedanken hätte fassen können.
„Sag mal, Cas, was wollen wir -“, weiter kam Rubin allerdings nicht, als sein Freund plötzlich stehen blieb und in eine bestimmte Richtung sah. Sofort folgte er dem Blick und seine dunkelblauen Augen fingen an zu leuchten. Das war doch mal ein Laden der mehr als nur für ihn gemacht war. Sofort umspielte auch ein mehr als nur anzügliches Grinsen seine Lippen, als sein Freund ihn auch schon fragte, ob er da wirklich rein wollte. Der Schwarzhaarige kannte ihn wirklich gut; wenn er die Mimik und Gestiken richtig deuten konnte verstand sich. Aber war das bei diesem Themengebiet verwunderlich? Immerhin hatten sie vor ihrer Beziehung eine lange Affäre gehabt. „Natürlich!“, gab er immer noch mit diesem Grinsen von sich, was seinem Freund einen Seufzer entlockte. Damit, dass Castiel warten wollte, hatte er kein Problem. Es war ihm im Moment gerade lieber.
So verschwand er in dem Laden, um sich ach ein paar neuen Spielsachen umzusehen. Es gab so viele Fantasien, die er mit seinem Freund noch nicht ausgelebt hatte; zum einen, weil die Mittel dafür nicht zur Verfügung gestanden hatten und zum anderen, weil Castiel wohl nicht alles mit sich machen lassen würde. Auch jetzt, wenn er gute Mittel und Spielsachen kaufen würde, würde sein Freund bestimmt nicht zu alles und jedem was er ihm dann vorschlug gleich 'ja' und 'Amen' sagen. Vergewaltigen würde er den Jüngeren auf keinen Fall, aber man konnte ja probieren, auf was er sich einlassen würde, oder nicht?
So brauchte er nicht lange, bis er ein paar Sachen sich zusammen gesucht hatte und mit einer schwarzen Tüte breit grinsend den Laden wieder verließ. Castiel musterte natürlich sofort die Tüte und wollte wissen, was sich darin versteckte. „Das wirst du bald sehen, mein Schatz.“ Das 'Schatz' hatte irgendwie gerade sein müssen und Rubin konnte nicht verhindern, dass er immer noch mehr als dreckig grinste. Oh nein, Castiel würde jetzt gewiss noch nicht erfahren, was sich da in der Tüte verbarg – noch nicht. Aber lange dauern würde es wohl auch nicht...
Castiel schien mit der Antwort zufrieden zu sein – oder auch nicht? Was wusste er denn schon! -, jedenfalls wechselte er das Thema und kündigte an, was Rubin vorhin ja erfragen wollte: ihre nächsten Schritte. Schwimmen... „Klingt gut.“, gab er von sich und nahm mit seiner freien Hand wieder die von Castiel. Das Schwimmbad war ausgeschildert und nicht weit von dem Laden weg, sodass sie nicht weit gehen musste.
Vor dem Gebäude blieb er stehen und atmete den typischen Geruch ein, den so ein Schwimmbad inne hatte und ihnen schon hier entgegen schlug. Irgendwie war dieser Geruch widerlich aber irgendwo machte er ihm auch deutlich, dass sie gerade wirklich diese Stunden in Freiheit hatten. „Lass uns rein...“ Gesagt. Getan. Allerdings blieb er drinnen wieder stehen. Badesachen hatten sie keine, die müssten sie sich kaufen. Okay. Aber die Tageskarten? Nein, mit diesem Barbie-Sonnenschein-zu-viel-Make-up-geschminkten-Weib wollte er nicht reden. Sein Freund würde das doch bestimmt wieder übernehmen, nicht wahr? Er selber könnte sich ja schon einmal nach Badehosen umsehen. „Du machst die Karten, ich die Badesachen – Deal? Wir treffen uns dann gleich wieder hier.“ Und damit war er zum kleinen 'Laden' verschwunden, wo man eben die Badesachen kaufen konnte.

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BeitragThema: Re: Du hast also Geburtstag, Liebster? - Komm, suchen wir die Freiheit!   Di Sep 29, 2015 6:59 pm

Sein Blick fixierte die schwarze Tüte in Rubins Hand. Was würde sich darin befinden? Oh, eigentlich wollte er es gar nicht wissen – oder etwa doch? Castiel zwang sich, wieder wegzusehen, doch sein Blick glitt zurück zu der Tüte. Nervös biss er sich auf die Lippe. Okay, doch, er wollte wissen, was darin war. Wie würde die Liebesnacht zwischen Rubin und ihm heute aussehen? Was für Spielzeuge würde sein Freund aus seiner Zaubertüte ziehen und wie würde er ihn verführen, ihm sämtliche Sinne rauben? Seine Vorstellung war außer Rand und Band, sie lief beinahe schon Amok. Tausende Bilder strömten auf ihn ein und ließen ihn einen Moment lang nach Luft schnappen. Rubin machte gar nichts außer zu grinsen, aber dennoch fühlte sich Castiel einen Moment lang so, als würden Hände ihn überall berühren und ihn geil machen. Eine leichte Beule zeichnete sich in seiner Jeans ab. Bevor Rubin das jedoch sehen konnte, drehte er sich um.
„Das will ich gar nicht sehen!“, erwiderte Cas und verbarg sein hochrotes Gesicht. Man hörte sofort, dass er log – aber auch, dass er auf das Thema nicht mehr weiter eingehen würde. Stattdessen machte er sich auf den Weg zum Schwimmbad, da Rubin seinen Vorschlägen zugestimmt hatte. Bald schon waren sie dort angelangt und Rubin beschloss, ihre Wege kurz zu trennen. Er erntete ein Nicken von Castiel. „Okay, dann bis gleich“, erwiderte der Schwarzhaarige und machte sich zu der blonden, lächelnden Frau auf, bei der man die Karten kaufen konnte. „Hallo“, sagte er und lächelte leicht. „Willkommen, mein Herr! Wie kann ich Ihnen helfen?“, erkundigte sie sich und lächelte wie die Sonne. Cas wich einen Schritt zurück. Das Lächeln blendete fast. „Ich hätte gerne zwei Tageskarten“, erklärte er und legte das Geld auf den Tresen, wofür er die zwei Karten bekam.
„Danke“, sagte er knapp. „Ich wünsche Ihnen beiden viel Spaß!“, fügte die Frau noch hinzu,was Castiel noch mit einem Nicken hinnahm. Dann wartete er, bis sein Freund mit den Sachen wieder kam. „Ah, da bist du ja!“, freute der Schwarzhaarige sich und lächelte. Es war schön, seinen Freund mal so entspannt zu sehen – das sah man meistens nur, wenn sie guten Sex gehabt hatten und Rubin eingeschlafen war. Sex war toll, aber er liebte ja nicht nur das an seinem Freund. Er wollte auch, dass dieser aus anderen Gründen glücklich war. „Dann können wir ja rein“, meinte er und verschwand dann auch schon nach drinnen. Castiel nahm Rubin die für ihn bestimmten Sachen ab und sagte dann: „Ich ziehe mich dann eben um und dann treffen wir uns vor dem Schwimmbecken, ja?“
Nachdem er Rubins Antwort angehört hatte, war er auch schon wieder verschwunden. Castiel suchte sich eine Kabine und zog sich aus. Dann zog er sich die schwarze Badehose an, die sein Geliebter ihm ausgesucht hatte. Es befand sich ein Spiegel in der Umkleide, so dass Castiel sich ansehen konnte. Selbst er musste zugeben, dass diese Badehose verdammt gut saß. Nicht zu eng, aber dennoch so, dass es besonders seinen Hintern sehr gut in Form brachte und diesem schmeichelte. Mit leicht roten Wangen verließ Castiel die Umkleide und deponierte sein Handtuch auf einer der Bänke an der Seite des Schwimmbeckens. Dann ging er zu den Duschen und duschte sich kurz ab, ehe er zurück zu seinem Handtuch ging und dort auf Rubin wartete.
Das Schwimmbad war mäßig voll, also würden sie wohl gut schwimmen gehen können. Das brachte Castiel dazu, zu lächeln. „Bist du ganz alleine hier?“, hörte er plötzlich eine weibliche Stimme sagen. Cas drehte sich um und vor ihm stand eines der hübschesten Mädchen, die er je gesehen hatte. Sie hatte Körbchengröße 80D, weibliche Kurven, einen flachen Bauch und wunderschöne, seidige, lange, blonde Haare. Manch anderer hätte alleine von diesem Anblick einen Ständer bekommen, doch bei Castiel nichts – keine Reaktion. „Boah, sieht die Braut hamma aus!“, verkündete Elias allerdings in Castiels Kopf. Der Schwarzhaarige konnte sich vorstellen, dass Elias fast schon sabberte, doch er ging nicht darauf ein. „Nein, eigentlich warte ich noch auf jemanden“, erwiderte er. Das Mädchen zog einen verführerischen Schmollmund. „Was? Wirklich? Das ist schade. Ich dachte, wir könnten, eine Runde schwimmen“, erwiderte das Mädchen traurig, „Ich finde dich nämlich wirklich süß, weißt du?“ Ihre Hand strich einmal über seine Brust und über seine Hüfte. Castiel schauderte – allerdings mehr, weil ihm die Berührung unangenehm war. „Sorry, aber du bist nicht gerade mein Typ“, erklärte er ihr ruhig.

