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 Irgendetwas komisches. Meh.

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AutorNachricht
Castiel Alvarez

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BeitragThema: Irgendetwas komisches. Meh.   So Jun 12, 2016 12:11 pm

In diesem Raum gab es nichts außer das kahle Weiß an den Wänden. Hier war es leer, genau so leer wie es im Inneren Castiels aussah. Man hatte ihm eine weiße Zwangsjacke angelegt, die keine Bewegung zu ließ. Es war schwer, überhaupt zu arbeiten. Seine Kehle war durch den Stoff zu geschnürt. Er versuchte seine Brust soweit zu heben, wie es ihm nur möglich war, doch die Enge verhinderte dies weitgehend. So konnten seine Lungen sich nicht mit dem süßen Sauerstoff fühlen. Er fühlte sich, als erstickte er. In diesem Warm war es warm. Der Schweiß lief ihm von der Stirn hinab, über seine Wange bis sie schließlich gen Boden fiel. Der Blick aus seinen sonst so tiefen blauen Augen wirkte matt und apathisch als er dem Lauf des Schweißtropfens folgte. Castiel lehnte seinen Kopf zurück an den weichen Stoff der Zelle. Sicherlich gab es unangenehmere Orte auf dieser Welt. Hier bekam er etwas zu essen, hatte es warm und weich. Kinder der dritten Welt verhungerten, hatten kein Wasser. Ja, schlecht war es hier nicht. Das musste er sich nur immer wieder vor sagen. Irgendwann würde er es glauben.
Er schloss seine Augen und verschloss somit seine Iriden, sodass das grelle Neonlicht sie nicht mehr erreichen konnten. Vor seinem inneren Auge erschien der große Mann, mit welchem er lange liiert gewesen war. Die roten Haare umrahmten sanft sein Gesicht, seine Gesichtszüge wirkten markant und hart, doch seine blauen Augen sahen Cas mit einem liebevollen Blick an. Dieses Gesicht liebte er, jeden Millimeter davon. Er wollte seinen Blick nicht davon abwenden, musste sich dieses Gesicht immer und immer wieder ins Gedächtnis rufen. Ansonsten würde die Dunkelheit irgendwann auftauchen und ihn verschlingen. Dieses Gesicht würde verblassen und irgendwann gänzlich aus seinen Gedanken verschwunden sein. Das konnte Cas nicht zulassen! Alles, was er noch von seiner Liebe hatte, war dieses Bild in seinen Gedanken. Das musste er vor der Vergessenheit beschützen.
Es war ein Fehler gewesen. Irgendjemand hatte seinen echten Namen – Rubina – gerufen. Ein Messer lag in der Nähe, ein kurzer Stich, viel Blut und dann war es vorbei gewesen. Rubin hatte dieser Person das Leben geraubt, der Wahn hatte seinen Blick regiert. Daraufhin geschah alles ganz schnell. Der Rothaarige war geschnappt und von hier fortgebracht worden. Man hatte ihm Rubin genommen. Wo sich dieser nun aufhielt, wusste Castiel nicht. Man hatte ihm nur mitgeteilt, dass sie einander niemals wiedersehen würden. Plötzlich hatte sich ein Loch unter ihm aufgetan und Dunkelheit hatte ihn verschlungen. An das, was danach geschehen ist, erinnerte er sich nicht mehr. Cas hatte sich in dieser Gummizelle wiedergefunden. Elias schwieg seit diesem Moment. Er wusste nicht, ob dieser überhaupt noch da war. So war er alleine in dieser Zelle – ganz allein mit sich selbst und seinem vor Schmerzen schreiendem Herzen.

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