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Rubina Harper

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BeitragThema: Re: Du hast also Geburtstag, Liebster? - Komm, suchen wir die Freiheit!   Di Sep 29, 2015 7:01 pm

Ihre Wege hatten sich getrennt und so war Rubin eben in diesem kleinen 'Laden' verschwunden. Der Mann an der Kasse hatte ihn schon leicht verwirrt angesehen, als er sich nicht nur nach Badesachen, sondern auch nach Handtüchern zu schauen. Im Grunde ja nur logisch, denn wie sonst sollten sie sich abtrocknen nachdem sie nun einmal nass sein würden vom Schwimmen? Zudem sollte dieser Kerl sich nicht so anstellen, immerhin würde er ja dann noch mehr Geld kassieren ohne groß etwas dafür tun zu müssen. Da sollte er verfickte Scheiße noch einmal froh sein, dass Rubin eben mehr Sachen brauchte, als nur eine Badehose. Und wieso es zwei waren, ja, diese Frage konnte dieser Mistkerl sich in seinen Arsch stecken. Vor ihm war es doch das Letzte, sich rechtfertigen zu müssen. So wendete er sich ganz in Ruhe der Suche nach den passenden Badehosen zu. Leicht war es nicht gerade, vor allem wenn es um die Badehose für seinen Freund ging. Die seine hatte er schnell gefunden – eine dunkelblaue Badehose, ganz einfach – aber was machte er mit Castiel? Eine farbige passte irgendwie nicht zu dem Jüngeren, oder es gab einfach keine gute, die es würdig war den sexy Hintern seines Freundes betonen zu dürfen. So griff er am Ende einfach nach einer schwarzen, die ihm schon passen würde – da war Rubin sich sicher. Die Handtücher waren nicht gerade die besten – mit irgendwelchen komischen bunten Mustern drauf, widerlich! -, aber immer noch besser als später rein gar nichts zu haben.
So bezahlte er diese blöden Teile und ging zu seinem Freund zurück, nur um eben diesem seine Sachen in die Hand zu drücken. War er eben dem Mann gegenüber noch unfreundlich gewesen, grinste er seinen Freund jetzt entspannt an. Vor allem als er Castiels Worte hörte und sein Lächeln sah. Konnte es etwas besseres heute geben? Im Moment wohl gerade nicht, oder? So folgte er dem Jüngeren nach drinnen und wollte sich gerade auf machen, sich mit ihm eine Umkleide zu teilen, als neue Worte an seine Ohren drangen. Worte, die ihm so rein gar nicht in den Kram passten. Wieso musste Castiel das nur sagen? Ein beleidigtes Murren war alles, was Rubin von sich gab, ehe er zu einer Antwort ansetzen wollte. Doch zu dieser kam er schon nicht mehr, da Castiel verschwunden war. Ein Schnauben entwich dem Älteren, ehe er sich selber nun eine Umkleide suchte, um die neue Badehose anzuziehen.
Allzu lange brauchte er dafür nicht, denn eine Badehose anzuziehen war nicht allzu schwer. Auch dauerte es nicht lange, seine Sachen in einem dieser Schränke zu verstauen, wo man eben seine Sachen aufheben konnte. Er brauchte nur länger, weil er nicht genau wusste, ob das alles nun Wirklichkeit war. Dass er das erste Mal in seinem Leben in einer Badehose schwimmen gehen konnte. Damals war es entweder ein Badeanzug oder ein Bikini gewesen, bis er sich ganz geweigert hatte jemals wieder in das Schwimmbecken eines Allwetterbads zu steigen. Und nun? Nun war er mit seinem Freund hier und würde richtig schwimmen gehen können. Was für ein wundervolles Erlebnis. Und wenn er dann noch daran dachte, was in der schwarzen Tüte nur darauf wartete genutzt zu werden... Oh ja, dieser Tag war echt einfach nur wundervoll.
Zumindest noch.
Diese Einstellung behielt Rubin auch noch bei, als er sich einmal kurz duschte und dann die Haupthalle betrat, während er nach seinem Freund Ausschau hielt. Doch kaum hatte er diesen entdeckt, verfinsterte sich seine Miene und das fröhliche Gefühl verschwand. Das Handtuch, welches er noch in der Hand hielt, wurde leicht zerdrückt. Was tat dieses blonde Miststück da? Sie stand viel zu nahe bei seinem Freund. Langsam ging Rubin auf die beiden zu, die ihn noch nicht zu bemerken schienen, dabei war er selber schon nahe genug um diese Worte dieser Schlange zu verstehen. Verfickte Schlampe, was tat sie da?! Machte sie sich gerade ernsthaft an seinen Freund ran? An. Seinen. Freund?! Hatte die sie noch alle?! Ein leises Knurren entwich ihm, welches lauter wurde als sie es auch noch wagte, SEINEM Castiel über die nackte Brust zu streichen. Wenn, dann durfte ja wohl nur er selber das. Und nur er durfte seinem Freund so nahe sein, sowie ihm Komplimente machen, wie gut er denn aussah. Davon abgesehen war Castiel nicht süß, sondern verdammt heiß. Blöd war sie also auch noch. Dafür würde sie ihr blaues Wunder erleben.
Voller Eifersucht warf er sein Handtuch zu Boden und überbrückte die letzten Meter, als Castiel gerade wegen der Berührung zitterte. Es war ein anderes Zittern als das, welches seine Berührungen auslösten. Grob griff er nach dem Handgelenk der Blondine, welche sofort anfing sich zu beschweren. „Hey, was -“, doch die Worte blieben ihr im Hals stecken, als sie in Rubins dunkelblaue Augen sah, welche vor Eifersucht bestimmt voller Feuer loderten.
„Rühr. Meinen. Freund. Nie. Wieder. An. Kapiert?!“ Während er gesprochen hatte, hatte er sie immer Näher zum Beckenrand gedrängt, nur um sie dann mit einem gezielten Schubs ins Wasser zu befördern. Und als wäre das nicht genug, sprang er auch noch hinter her. Blondi hatte gerade nach Luft wieder geschnappt und wollte schreien, als Rubin selber neben ihr auftauchte und sie gerade schnappen wollte, um zusammen mit ihr wieder unter der Wasseroberfläche zu verschwinden.

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BeitragThema: Re: Du hast also Geburtstag, Liebster? - Komm, suchen wir die Freiheit!   Di Sep 29, 2015 7:01 pm

Castiel wurde nicht lange von dem blonden Mädchen belästigt, da sich bald schon sein Freund einschaltete. Und wie er sich einschaltete! Der Schwarzhaarige wusste gar nicht wie ihm eigentlich geschah, als Rubin das blonde Mädchen anknurrte und sie mit ins Wasser zog. Scheiße, Rubin war eifersüchtig, vielleicht sogar noch mehr als das. Wenn der Rothaarige eifersüchtig war, sollte man besser das Weite suchen. Es war anders, als wenn Cas eifersüchtig war. Sicher, auch er konnte dann handgreiflich werden, falls das mal nötig sein sollte, doch für gewöhnlich hob er wenn nur seine Stimme. Doch sein fester Freund hob sofort seine Fäuste und wollte jeden, der sich an den Schwarzhaarigen ran machte sofort vier teilen. Bei diesem Mädchen war es jetzt nicht anders. Wenn Cas seinen Liebsten nicht zurückhalten würde, würde dieser das arme Ding wohl unter Wasser drücken und nicht mehr hochkommen lassen. Dann war nicht nur dieser Tag und das Leben der Blonden vorbei, sondern auch Rubins und Castiels Beziehung. Nicht, dass der Schwarzhaarige deshalb Schluss gemacht hätte. Es wäre mehr so, dass die Klinik den Kontakt dann verbieten würde. Man würde Rubin wegschließen, vielleicht sogar in eine andere Klinik verlegen. Nein, das konnte er nicht zulassen! Durch so einen Fehler wollte er Rubin nicht verlieren.
Ohne groß darüber nachzudenken, folgte Cas den beiden ins Wasser - gerade zu dem Zeitpunkt, als Rubin sie wieder unter Wasser tauchte. So schnell der Schwarzhaarige konnte begab er sich zu seinem Liebsten und griff nach dessen Arm. Da Rubin im Wasser sehr leicht war, konnte er ihn ganz einfach wieder hochziehen. Die Blondine kam dabei mit nach oben. Diese wurde inzwischen losgelassen und suchte das Weite. Das war auch besser für sie, denn sonst würde sie wohl gleich als Leiche im Schwimmbecken treiben. Cas sah ihr einen Moment lang hinterher, ehe er sich zu Rubin wandte. Bevor dieser auch nur auf die Idee kommen konnte, ihr zu folgen, legte er seine Arme um dessen Hüfte und drückte sich an ihn. So versuchte er ihn einerseits bei sich zu halten und andererseits auch abzulenken. ,,Hey, beruhig dich``, versuchte Cas beruhigend auf den Rotschopf einzureden, während er über seinen Rücken streichelte, ,,Lass dir von ihr nicht unseren Tag versauen. Wir haben doch noch so viel vor, oder hast du das vergessen? Denk doch nur an deine schwarze Spaßtüte oder an die anderen Pläne, die wir noch gemacht haben... Wenn du ihr etwas antust, dann müssen wir zurück und du wirst eingesperrt. Das möchte ich nicht.`` Castiel stellte sich auf seine Zehenspitzen und küsste die Wange seines Freundes. Von dort aus küsste er sich zu Rubins Nacken. Das diente eigentlich auch nur der Ablenkung. Cas` Lippen bewegten sich zu Rubins Ohr. ,,Denk vor allen Dingen an die schwarze Spaßtüte. Wollen wir nicht gleich mal was ausprobieren? Im Park oder so? Vielleicht ja auch hier?``, raunte er dort hinein.
Cas löste sich langsam von Rubin und grinste ihn breit an, als er das Gefühl hatte, dass sein Freund sich nun wieder nur auf ihn konzentrierte. Mit dieser schwarzen Spaßtüte war es wohl auch nicht besonders schwer, Rubins Aufmerksamkeit auf sich zu richten, besonders, weil die blauen Augen Rubins sowieso meistens von ganz alleine in Castiels Richtung bewegten. ,,Aber lass uns zuerst ein bisschen schwimmen, ja?``, erkundigte er sich und war dann im nächsten Moment auch schon untergetaucht. Castiel schwamm ein paar Bahnen, ehe er wieder anhielt und untertauchte. Er hielt seine Augen offen, aucb, wenn das Chlor darin brannte. Er musste immerhin noch Rubin sehen können. Hinter diesem tauchte er wieder auf und umarmte ihn von hinten. Erneut wurden dessen Nacken mit zarten Küssen geneckt, ehe sich Castiels Hände langsam nach vorne zu Rubins Körpermitte bewegten. Was erwartete man nun? Genau! Man dachte wohl, Cas würde seinen Freund befummeln - doch falsch gedacht! Stattdessen huschten die Hände ins Wasser und bildeten dort eine Art Behälter. Blitzschnell zog Cas seine Hände wieder hoch und spritzte Rubins somit Wasser ins Gesicht. Das konnte er selbst nur mit einem breiten Grinsen kommentieren.

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BeitragThema: Re: Du hast also Geburtstag, Liebster? - Komm, suchen wir die Freiheit!   Di Sep 29, 2015 7:02 pm

Mit einem gezielten Griff hatte er die Blondine gepackt und war mit ihr zusammen untergetaucht, ehe sie sich auch nur ansatzweise hatte wehren können. Er ließ ihr keine Chance, von selbst wieder an die Oberfläche zu kommen, egal, wie sehr sie es auch versuchte. Innerlich konnte er darüber nur den Kopf schütteln, denn irgendwo sollte jeder wissen, dass Anstrengung die Luft nur noch mehr verbrauchen würde. Umso mehr sie zappelte – so wie sie jetzt anfing -, umso eher würde sie unter Wasser ersticken. Im Grunde konnte es Rubin ja egal sein, sie wäre ja nicht das erste menschliche Wesen, welches er ermordet hätte. In seinem Denken wäre sie ja auch selber schuld, wenn sie vielleicht dadurch noch Wasser in ihre Lunge lassen würde. Es war nicht sein Plan, sie gleich direkt zu ersticken, oder ja eher genannt zu ermorden, aber wenn sie sich freiwillig als nächste Leiche zur Verfügung stellen wollte – bitte. Wieso sollte er da auch nein sagen?
Während er sie hier so hielt, blieb er selber ruhig – nach außen hin zumindest. In seinem Inneren tobte noch immer die Eifersucht und der bisher lange unterdrückte Wunsch wieder Jemanden so richtig leiden lassen zu können. Es war noch nicht das gleiche Gefühl, ja fast die Sehnsucht danach, wie damals bei seinem Eltern. Oder auch diesen Pfleger, der ihn ja bei seinem vollen Namen genannt hatte. Und dennoch juckte es schon in seinen Fingern, eben jene einfach an ihren Kehlkopf zu legen und zuzudrücken, während er sie gleichzeitig mit seinen Armen weiterhin festhalten würde. Er würde spüren, wie sie in seinen Armen erschlaffte und alle Lebensenergie sie ganz und gar verließe. Sie würde plötzlich schwer werden und zum Grunde des Schwimmbecken sinken, während er so tun würde, als hätte es dieses ganze Schauspiel nicht gegeben. Was würde man ihm auch schon anhängen können? Ihm tun können? Er saß doch schon in er Psychiatrie, da würde man ihm gewiss nicht ins Gefängnis einweisen. Vielleicht würden die Pfleger an seinen Schuldgefühlen appellieren, was aber nichts bringen würde. Nein, alles was Rubin empfinden würde wäre Genugtuung, aber auf keinen Fall Reue für diese Tat.
Denn immerhin würde diese Barbiepuppe dann die Finger von seinem Freund lassen. Castiel gehörte ihm.
Zu ihm alleine!
Genau in diesen Moment spürte er, wie Jemand nach seinen Armen griff und ihn mit einem Ruck nach hinten zog. Überrascht und durch die Leichtigkeit des Wassers, wurden der Rothaarige und sein verficktes Opfer voneinander getrennt. Die Blondine tauchte sofort an die Oberfläche, schnappte nach Luft und suchte das Weite, während Rubin einen Körper nahe an seinem spüren konnte, während seine Füße nahe des Beckenrandes Halt fanden. Ehe Rubin aber versuchen konnte, sein Anhängsel abzuschütteln, vernahm er die Stimme seines Freundes. Erst jetzt nahm er die vertraute Nähe war, die Streicheleinheiten an seinem Rücken und die nächsten Worte, die der Schwarzhaarige von sich gab.
Nur langsam beruhigte Rubin sich. Erst dann konnte er sich dem Jüngeren zuwandte, als dieser ihm so verführende Worte ins Ohr raunte. Er hatte ja Recht, dennoch vermisste ein Teil von Rubin es, über das Leben eines Menschen so einfach bestimmen zu können. Es wäre so leicht gewesen, aus der Blondine eine Wasserleiche zu machen. Vielleicht wäre sie dann richtig attraktiv gewesen in dieser Rolle. Gewiss wäre sie das, aber testen können hatte er es ja nun verfickte Scheiße nicht. Sein Freund hatte ihm einen guten Strich durch die Rechnung gemacht.
Verfickte Scheiße!
„Das klingt verlockend...“, gab er von sich und konnte sich gerade noch so einen Kuss klauen, bevor Castiel die nächsten Worte aussprach und schon wie ein Fisch fast elegant durchs Wasser schwamm. Was sollte das denn nun bitte? Rubins Miene verfinsterte sich, während er seinem Freund dabei zusah, wie dieser seine Bahnen zog. Wollte Castiel ihn gerade auf den Arm nehmen?! Erst machte er so verlockende Angebote und dann war das Schwimmen im Wasser viel interessanter als er?! Das war einfach nur... Selbst Rubin fand dafür keine Worte und das frustete ihn mehr als nur ungemein.
So war er auch noch angespannt, als Castiel ihn von hinten umarmte. Allerdings löste sich dies langsam wieder auf, als er die Küsse im Nacken spürte und die Hände, die seinen Körper entlang glitten. Wollte Castiel nun doch seine Worte wahr machen? Schon im nächsten Moment wurde ihm allerdings das Gegenteil gelehrt, als er das Wasser im Gesicht spürte.
Na warte, das gibt Rache, Cas!
Sofort wirbelte Rubin herum, packte Castiel und hob ihn wie eine Braut in seine Arme. Da er immer noch etwas Halt unter den Füßen hatte, konnte er den Jüngeren sogar etwas über den Wasser halten. „Du willst also spielen und mich reizen, ja?“, raunte er mit leiser und bedrohlicher Stimme, ehe er den Anderen noch etwas anhob und ihn dann mit Schwung ins Wasser warf. Sofort tauchte er hinterher und hielt Castiel einen Moment unten, ehe er mit ihm zusammen auftauchte. Immerhin wollte er ihn nicht töten. Nur kurz gab er seinem Freund die Chance Luft zu holen, ehe er ihn in einen leidenschaftlichen Kuss verwickelte.

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Castiel Alvarez

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BeitragThema: Re: Du hast also Geburtstag, Liebster? - Komm, suchen wir die Freiheit!   Di Sep 29, 2015 7:03 pm

Es war kein Geheimnis, dass Rubin das blonde Mädchen hatte töten wollen. Selbst, wenn man den Rothaarigen nicht kannte und wusste, wohin er eigentlich gehörte, hatte man doch die Mordlust in seinen Augen sehen können. Es dürstete ihm nach frischen Blut, welches das Wasser des Schwimmbeckens rot gefärbt hätte. Doch es war wie immer im Leben, die Menschen sahen weg. Niemand wollte in die Tat involviert werden. Erst, wenn die Blondine als Wasserleiche umher trieb, würde jemand die Polizei informieren und dann würden sich auch die Schaulustigen sammeln. Doch das tote Mädchen an sich, wer sie war und was sie einst ausgemacht hatte, interessierte die Leute kein Stück. Nur die Tat an sich war das, was sie faszinierte, auch, wenn sie noch solche empörten und schockierten Gesichter zur Schau stellten. Menschen waren tief in ihrem Inneren grausam. Das war nun einmal die bittere Realität.
Castiel selbst ging es nicht um das Mädchen. Einzig und alleine sein fester Freund war für ihn von Bedeutung. Er wollte nicht mit ansehen, wie man ihnen diesen Tag versaute, ihnen beiden den Kontakt zueinander verwehrte und einen von beiden vielleicht sogar in eine andere Klinik steckte. Nein, er wollte seine Liebe eng bei sich behalten. Castiel konnte man wohl als eine Art Riegel für Rubins Wahnsinn bezeichnen, denn ohne das Eingreifen des Schwarzhaarigen wären schon viel mehr Menschen von Rubin getötet worden und nicht nur diese Blondine.
Seine Ablenkung wirkte, das war gerade alles, was ihn interessierte. Er wollte seinen Freund auf andere Gedanken bringen. Heute sollte nicht ein Tag sein, wo Rubin wieder Jemanden umgebracht hatte – heute war Castiels Geburtstag. Irgendwie mochte dieser Gedanke egoistisch sein, was Cas aber auch nicht verneinen würde. Er war, was Rubin betraf, mehr als nur egoistisch. Der Schwarzhaarige war in der Lage dazu, Rubin zu beeinflussen und zu manipulieren, auch, wenn er sich dessen nicht bewusst war. Der Rotschopf liebte es die Kontrolle zu behalten, doch seine tiefe und innige Liebe machte ihn empfänglich für Castiels Worte und Bitten. Man konnte schon fast sagen, dass Castiel selbst die Zügel in der Hand hielt – und nicht nur, was ihre Beziehung betraf. Diesen Einfluss besaß er aber nur so lange, wie er selbst und Rubin sich dieser Tatsache nicht bewusst waren. Wenn Cas wüsste, wie weit er Rubin beeinflussen konnte, wäre er mit Sicherheit verunsichert und würde nicht mehr wissen, wie er mit seinem Freund hätte umgehen sollen.
Als Cas sich an Rubin „heran gemacht“ hatte, um ihm Wasser ins Gesicht zu spritzen, fand er sich nur wenige Augenblicke später auf den starken Armen seines Geliebten wieder. Sofort zierte Castiels Wangen eine leichte Röte. Rubin trug ihn manchmal nach dem Sex in sein Zimmer oder zur Dusche, allerdings nur dann, wenn sie niemand sehen konnte. Das hier war eine ganz andere Geschichte. Der Schwarzhaarige hatte das Gefühl, dass die Blicke der Menschen um sie herum nur in ihre Richtung gingen – und das war ihm schon peinlich. Nicht, weil er sich für Rubin schämte, sondern, weil er getragen wurde, wie eine Braut. Dieses Gefühl des Schams verschwand allerdings bei Rubins gefährlichem Raunen. Stattdessen breitete sich ein Schaudern auf seinem Körper aus. Bevor Cas allerdings etwas erwidern konnte, wurde er auch schon ins Wasser geworfen. Es war nur ein erstickter Schrei zu hören, bevor der junge Mann gerade so noch nach Luft schnappen konnte, um nicht zu ertrinken. Eigentlich wollte sofort wieder hoch, doch Rubin verwehrte ihm dies, da sein fester Freund ihm nach unten gefolgt war und ihn nun fest hielt.
Castiel sah ihn böse an, allerdings nicht lange, da Rubin sich wohl überlegt hatte, seinen Freund nicht umzulegen. Wieder an der frischen Luft angekommen, schnappte Cas danach. Kurz danach wurden ihm jedoch raue Lippen aufgedrängt, welche er nur schwer von sich weisen konnte, denn immerhin waren es die Lippen Rubins. Außerdem küsste er ihn auch noch so leidenschaftlich... Castiel konnte nicht anders, als seine Lippen an die seines Gegenübers zu schmiegen und sie rau aneinander zu reiben. Seine Arme legten sich um Rubins Hüfte und streichelten dessen Rücken. Nach einer Weile löste er den Kuss wieder, blieb jedoch nahe an Rubins Gesicht. „Du weißt doch, wie gerne ich dich ärgere und dich reize, dann bist du besonders attraktiv ~“, schnurrte Castiel gegen die Lippen seines Angebeteten, „Du lässt ja auch nicht von mir.“

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Rubina Harper

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BeitragThema: Re: Du hast also Geburtstag, Liebster? - Komm, suchen wir die Freiheit!   Di Sep 29, 2015 7:03 pm

Rubin hatte zwar den bösen Blick gesehen, den Castiel von unten zugeworfen hatte, doch war er darauf nicht eingegangen. Der Blick würde schon wieder verschwinden, da war er sich sicher. Und das nicht, weil er den Jüngeren umgebracht hätte, sondern weil er ihn auf andere Weise wieder besänftigen würde. Castiel bekam nur, in Rubins Augen, seine gerechte Strafe dafür, dass dieser den Älteren geärgert hatte. Normalerweise hatte er keine allzu großen Probleme damit, doch diese Nachwirkung von der Tat dieser blondhaarigen Tussi, hatten noch einen Hauch an Wut durch seine Adern gepumpt. Dabei hatte es auch nichts gebracht, dass Castiels Worte und Nähe ihn soweit beruhigt hatten. Diese Wut war dennoch da gewesen, sodass Rubin zu dem Zeitpunkt noch nicht allzu sehr für einen Spaß zu haben war.
Solange zumindest nicht, bis er Castiel wieder auftauchen ließ.
Ihre Lippen trafen aufeinander, kaum, dass der Schwarzhaarige wieder an der Oberfläche war. Er konnte Castiels Hände auf seinem Rücken spüren, als dieser sie um ihn gelegt hatte und nun über seine Haut strich. Es löste ein wohliges Gefühl in ihm aus, welches Rubin dadurch zum Ausdruck brachte, dass er seine Lippen noch intensiver gegen die von Castiel rieb, ihn noch leidenschaftlicher und rauer als bisher küsste. Es würde ihn nicht wundern, wenn Außenstehende meinen würden, dass sie gleich übereinander her fallen würden. Im Grunde hatte Rubin kein Problem damit, in der Öffentlichkeit Sex zu haben, nur passte es ihn gerade soweit nicht in den Kram, dass man seinen Freund sehen könnte. Solche Momente, in denen Castiel sich ihm hingab, waren nicht für fremde Augen bestimmt. Keiner sollte sie beide sehen, keine verlangenden Blicke auf seinem Partner ruhen! Die Blondine von eben hatte vollkommen gereicht, noch mehr solche Momente brauchte Rubin nicht. Denn beim nächsten Mal wüsste er nicht, ob er sich würde zurückhalten können, oder eher, ob Castiel ihn würde zurückhalten können...
Langsam lösten sich ihre Lippen. Sofort suchte er den Blick von Castiel um diesen festzuhalten. Während ihres Kusses hatte er den Jüngeren auch noch näher an sich heran gezogen, sodass sie wirklich nahe beieinander standen. Er konnte den Atem des Schwarzhaarigen auf seinen Lippen spüren, während zwei blaue Iriden aufeinander trafen – beide so dunkel wie eine bevorstehende Nacht. „Ja, ich weiß...“, raunte er leise. Innerlich verfluchte er sich selbst dafür, dass er sich mal wieder darauf eingelassen hatte, aber Castiel schien es aber ja zu gefallen. „Dir gefällt es also besonders, wenn ich wütend bin und diese Sehnsucht nach Leiden und Schmerzen anderer in meinem Blick steht?“ Seine Worte waren ein Raunen, nahe an dem Ohr des Jüngeren. Dessen Atem kitzelte ihn nun etwas am Hals. Fand Castiel dies auch attraktiv? Klar, gehörte eine gewisse Folter bei ihren sexuellen Aktivitäten mit dazu, doch noch nie hatte Rubin sich ganz ausgelebt. Zum einen, weil er Castiels Vergangenheit kannte und zum anderen, weil Castiel eben seine verfickte geile Ausnahme war.
„Ich könnte nie von dir lassen...“, gab er von sich, während seine Lippen sich zu einem angedeuteten Grinsen verzogen. Dieses verblasste allerdings schnell wieder, als er etwas hinter Castiel erblickte, was auf sie beide zukam. Ein Mann, so um die gute 45 Jahre herum, mit einem langen Shirt, einer Badehose und die passenden Badelatschen. Um seinen Hals hing eine kleine Trillerpfeife. Es war nicht allzu schwer zu erkennen, dass dieser Typ anscheinend der Bademeister war. Blondinchen folgte diesem Kerl, wenn auch mit etwas Abstand. Ein Knurren kam über Rubins Lippen. Hatte dieses Miststück etwa gepetzt? Es wunderte ihn, dass der Bademeister nicht vorher dazwischen gegangen war, so hatte er aber sich einige Probleme erspart gehabt – und zwar von Castiel getrennt zu werden, was ihre verfickten Ärzte bestimmt tun würden -, doch damit hatte er sich wohl getäuscht. »Die Dame hier meinte, sie hätten sie versucht umzubringen?« Rubins gesamten Muskeln spannten sich an. Er konnte jetzt nichts sagen, sondern musste gegen den Drang ankämpfen, dieses Mal dem Bademeister und danach Blondie an die Kehle zu gehen. Und dies war ihm auch deutlich anzusehen.

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BeitragThema: Re: Du hast also Geburtstag, Liebster? - Komm, suchen wir die Freiheit!   So Apr 24, 2016 12:45 pm

Durch Rubins Worte geriet Castiels Denken ins Stocken. Das war eine sehr gute Frage. Ehrlich gesagt hatte er sich darüber noch nie wirklich Gedanken gemacht. Liebte er es, wenn es Rubin danach lüstete, anderen weh zu tun? Gegen ihn würde sich dieser Blick nicht richten, niemals. Dessen war er sich sicher. Auch wenn der Rotschopf die drei magischen Worte nie gesagt hatte, gab es dennoch genug Taten, die darauf schließen, dass er Castiel treu ergeben war und eben auch jene Liebe für ihn fühlte, welche der Dunkelhaarige ihm entgegen brachte. Sein Liebster schlief nicht mit anderen und hatte auch nie ihre Beziehung in Frage gestellt. Er war für ihn da, wenn Cas ihn brauchte und kümmerte sich darum, dass jeder von dieser Welt verschwand, der ihm etwas Böses antun wollte. Rubin war also so etwas wie Castiels Held in strahlender Rüstung, wobei das wahrscheinlich ein wenig hoch gestochen war. Der Ältere war kein Held aus irgendeinem Roman und Cas war keine Jungfrau in Nöten. Sie waren einfach ein Paar, welches in einer scheiß Siutation steckte und wo sie versuchten einander raus zu helfen, auch wenn Rubin das wahrscheinlich niemals so ausdrücken würde. Diese „Scheiße“ war eben die Psychiatrie und ihre angeknackste Psyche. Nicht ohne Grund waren sie immerhin dort eingewiesen worden.
So oft hatte Cas noch nicht mit erlebt, wenn Rubin die Kontrolle verlor. Wenn sie mit einander schliefen, wurde Rubin oft zügellos, aber das konnte man nicht einmal ansatzweise damit vergleichen, was geschah, wenn man ihn mit „Rubina“ ansprach. Elias liebte es, den Rotschopf zu reizen und so war ihm dieser Name schon das ein oder andere Mal rausgerutscht – wohl auch schon beabsichtigt. Eines Mal hatte Castiel dann tatsächlich diesen psychotischen und wahnsinnigen Blick gesehen, welcher sich in Rubins dunkelblauen Augen ausbereitete. Ihm stand das Wort „Töten“ förmlich in den Blick geschrieben. Als er jedoch bemerkt hatte, dass sein Liebster zurückgewesen war, hatte Rubin sich sofort zurückgezogen und war aus dem Zimmer gestürmt. Castiel hatte einen Stoß versetzt, er war geschockt gewesen. Seinen Freund hatte er noch nie so unkontrolliert und voller Zorn gesehen. Nein, es gefiel ihm also doch nicht, wenn Rubin andere Menschen so ansah. Er mochte es nicht, dass der Rotschopf andere gerne quälte und es ihm nach Blut dürstete. Doch das konnte er ihm in diesem Moment nicht sagen. Da war eine Art Blockade.
Bevor sie dieses Thema allerdings vertiefen konnten, war da der Bademeistermit der Blondine im Schlepptau, welche Castiel zuvor angebaggert hatte. Diese stand nun hinter dem Angestellten und schien dort Schutz zu suchen. Es dauerte keinen Augenblick, ehe der Schwarzhaarige bemerkte, wie sich der Körper seines Liebsten anspannte. Mit einer schnellen Bewegung beförderte er sich vor seinen Freund und sah zu dem Bademeister und dem Mädchen hoch. „Das war ein Missverständnis, Sir. Die junge Dame hier hatte mich nach einem Date gefragt, allerdings hatte meinem Freund das nicht gefallen. Das kann man wohl verstehen, oder nicht? Mein Freund wollte sie nur zurecht weisen und dabei sind sie ausgerutscht und ins Wasser gefallen. Das scheint die junge Dame nur falsch verstanden zu haben“, begann Castiel ruhig die Situation zu erklären und verneigte sich dann einmal kurz, „Es tut uns Leid, dass wir so ein Aufsehen erregt haben. Wir wollten hier wirklich niemanden stören. Sicher, mein Freund hätte sie nicht so grob anfassen dürfen, aber er ist nun einmal ein sehr eifersüchtiger Mensch. Bitte nehmen Sie ihm das nicht übel.“
Kaum etwas von dem, was Castiel von sich gab, entsprach der Wahrheit, jedoch hatte er ein Talent dafür, andere mit seinen Worten zu bezirzen und auch glaubhaft zu lügen. Der Bademeister blickte sie noch ein wenig skeptisch an, nickte dann jedoch. In dem Moment, als er mit der Blondine sprach, drehte Castiel sich zu seinem festen Freund um und ergriff dessen Hand. „Lass uns gehen, Rubin, ja?“ Er sah aus großen, blauen Augen zu ihm hoch und schenkte ihm diesen besonderen Blick,welcher ihm ganz alleine gehörte. „Ich wollte gerne rutschen“, fügte er noch hinzu. Auch dies entsprach nicht ganz der Wahrheit, er suchte nur einfach gerade etwas, um Rubin abzulenken.

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BeitragThema: Re: Du hast also Geburtstag, Liebster? - Komm, suchen wir die Freiheit!   So Jun 12, 2016 12:18 pm

Rubins angespannte Körperhaltung war in diesem Augenblick mit der einer Raubkatze kurz vor dem Sprung zu vergleichen. Seine Augen hatten sich verengt und hatten den Blick nur auf das blonde Barbiepüppchen geheftet, die Schutz hinter dem Bademeister gesucht hatte. Er presste die Zähne zusammen, knirschte leicht, während ein unterschwelliges Knurren seiner Kehle entwich. Rubin war noch Herr genug über sich selber, dass er wusste, es sei nun besser die Klappe zu halten und rein gar nichts zu sagen Zudem war er mehr damit beschäftigt, nicht seinem Wunsch nachzugeben, dieser Tussi das Leben zu rauben, sodass er deswegen schon kein Wort zustande brachte. Jetzt zu reden hätte seine gesamte Konzentration über den Haufen geworfen. Damit wäre der gesamte Tag hinüber und Castiels Geburtstag nichts mehr wert. All die schönen Dinge, die sie vorher getan hatten, würden verblassen. Immerhin würden sie dann in der Psychiatrie ebenso getrennt werden. Daran konnten auch die tollen Stunden an diesem Tag nichts ändern, dass ihre gemeinsame Zukunft nicht mehr unter einen guten Stern stehen würde. Nein, es war besser so, dass Rubin nichts sagte und lieber darauf achtete, ruhig zu bleiben – so weit es in seiner Gemütslage möglich war.
Nur halb registrierte er, wie sein Freund sich vor ihn stellte und das Wort an den Bademeister richtete. So ganz verstand Rubin nicht, was genau Castiel da von sich gab, aber es reichte aus, dass der Bademeister das Interesse an ihnen beiden verlor und mit der Blondine redete. Rubins eigene Aufmerksamkeit richtete sich auf seinen Freund, als dieser sich zu ihm umdrehte und seine Hand nahm. Castiels Stimme, sein Blick und seine Berührung – all diese Dinge sorgten dafür, dass der Rothaarige sich ein wenig beruhigte. Unbewusst hatte diese Wirkung schon vorher eingesetzt, kaum, dass die Stimme seines Lebenspartners an seine Ohren gedrungen war. Rubin konnte es einfach nicht verhindern, dass Castiel diese Wirkung auf ihn hatte. Selbst wenn er sich dagegen sträuben würde, es hätte keinen Sinn. So sah er dem Jüngeren nun in seine blauen Augen, blendete die Welt um sie herum aus. In diesem Moment gab es nur Castiel. Anstelle einer Antwort auf dessen Aussage bezüglich der Rutsche, drehte Rubin sich um und ging los, während er Castiels Hand immer noch in der seinen hielt. Das Schwimmbad war groß und besaß an die vier Rutschen. Eine für ganz kleine Kinder, dann einen dunklen Tunnel wo auch Erwachsene mit rutschen konnten. Eine Rutsche, wofür man einen Reifen benötigte – oder es auch so rutschen konnte – die frei an der Außenwand entlang ging. Und eine, die ebenfalls nach draußen führte, aber einen ebenso langen dunklen Tunnel bildete – länger nur als der kurze hier drinnen. Da konnte man das Ende schon so gut wie sehen – bei der langen nicht. Nur ab und an gab es kleine Fenster, die einem den Blick nach draußen spendeten, ehe man wieder in der Dunkelheit verschwand. Und eben auf diese Rutschte steuerte Rubin nun zu. Nicht, weil er sie sich bewusst ausgesucht hatte, sondern weil deren 'Eingang' ihnen am nächsten war. Die Treppenstufen führten einen kleinen Turm hinauf, von welchem man aus starten musste, wenn die Ampel neben dem Tunneleingang grünes Licht gab. Er ließ Castiel den Vortritt die Stufen zu erklimmen, da er nicht wollte, dass Jemand von hinten sich an seinem Freund vergreifen könnte. So sicherte er ihn von hinten ab und hatte auch die Person vor Castiel mehr als nur gut im Blick. Die Schlange war relativ lang, sodass sie zusammen ungefähr bei der Hälfte stehen bleiben und warten mussten. Vor ihnen befand sich eine Mutter mit einem Kind – vielleicht gut zehn Jahre alt oder so etwas. Von ihnen würde keine Gefahr ausgehen und hinter ihnen beiden befand sich gerade keiner. Da sie gerade auf einer Art kleinen Plattform standen, hatten sie genug Platz auf einer Ebene warten zu können. So konnte Rubin auch gut seine Arme von hinten um seinen Freund und den Kopf auf seine Schulter betten. Es war ein kleiner Wunsch nach Nähe, der ihn zu dieser Tat trieb, aber vielmehr wollte er allen einfach zeigen, zu wem der Schwarzhaarige gehörte. Außerdem fiel nun endgültig die Anspannung von eben von ihm ab, sodass er etwas brauchte, an das er sich lehnen konnte. Und da war der Körper seines Freundes doch verlockender, als das Treppengeländer. Seine blauen Seelenspiegel wurden von seinen Augenlider bedeckt, während er seine Arme eng um Castiel lehnte um ihn zu halten. Sein Atem ging relativ ruhig, sein Körper zeigte keinerlei Anspannung mehr. So, wie sie jetzt da standen, würde man nicht glauben, dass Rubin eben noch den Wunsch gehegt hatte, diese blonde Frau umzubringen. In diesem Moment wirkten sie wie ein ganz normales schwules Pärchen – oder eventuell auch nur so Freunde, die in der Gesellschaft als 'Bromance' betitelt wurden – die einen schönen Nachmittag zusammen verbringen würden, um dann Abends nach Hause zu gehen und bei ihren Eltern oder in der eigenen Wohnung sich etwas zu Essen zu kochen, im eigenen Badezimmer sich fertig zu machen um dann im gemütlichen Bett im eigenen Schlafzimmer schlafen zu gehen. Keiner wusste, dass sie beide nur die Räume der Psychiatrie erwarten würden – fertiges Essen, das meistens einer Art Matsche ähnelte oder nicht besonders viel Liebe hergerichtet war. Ein kleiner Raum mit kleinen angrenzenden Bad, dass sie irgendwie ihr Zimmer nennen sollten – wenn man es denn so nennen wollte. Rubin konnte nicht verhindern, dass seine Gedanken in dies eine Richtung abdrifteten, während er hier nahe an Castiel geschmiegt darauf wartete, dass sie weiter konnten. Dass er sich in diesem Moment wirklich wünschte, einfach mit Castiel diesen Ort hier später verlassen zu können, um gemeinsam nach Hause zu gehen, ein eigenes Haus oder eine Wohnung zu betreten, frei von Fußfesseln und jeglicher Kontrolle. In einem schönen eingerichteten Heim, wo sie beide frei sein konnten. Vielleicht mit einem kleinen Haustier – einem Hund oder einer Katze an ihrer Seite – welches sie mit Freude begrüßen würde. Eine Katze, die schnurrend um ihre Beine streifen würde und ein Hund, mit dem sie zusammen spazieren gehen könnten – ohne Beschränkungen, ohne Zeitbegrenzungen. Er wollte einfach nur ein ganz normales Leben – an Castiels Seite.

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BeitragThema: Re: Du hast also Geburtstag, Liebster? - Komm, suchen wir die Freiheit!   Di Okt 31, 2017 9:57 am

Die langen, schlanken Finger Castiels verwuchsen mit jenen Rubins. Der Rothaarige beschleunigte alsbald seinen Schritt und trat somit vor seinen festen Freund. Der Jüngere selbst warf noch einen Blick auf die Szenerie, welche sie gerade verließen. Der Bademeister schien auf die Blondine einzureden, sein Blick wirkte beschwichtigend. Doch der Ihre war messerscharf. Sie wirkte wie ein in die Ecke gedrängtes Tier, dessen Angst sich langsam in Wut verwandelte. Wollte sie zurückschlagen? Castiel wandte seinen Blick ab. Er wollte dem potenziellen Mordopfer seines Freundes keinerlei Aufmerksamkeit mehr schenken. Hätte Rubin jenen Blick bemerkt, wäre er vielleicht umgedreht und hätte seiner Mordlust nachgegeben. Dann hätte weder der Bademeister noch der Jüngere selbst ihn aufhalten können. Das Wasser des Schwimmbeckens würde sich rot färben. Blutige Schlieren würden den Hals der junge Frau zieren wie eine Kette. Zuckungen würden die letzten Zeugen ihres noch so jungen Lebens sein, doch für sie gab es keine Chance mehr. Ihr Leben wart verwirkt. Wer Rubins Hass und Wut auf sich zog, hatte keine Chance mehr an diesem Leben teilzunehmen. Doch was würde das für Konsequenzen mit sich führen? Mit Sicherheit würde man Rubin verlegen, in die Forensik, dort wo die psychisch kranken Schwerverbrecher untergebracht waren. Ihre eigene Psychiatrie besaß diese Abteilung nicht, so würde er sogar ihre Ortschaft verlassen müssen. Unter den gegebenen Umständen würden Castiel und Rubin sich nie wiedersehen. Mit dem Tod jener Blondine wäre auch der Untergang ihrer Bindung eingeleitet worden. Eine gemeinsame Zukunft gäbe es dann nicht mehr.
Letztlich war es doch besser, wenn Castiel und Rubin sich von der Blonden fernhielten.
So drehte der Schwarzhaarige sich nicht noch einmal um.
Alsbald sie bei den Rutschen angekommen waren, mussten sie ihre Schritte verlangsamen. Die Schlange bis hin zur Rutsche, welche Rubin anstrebte, war doch recht lang, sodass sie stehen bleiben mussten. Der Rotschopf nutzte die Gelegenheit um die Nähe seines festen Freundes zu suchen. Eine seltene Geste der Zärtlichkeit. Castiels Lippen blieben verschlossen, kein Ton drang aus ihnen heraus. Er wollte den Moment nicht zerstören, genoss die Nähe des Anderen doch zu sehr. Von sich aus ging Rubin eher selten auf ihn zu, meistens dann nur, wenn Castiel am Boden zerstört war oder der Rotschopf sich selbst nach Geborgenheit sehnte. Zumindest vermutete der Schwarzhaarige es. Rubin mochte so wirken, als wäre er am Liebsten alleine, doch ihre Beziehung schien ihn in diesem Punkt verändert zu haben, wahrscheinlich ohne dass er es selbst bemerkt hatte. Vielleicht hatte es diesen Punkt aber auch schon immer, irgendwo tief in seinem Inneren gegeben – ohne, dass er selbst davon etwas mitbekommen hatte. Doch zu weit wollte Castiel auch nicht in die Psyche seines Freundes eindringen, das versuchten dessen Therapeuten schon oft genug. Für ihn zählte nur der Augenblick, indem Rubin sich ihm zu wandte. So sprachen die Beiden kein Wort miteinander, während sie warteten, sondern lagen sich nur Arm in Arm.
Ein Räuspern zog Castiels Aufmerksamkeit zu sich. Er drehte seinen Kopf leicht nach hinten, um in das Gesicht eines verärgerten Mannes zu blicken. Einen Moment brauchte er, um zu verstehen, was diesem nicht behagte. Seine blauen Augen richteten sich auf die Treppe vor ihnen. Durch die Kuscheleinheit hatten Rubin und Castiel es verschlafen, drei Stufen weiter nach oben zu gehen. Der Schwarzhaarige löste die Arme von seinem Freund und sprintete diese nach oben, wobei er Rubin mit sich mitzog. Ein Ruck ging durch die Schlange vor ihnen und sie standen nun fast direkt vor der Rutschte. Nur noch eine Mutter mit ihrem Kind war vor ihnen dran. Die Mutter nahm sich einen Reifen, um mit ihrem Kind gemeinsam zu rutschten. Nachdem sie in dem dunklen Tunnel verschwunden waren, griff er nach einem der gelben Reifen und sah zu seinem Partner. „Setz du dich zuerst drauf“, bat er ihn. Castiel sah dabei zu, wie Rubin sich mit dem Reifen zum Anfang der Rutsche begab und seinen Körper in jenen hievte. Der Jüngere folgre ihm alsbald und setzte sich auf die Körpermitte seines Partners. Nachdem die Ampel der Rutsche von Rot auf Grün umgeschaltet hatte, wurde auch das Liebespaar von der Dunkelheit verschluckt.
Der Fahrtwind brachte Castiels Haare durcheinander, doch dies störte ihn nicht. Stattdessen genoss er es, Rubins Arme um sich zu spüren, welche ihm Halt gaben, sowie auch die Geschwindigkeit zu spüren. Hätte Castiel tatsächlich jemals einen Führerschein gemacht, wäre er bestimmt ein sehr rasanter Fahrer gewesen. Dieser Fakt verwunderte ihn einen Moment lang, hatte er doch selbst bisher nie den Wunsch gehegt, ein Auto zu fahren. Doch jetzt kam ihm dieser Gedanken gar nicht mehr so abwegig vor. Was, wenn er mit Rubin eines Tages aus den Fängen der Klapse fliehen und ein normales Leben führen könnte? Würden sie dann gar gemeinsam zum Einkaufen fahren? Für viele Menschen war dieser Gedanke nichts Besonderes, es war ihr Alltag mit dem Partner solche Nichtigkeit zu erledigen. Doch für den Jungen war es Etwas, was er nicht hatte. Es stand in den Sternen, ob er jemals wieder ein normales Leben würde führen können. Seine, nein, ihre Zukunft war ungewiss. Doch so schnell dieser Gedanke auch aufgekommen war, so schnell war er wieder verschwunden. Denn das Adrenalin, welches durch die Rutschpartie ausgeschüttet wurde, durchflutete seinen Körper und versetzte ihn in Hochstimmung. So konnte er sich auch nicht ein Lachen verkneifen, nachdem sie unten angekommen waren. Ein breites Grinsen zierte seine Lippen.
„Sollen wir nochmal?“

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